tests/21-08-13_ifi
 

iFi ZEN Stream

13.08.2021 // Finn Corvin Gallowsky

Bevor der kleine Streamer wieder zurück zu Werner Obst geht, bin ich noch neugierig, wie sich die S/PDIF-Schnittstelle schlägt. Diese ist nämlich tunlichst nicht als Dreingabe misszuverstehen! Leider ist USB eine eher schlechte Audioschnittstelle. IFi gibt im ZEN Stream mit Active Noise Cancelling in der USB-Schnittstelle zwar sein Bestes, aber USB bleibt USB. Nicht umsonst setzt die gesamte Redaktion zwischen Quelle und DAC auf eine Aufbereitung oder Umsetzung des USB-Signals in anderes Format. Sei es mit Hilfe eines Mutec Reclockers, Chord Electronics Hugo M-Scalers, SOtM tX-USBultras oder Matrix S/PDIFs. Ein reines USB-Signal geht bei keinem unserer Redakteure direkt in den DAC. Speise ich das S/PDIF Signal des Streams direkt in meinen DAC, erreiche ich nicht ganz die enorme Präzision, rhythmische Verzahnung und vor allem große Ruhe im Klanggeschehen wie mit dem Mutec, aber der Unterschied ist geringer als mir lieb ist. In vielen günstigen Setups dürfte mit der S/PDIF-Schnittstelle ein deutlich besseres Ergebnis als über USB erreicht werden. Lediglich die geringere Samplerate von maximal 192 Kilohertz muss man in diesem Fall in Kauf nehmen. Das schadet der Wiedergabequalität in dieser Betriebsart allerdings in keinster Weise. Abschließend möchte ich als Kernqualität des ZEN Stream nochmals seine Vielseitigkeit hervorheben. Es gibt kaum eine Betriebsart, die er nicht beherrscht. Die Bedienung bleibt gleichzeitig unkompliziert und nutzerfreundlich. Die meisten Apps erkennen den ZEN Stream ohne weitere Umwege und können direkt losstreamen. Er zeigt, dass Musik nicht immer zwangsläufig direkt von einer Festplatte kommen muss, um wirklich gut zu klingen. Sogar in einer sehr hochwertigen Kette konnten Streaming-Dienste dank der handgroßen Portion ZEN nicht nur befriedigende Ergebnisse liefern, sondern eine echt Alternative zur Datenablage auf dem heimischen Hochleistungs-Musikserver darstellen. Schlussendlich skaliert sich die Spielkultur des Streamers mit der Qualität der ihn umgebenen Komponenten.

STATEMENT

Mit dem ZEN Stream erreicht die ZEN-Serie einen absoluten Höhepunkt. Alle von mir getesteten Produkte der Reihe waren unheimlich solide und gaben sich nicht mit dem Prädikat „Einsteigergerät“ zufrieden, sondern strebten nach Mehr. Diese Tendenz erfüllt der ZEN Stream nicht: Er strebt nicht nach mehr, sondern er selbst ist das berühmte „Mehr“. Aktuell ist er der Streamer schlechthin: vielseitig, laufstabil, schnell eingerichtet und mit sehr überzeugenden klanglichen Qualitäten – auch im WLAN-Betrieb. Ihn als Einsteigergerät zu bezeichnen wäre schlichtweg falsch. Auch für anspruchsvolle Stereosysteme ist er ein überaus geeigneter Spielpartner, der hier und da gefährlich nah an deutlich teurere Lösungen heranrückt.
Gehört mit Finn Corvin Gallowsky
Computer ThinkPad 470s, Intel i5-6300U @ 2,4GHz, 12GB DDR4-RAM @ 2400MHz, Windows 10 (Roon, foobar2000)
Router & Zubehör Fritzbox 7530, Netgear ProSAFE GS108 (mit Keces P3)
Server Melco N1 AH 60/2
Reclocker Mutec MC-3+ USB
DAC Mytek Brooklyn DAC+ (mit Ferrum HYPSOS), Soncoz SGD1 (mit ifi iDefender+)
Pre-Amp Violectric Pre V630
Endstufe NAD C 275BEE, IOTAVX PA3
Lautsprecher Magnat Quantum 807, Neumann KH 120 A
DAP HiBy R6 (HiBy Music App, BubbleUPnP, Qobuz), Smartphone Motorola One Zoom, 128GB, 4GB RAM, Android 9 (BubbleUPnP, Qobuz, HiBy Musikapp)
Kopfhörerverstärker iFi Micro iDSD Black Label
Kopfhörer Sennheiser HD 800 s
In-Ears & Zubehör Vision Ears VE6 X2, Etymotic ER4SR, iFi IE-Match
Kabel Boaacoustic, Sommer, Intona, Furutech, Audioquest, Belden, Glockenklang/Eupen
Gehört mit Wolfgang Kemper
Computer Intel Nuc Pentium Silver 1,5 GHz, SSD mit Linear-Netzteil, Daphile-Player 21.01 und Qobuz
Netzwerk Ansuz Acoustics PowerSwitch A2 mit Darkz-Resonance-Control C2T, Digitalz Ethernet Cable A2 und Audioquest CAT700 Carbon
Reclocker Mutec M-3+ Smartclock USB
DA-Wandler PS Audio Direct-Stream-DAC mit Sunlight
Vorverstärker Audio-gd Master 1 Vacuum
Endstufe für Bass: zwei Primare A-32, für Mittel-Hochton: Spectral DMA-100
Equalizer LA-Audio EQ231G für Bass
Lautsprecher Triangle Grand Concert
Zubehör Siltech Royal Signature Universal II USB, Habst DIII AES/EBU, Audioquest Jitterbugs, Wireworld Eclipse 8 Silver und Platinum Cinch und XLR, QED Genesis Silver Spiral und Supra XL Annorum LS mit Enacom LS, Audioquest Niagara 5000, Hurricane HC, Source und NRG-X2 Netzkabel, AHP Reinkupfer Sicherungen, Synergistic Research Quantum Blue Sicherungen, AHP Klangmodul Ivg, Furutech NFC Wandsteckdose, Raum-Absorber von Mbakustik und Browne Akustik, Franck Tchang Klangschalen
Möbel Creaktiv Audio mit Absorberböden, Finite Elemente Pagode, Audio Exklusiv d.C.d. Basis, Acapella Basis
Herstellerangaben
iFi ZEN Stream
Eingangsspannung DC 9V/1.8A-15V/0.8A (ZEN Stream)
AC 100 -240V, 50/60Hz (Netzteil)
Eingänge Wi-Fi, Ethernet, USB HDD
(Firmwareupdates über OTA und USB-C auf der Rückseite)
Formate PCM 384kHz
DSD256
voll MQA-kompatibel
Ausgänge USB3.0 (Type-A-Buchse) x2
S/PDIF (Coaxial)
Energieverbrauch Ohne Signal ~6W
Bei Maximalsignal ~10W
Abmessungen (BxTxH) 158x100x35 mm
Gewicht 578g
Preis 399 Euro

Vertrieb
WOD-Audio - Werner Obst Datentechnik
Anschrift Westendstr. 1a

61130 Nidderau
Telefon +49 6187 900077
E-Mail info@wodaudio.de
Web www.wodaudio.de


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