tests/19-08-02_sr
 

Synergistic Research Ground Block und Active Ground Block SE

02.08.2019 // Dirk Sommer

Eine Menge Kabel für Experimente
Eine Menge Kabel für Experimente

Abgesehen von der Vorstufe waren alle Geräte, die positiv auf den Grounding Block und die Erdung per Basic- oder HD-Kabel reagierten, Teil meiner digitalen Wiedergabe-Kette. Viel schwächer als die Datenströme und deshalb vielleicht sogar noch anfälliger für Störungen sind die Signale eines Tonabnehmers. Daher kommt jetzt Einsteins Phonostufe The Turntalbe's Choice an die Reihe: Ich verbinde die Erdungsklemmen der beiden symmetrischen Mono-Entzerrervorverstärker mit zwei der abisolierten Basic-Kabel und handele mir damit zu meiner positiven Überraschung keinerlei Brumm ein. Das ist aber auch schon das Beste, was sich über diese Maßnahme sagen lässt. Zwar wirkt das Klangbild minimal klarer, aber dynamisch ein wenig gebremst, emotional weniger ansprechend. Das könnte natürlich mit dem HF-Schmutz zu tun haben, der von den Digital-Komponenten zum Ground Block gelangt und von dort zur Phonostufe. Also ziehen wir alle Kabel, die vom Digital-Equipment kommen, aus der Kupferleiste des Ground Block und setzen die Nadel wieder in die Einlaufrille: Die Klarheit bleibt, die Spielfreude nimmt einen Tick zu, erreicht aber nicht das Niveau, auf dem die Einsteins ohne zusätzliche Erdung spielen. Also trennen wir sie vom Ground Block, stecken die von den Digital-Komponenten kommenden Kabel wieder ein und machen uns durch zweimaliges Hören einer kurzen Testfrequenz wieder mit dem aktuellen klanglichen Stand vertraut.

Ein gut gelaunter Frank Vermeylen bei der Suche nach der richtigen Strippe
Ein gut gelaunter Frank Vermeylen bei der Suche nach der richtigen Strippe

Dann verbinden wir ein weiteres HD-Kabel mit der Erdungsklemme von Einsteins The Poweramp. Aber das hätten wir uns sparen können. Die Musik wirkt nun weniger spannend und mehr Druck im Bass gibt es auch nicht, im Gegenteil. Nicht anders sieht es aus, wenn der XLR-Stecker eines HD-Erdungskabel mir einer der beiden Aufnahme-Buchsen der Studer A80 Kontakt aufnimmt: nicht die geringste Veränderung zum Positiven. In meiner Kette, in der alle Geräte über den Niagara 1000 und 5000 ihre Energie beziehen und mit der Netz-Erde in Kontakt stehen, bringt die zusätzliche Erdung – von der Vorstufe einmal abgesehen – nur bei Digital-Komponenten klar nachvollziehbare klangliche Vorteile. Ob es bei den Verstärkern und der Bandmaschine, die selbst ja wenig hochfrequente Störungen generieren, ausreicht, dass Garth Powell bei den von ihm entwickelten Niagaras den Schmutz auf dem Erdleiter mit seinem Noise Dissipation System bekämpft? Aber ich wollte mich ja mit Spekulationen ja zurückhalten.

Synergistic Researchs Ground Block im Artesania-Rack
Synergistic Researchs Ground Block im Artesania-Rack


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