tests/20-01-07_sforzato
 

Sforzato DSP-010EX und PMC-010EX

07.01.2020 // Roland Dietl

Tauschgeschäfte bringen manchmal Überraschungen mit sich, vor allem dann, wenn man sich – so wie der Autor – vorher nicht über das Tauschobjekt informiert hat. Als ich mit Dirk Sommer vor einigen Wochen aus organisatorischen Gründen Themen tauschte, wusste ich nur, dass ich mir den Sforzato DSP-010EX einen Netzwerkplayer mit DAC eingehandelt hatte.

Sforzato klingt nicht gerade nach Japan, aber genau dort hat die High-Tech-Schmiede gleichen Namens ihren Firmensitz. In der Musik ist Sforzato eine Vortragsanweisung, die dafür steht, dass eine bestimmte Note „sehr betont“ oder „stark hervorgehoben von anderen Noten“ gespielt werden soll. Und genau hier ist der Anknüpfungspunkt zum Firmennamen: Man konzentriert sich bei Sforzato ausschließlich auf High-End-Audio-Netzwerkplayer und externe Clocks, die nicht nur überragende technische Daten aufweisen, sondern ein besonderes Musikerlebnis vermitteln sollen. Dafür greift Sforzato auf seine mehr als zehnjährige Erfahrung im Bereich Digital Audio, den Einsatz qualitativ hochwertigster Zutaten und ultra-konsequentes Design zurück.

Gesamtansicht des dreiteiligen DACs: oben das eigentliche Hauptgerät, darunter die Master-Clock und ganz unten das Netzteil
Gesamtansicht des dreiteiligen DACs: oben das eigentliche Hauptgerät, darunter die Master-Clock und ganz unten das Netzteil

Ich hätte also vorgewarnt sein müssen. Aber nachdem ich alles ausgepackt hatte, glaubte ich im ersten Moment an eine Verwechslung: Das, was vor mir stand, sah eher nach einer ordentlichen Vor-Endstufen-Kombination als nach einem Netzwerkplayer/DAC aus. Für was um alles in der Welt, braucht man gleich drei Gehäuse, um solches Gerät unterzubringen? Nun, das ist eben Ausfluss der gerade angesprochenen Konsequenz.

Das gut ablesbare Display mit den beiden Tasten zur Konfiguration und zur Invertierung der Phase
Das gut ablesbare Display mit den beiden Tasten zur Konfiguration und zur Invertierung der Phase

Das Erscheinungsbild des Sforzato ist schlicht, um nicht zu sagen minimalistisch. Im kleinsten der drei Gehäuse ist das eigentliche Hauptgerät, die Wandler- und Streamer-Sektion, untergebracht. Auf der Vorderseite findet sich ein grünes Display sowie links und rechts daneben eine Taste zur Konfiguration der Anzeige und zur Umkehrung der Phase – das ist schon alles. Auf der Rückseite stechen die großen Schraubanschlüsse für die externe Stromversorgung ins Auge. Es gibt einen USB-2.0 +-Eingang und einen RJ45-Anschluss für Ethernet. Über beide Eingänge werden PCM-Daten bis 32 Bit / 384 Kilohertz und DSD-Daten bis DSD256 in den üblichen Formaten verarbeitet. Auf der analogen Seite gibt es einen unsymmetrischen RCA-Ausgang und einen symmetrischen XLR-Ausgang. Schließlich finden wir noch einen BNC-Anschluss für eine externe 10-Megahertz-Clock, denn – Achtung! – der DAC verfügt über keine interne Clock.


  • Unison Research Unico PRE v2 une Unico DM v2

    Unison Research? Genau, das sind doch diese schmucken Röhrengeräte aus Treviso mit den edlen Holzapplikationen am Gehäuse. Und stopp! Unisons neueste Vor-/Endstufenkombi hört auf die Namen Unico PRE v2 und Unico DM v2 und passt einfach in keine Schublade. Wir fühlen diesen Wandlern zwischen den Welten auf den hifidelen Zahn. Die neue Unico-Serie kommt in vollständig überarbeitetem Design daher. Sie besticht durch ihre sehr moderne Designsprache, die mir persönlich ausgesprochen gut gefällt, insbesondere in der…
    07.04.2026
  • SendyAudio Egret

    Der Egret ist schon der vierte Kopfhörer des chinesischen Herstellers SendyAudio, den audioNEXT-Geschäftsführer Carsten Hicking nach Gröbenzell schickte. Kein Wunder, dass ich gegenüber den Produkten der Marke inzwischen eine gewisse Erwartungshaltung entwickelt habe: Ich rechne mit einer Menge Hörgenuss zu einem eher moderaten Preis. Den SendyAudio Aiva, das erste Modell der Kopfhörer-Division der Sivga Electronic Technology Company Ltd., lernte ich vor fünf Jahren kennen: Er ist – zumindest nach High-End-Maßstäben – wirklich erschwinglich und verwöhnt…
    03.04.2026
  • SOtM sMS-2000

    Roland Dietl benutzt in seiner verzweigten Digitalkette einige SOtM-Produkte – sowohl eigenständige Geräte als auch Platinen, die der Hersteller auf seiner Webseite unter Accessories auflistet – und ist von ihrer Qualität rundum überzeugt. Ich halte es mehr mit klassischen Komponenten. In einer solchen hat SOtM jetzt seine besten Lösungen gebündelt. Der sMS-2000 ist ein Streaming Transport mit der Möglichkeit, SSD-Disks zu integrieren. Der Hersteller beschreibt die Komponente so: „Das Herzstück des sMS-2000 bildet das hochgelobte…
    31.03.2026
  • dCS Varèse – weitere Erfahrungen

    Während einer Präsentation bei Audio Reference vor den Norddeutschen Hifi-Tagen konnte ich erstmals dasStatement in High Fidelity neue Topmodell von dCS, den fünfteiligen Streamer/DAC Varèse, hören. Er klang einfach unglaublich gut – im wahrsten Sinne des Wortes. Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, meine Erfahrungen im Hörraum in Hamburg zu intensivieren. Bei der ersten Demonstration verglich Alasdair McDonald, der Export Sales Manager von dCS, den Varèse mit dem Vivaldi-Trio (https://www.hifistatement.net/tests/item/3591-dcs-vivaldi-master-clock-upsampler-und-apex-dac), das vor etwa drei Jahren…
    20.03.2026
  • Cayin Pearl 30d und Pearl 30c

    Auf der HighEnd 2024 präsentierte Cayin zum 30-jährigen Marken-Jubiläum die Pearl Modelle. Dazu gehören der D/A-Wandler Pearl 30d und der CD-Transport Pearl 30c. Beide imponieren nicht allein durch ihre prachtvolle Erscheinung. Auch technisch sind sie enorm aufwändig. Da stellt sich besonders die Frage nach der Relevanz eines solchen CD-Laufwerks. Die HighEnd liegt nun beinahe zwei Jahre zurück. Als Cayin Deutschland-Chef Thomas Deyerling im Januar meine Anfrage nach einem Test dieser Kombi positiv beantwortete, war ich…
    10.03.2026
  • Wilson Benesch Prime Meridian System

    Der erste, recht lange Artikel über Wilson Beneschs Prime Meridian System beschäftigte sich nur mit der Laufwerkseinheit, bestehend aus OMEGA Drive, ALPHA Drive, dem FrACTal Dämpfungssystem, in dem Motor und Tonarm montiert sind, und dem R1 Rack. Nun geht es neben der Vorstellung des Tonarms und des Abtasters endlich um den Klang des Plattenspielers. Dass der Plattenteller des Prime Meridian Systems von einem Motor mit dem anderthalbfachen Durchmesser einer Langspielplatte und damit vom größten Antrieb,…
    04.03.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.