tests/20-04-15_ansuz
 
Test.
Deutsch English|

Ansuz Acoustics PowerSwitch D-TC Supreme

15.04.2020 // Dirk Sommer

Unter den grauen Schrumpfschläuchen befinden sich die „Active Cable Tesla Coils“, die über die beiden herausführenden Drähtchen mit der aktiven Schaltung zur Eliminierung von Spikes verbunden sind
Unter den grauen Schrumpfschläuchen befinden sich die „Active Cable Tesla Coils“, die über die beiden herausführenden Drähtchen mit der aktiven Schaltung zur Eliminierung von Spikes verbunden sind

Bleiben wir gleich beim Strom und zwar bei dem, der von der Netzbuchse zum Resonant-Mode-Netzteil fließt, einer recht kostspieligen Schaltnetzteil-Variante, die hier mit einem Sinus statt des üblichen Rechtecks arbeitet und dadurch bedingt weniger und leichter herauszufilternde Störgeräusche produziert. In den Zuleitungen zum Netzteil sitzt jeweils ein sogenanntes „Active Cable Tesla Coil“, eine Schaltung, die Spikes oder Spannungsspitzen aus dem Netz erkennt, einen invertierten Impuls generiert und so den Spike fast zur Gänze eliminiert. Dank dieser Schaltung sollen die Ansuz Acoustics PowerBoxes und PowerSwitches sogar dann einen positiven Effekt auf den Klang einer Anlage habe, wenn ihre Spannung respektive ihre Funktion als LAN-Switch nicht genutzt werden.

Doch damit nicht genug: Am Ende der Kabel zum Netzteil sitzen zwei „Anti-Arial & Resonance Coils“, die verhindern sollen, dass diese als Antennen wirken. Dies wird dadurch erreicht, dass die Enden des Kabels zu einer Spule gewickelt werden und zwar erst in eine Richtung und dann in die andere, wobei die einzelnen Wicklungen miteinander verdrillt sind. Dank dieser bifilaren Wicklungen können sich keine stehenden Wellen ausbilden und die Kabel nicht als Hochfrequenz-Antennen wirken. Am auffälligsten sind die 60 „Active Tesla Coils“ auf der Haupt- und einer Huckepack-Platine, die aktiv Rauschen entgegenwirken sollen. Noch weit größer ist die Zahl der „Active Square Tesla Coils“: 138 quadratische Spulen aus Leiterbahnen ober- und unterhalb der Platinen filtern Hochfrequenz-Einstrahlungen heraus, und einige dienen als eine Art Sensor für die aktiven Rauschunterdrückungs-Schaltungen. Auch wenn Michael Børresen seine Techniken zur Rauschverminderung nicht bis in letzte Detail offenlegt, dürfte klar geworden sein, dass Ansuz Acoustics beim PowerSwitch auf sehr eigenständige und teils auch aufwändige Lösungen setzt.

Am Ende der Stromzuleitungen sitzen die „Anti-Arial & Resonance Coils“, die verhindern sollen, dass die Zuleitungen als Antennen für hochfrequente Einstreuungen dienen
Am Ende der Stromzuleitungen sitzen die „Anti-Arial & Resonance Coils“, die verhindern sollen, dass die Zuleitungen als Antennen für hochfrequente Einstreuungen dienen

Was dem Melco-Switch recht war, sollte auch dem Ansuz-Switch billig sein: eine angemessene Einspielzeit. Bevor ich das PowerSwitch D-TC Supreme im Vergleich mit meiner persönlichen Referenz, dem SOtM sNH-10G in Kombination mit der 10-Megahertz-Clock sCLK-OCX10 zur Taktung des Switch hörte, hatte es über drei, nur durch den Aufenthalt im Fotostudio unterbrochene Wochen Zeit, Betriebsstunden zu sammeln. Die Verbindung zu Router, Melco und Auralic Aries stellen wie üblich die bewährten Göbel Lacorde Statement Ethernet her. Das PowerSwitch ist über ein Audioquest Tornado mit dem Niagara 1000 verbunden, aus dem alle Digitalkomponenten gespeist werden. Die Aufstellung habe ich zu diesem frühen Zeitpunkt noch nicht optimiert. Über den Einfluss von Ansuz' Darkz-Füßen werde ich in nicht allzu ferner Zukunft berichten. Momentan steht das PowerSwitch mit den serienmäßigen, nicht wirklich hochwertig wirkenden Kunststofffüßen auf dem Melco, wo sonst das SOtM-Switch seien Platz im meist komplett belegten Artesania-Audio-Rack hat.


  • SOtM sMS-2000 – ein Nachtrag

    Klanglich, optisch und in Sachen Verarbeitung hat mich der SOtM sMS-2000 rundum begeistert. Im täglichen Betrieb erweist er sich als komfortabel und bisher völlig stabil. Die Einrichtung einer zusätzlichen internen Festplatte hätte allerdings Programmierkenntnisse in Linux erfordert. Ich habe deshalb die zum Lieferumgang gehörende SSD aktiviert. Beim kürzlich erschienenen Test agierte der sMS-2000 ja lediglich als Streaming Bridge. Die Musikdaten bezog er vom Melco N1Z H60/2 über Ethernet, denn die Kombination eines netzwerkgebunden Servers als…
    17.04.2026
  • Soulnote A-2 ver.2

    Ist man, wie ich, seit zwei Jahren zufriedener und stolzer Besitzer eines Soulnote A2 Vollverstärkers, kann man durchaus unruhig werden, wenn da eine Version 2 auf den Markt kommt. Klingt diese nun besser? Sollte ich meinen A2 verkaufen, um den neuen zu erwerben? Lohnt das, und macht der Vorteil auch den Preisunterschied wett? Mein Soulnote A2 stand damals mit rund 7.000 Euro in der Preisliste. Sein Nachfolger A2 ver.2 ist exakt 1500 Euro teurer, also…
    14.04.2026
  • Unison Research Unico PRE v2 und Unico DM v2

    Unison Research? Genau, das sind doch diese schmucken Röhrengeräte aus Treviso mit den edlen Holzapplikationen am Gehäuse. Und stopp! Unisons neueste Vor-/Endstufenkombi hört auf die Namen Unico PRE v2 und Unico DM v2 und passt einfach in keine Schublade. Wir fühlen diesen Wandlern zwischen den Welten auf den hifidelen Zahn. Die neue Unico-Serie kommt in vollständig überarbeitetem Design daher. Sie besticht durch ihre sehr moderne Designsprache, die mir persönlich ausgesprochen gut gefällt, insbesondere in der…
    07.04.2026
  • SendyAudio Egret

    Der Egret ist schon der vierte Kopfhörer des chinesischen Herstellers SendyAudio, den audioNEXT-Geschäftsführer Carsten Hicking nach Gröbenzell schickte. Kein Wunder, dass ich gegenüber den Produkten der Marke inzwischen eine gewisse Erwartungshaltung entwickelt habe: Ich rechne mit einer Menge Hörgenuss zu einem eher moderaten Preis. Den SendyAudio Aiva, das erste Modell der Kopfhörer-Division der Sivga Electronic Technology Company Ltd., lernte ich vor fünf Jahren kennen: Er ist – zumindest nach High-End-Maßstäben – wirklich erschwinglich und verwöhnt…
    03.04.2026
  • SOtM sMS-2000

    Roland Dietl benutzt in seiner verzweigten Digitalkette einige SOtM-Produkte – sowohl eigenständige Geräte als auch Platinen, die der Hersteller auf seiner Webseite unter Accessories auflistet – und ist von ihrer Qualität rundum überzeugt. Ich halte es mehr mit klassischen Komponenten. In einer solchen hat SOtM jetzt seine besten Lösungen gebündelt. Der sMS-2000 ist ein Streaming Transport mit der Möglichkeit, SSD-Disks zu integrieren. Der Hersteller beschreibt die Komponente so: „Das Herzstück des sMS-2000 bildet das hochgelobte…
    31.03.2026
  • dCS Varèse – weitere Erfahrungen

    Während einer Präsentation bei Audio Reference vor den Norddeutschen Hifi-Tagen konnte ich erstmals dasStatement in High Fidelity neue Topmodell von dCS, den fünfteiligen Streamer/DAC Varèse, hören. Er klang einfach unglaublich gut – im wahrsten Sinne des Wortes. Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, meine Erfahrungen im Hörraum in Hamburg zu intensivieren. Bei der ersten Demonstration verglich Alasdair McDonald, der Export Sales Manager von dCS, den Varèse mit dem Vivaldi-Trio (https://www.hifistatement.net/tests/item/3591-dcs-vivaldi-master-clock-upsampler-und-apex-dac), das vor etwa drei Jahren…
    20.03.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.