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Buchardt Audio S400 MKII

11.02.2022 // Dave Marras Grünwalds

Die Passiv-Membran verbessert nicht nur die Basswiedergabe, sondern ermöglicht auch eine äußerst nahe Platzierung an der Wand
Die Passiv-Membran verbessert nicht nur die Basswiedergabe, sondern ermöglicht auch eine äußerst nahe Platzierung an der Wand

Doch wie sieht es mit einem richtigen Live-Konzert aus? ACDC’s „Whole Lotta Rosie“, “Let there be Rock”, “Highway to Hell” und “TNT” vom 91-er LIVE-Album lassen mich vergessen, dass ich vor drei Jahren das letzte Mal auf einem Konzert vor Ort war. Lediglich im Bereich der Mitten sehe ich meine nur etwa halb so teuren Aperions im Vorteil, beim Bassdruck herrscht Pari, doch im Hochtonbereich und bei der brillanten Auflösung sehe ich die Buchardt S400 MK II klar im Vorteil. Die sind mit einem Preis von 2.000 Euro – und zehn Jahren Garantie – aber jeden Cent wert.

Weiter geht es mit elektronischen Tönen des britischen Electro-Punk-Projekts The Prodigy. Egal ob „Smack my bitch up“, „No good“ oder auch „Breathe“: Hier fühlen sich die Speaker zu Hause und können problemlos den nötigen Tieftondruck erzeugen. Man könnte fast meinen, dass hier etwas getrickst wird, um etwas mehr Volumen vorzutäuschen, doch dem ist nicht so. So verhalten sich die Buchardts stets ausgeglichen und neutral, im Hochtonbereich sogar eher zurückhaltend.

Blick hinter die Passivmembran: In der 1,5 Zentimeter dicken MDF-Gehäusewand befindet sich großzügige Luftkammern, um die Zirkulation der Schwingungen zu ermöglichen und die Tieftonwiedergabe zu verbessern
Blick hinter die Passivmembran: In der 1,5 Zentimeter dicken MDF-Gehäusewand befindet sich großzügige Luftkammern, um die Zirkulation der Schwingungen zu ermöglichen und die Tieftonwiedergabe zu verbessern

Nach den härteren Elektro-Beats ist ein vollständiger Stilwechsel angesagt. Mich zieht es hin zur Klassik: Haydn String Quartets, Op.20, Volume 1, Nos. 2,3 & 5. Bei diesem wunderschönen Werk stellt sich mir die Frage, ob Mads Buchardts neueste Entwicklung auch überzeugen kann, wenn die Basswiedergabe nicht im Vordergrund steht? Ein klares ja. Das Zusammenspiel aus Violinen, Bratsche und Cello überzeugt auf ganzer Linie. Die Streicher behalten Ihren gewohnten Glanz und die bereits erwähnte hervorragende Raumabbildung tut ihr übriges. Nach Haydn folgt Franz Schuberts „Ave-Maria“ gefühlvoll vorgetragen vom großen und einzigartigen Tenor Luciano Pavarotti. Auch hier zeigt die S400 MKII ihr Können: Unverfälscht wird jeder einzelne Laut des Maestros wiedergegeben und auch das einzigartige Vibrato beim hohen A ist zu vernehmen.


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