Intona High Speed USB-Isolator

10.03.2017 // Dirk Sommer

Ein Schallplattenspieler bot und bietet seinem Besitzer unzählige Möglichkeiten, auf den Klang Einfluss zu nehmen. Bei CDs sah es da schon schlechter aus. Das wohl größte Betätigungsfeld findet der aktive Audiophile jedoch beim Thema Computer-Hifi. Da blickt man schon gerne mal über den Tellerrand – und stößt zum Beispiel auf Intonas USB-Isolator.

Eines der größten Probleme, wenn Computer – ein Streamer ist auch nichts anderes – und Audio-Komponenten zusammentreffen, sind die hochfrequenten Störungen durch die verschiedenen Taktraten im Rechner, die über die Kabel in die sensiblen Hifi-Geräte gelangen: Es geht also darum, die Musikdaten möglichst frei von Jitter zum Wandler-Chip zu liefern und die Audio-Elektronik vor dem HF-Schmutz aus dem Computer zu schützen. Wir haben an dieser Stelle ja schon mehr oder weniger preiswerte und effektive Helferlein vom Jitterbug über den ifi iDefender und den SOtM iSO-CAT6 bis zum Mutec Mc-3+ Smart Clock USB vorgestellt.

Die Eingangsseite des Intona: Die LED hinter dem „Act“-Fensterchen informiert über die Geschwindigkeit des Datenstroms
Die Eingangsseite des Intona: Die LED hinter dem „Act“-Fensterchen informiert über die Geschwindigkeit des Datenstroms

Inzwischen hat sich in interessierten Kreisen auch der Intona High Speed USB-Isolator einen guten Ruf erworben. Die Intona Technologie GmbH entwickelt, produziert und vertreibt sein nunmehr 15 Jahren elektronische Baugruppen zur Signalverarbeitung. Abnehmer der professionellen Produkte waren bis vor kurzem, als Audiophile den Isolator entdeckten, ausschließlich Industrieunternehmen. Daniel R. Stämmler ist übrigens nicht nur Geschäftsführer und Elektronik-Entwickler, sondern verbringt auch einen Teil seiner Freizeit hinter dem Mischpult einer ausgefeilten PA-Anlage bei Konzerten renommierter deutscher Rockmusiker. Aber das ändert nichts an seiner technischen Herangehensweise an das Thema Musikproduktion. Den Isolator gibt es in zwei Qualitätsstufe: Die Standard-Variante schützt gegen Spannungen bis ein Kilovolt, die Industrie-Version soll auch Spannungen bis 2,5 Kilovolt standhalten. Daniel Stämmler erläutert, dass für die höheren Spannungen der Einsatz hochwertigere Bauteile nötig sei. Messtechnisch unterschieden sich die beiden Versionen nicht. Und deshalb weicht er der Frage, welche Version besser klinge, auch geschickt aus und verweist auf die Erfahrungsberichte seiner audiophilen Kundschaft, die nach Vergleichen den 2,5-Kilovolt-Isolator deutlich bevorzugt.

Es bleibt auch nicht unerwähnt, dass es Intonas umfassende Erfahrung mit High-Speed-Elektronik und programmierbarer Logik ist, die die Firma in die Lage versetzte, den weltweit ersten USB 2.0 Hi-Speed Isolator zu entwickeln. Bislang erhältliche USB-Isolationsprodukte seien auf Full Speed (12 MBit/s) und Low Speed (1,5 MBit/s) beschränkt gewesen, während der High Speed Isolator USB-Daten mit zu 480 MBit/s im Hi-Speed-Modus übertragen könne – bei vollständiger galvanischer Isolation der Daten- und Versorgungsleitungen. Daher sei er die ideale Lösung, um Masseschleifen und Störkopplungen aufzubrechen und USB-Verbindungen gegen Potentialdifferenzen, Überspannungen und Spannungsspitzen zu schützen.


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