tests/23-11-07_holo
 

HoloAudio May KTE

07.11.2023 // Wolfgang Kemper

Schon seit geraumer Zeit gibt es die international renommierten Digital-Analogwandler von HoloAudio. Der niederländische Importeur und für ganz Europa zuständige Vertrieb, das Hifi-Studio Magna Hifi bei Alkmaar, hat uns nun das Spitzenmodell May mit Kitsuné Modifikation zum Test geschickt.

Als Testredakteuer lebe ich zuweilen gefährlich. Es passiert immer wieder, dass ein Testgerät das eigene Referenzgerät musikalisch derart in den Schatten stellt, dass man nach Rückgabe des Probanden das eigene Setup nicht mehr hören mag und den Testkandidaten besitzen möchte. So geschah es mir kürzlich mit den Ideon Audio Kombination aus Eos DAC, Streamer und Reclocker. Was gegen die Anschaffung der Ideon Eos Kombi sprach, war leider der Preis. Zudem mangelt es subjektiv an Ausstattung, die zwar für die übliche USB-Anbindung perfekt ist, mir persönlich jedoch zu wenig Anschluss-Optionen bot. Denn ich bin bekennender Fan von I2S-Verbindungen. Die sind jedoch ebenso selten wie technisch problematisch, da keine Norm der Kontaktbelegung besteht und darüber hinaus auch Kabellängen von über einem Meter sich klanglich deutlich negativ auswirken. Also begab ich mich auf die Suche.

Zwei gleich große Gehäuse beheimaten Netzteil und Wandler-Elektronik
Zwei gleich große Gehäuse beheimaten Netzteil und Wandler-Elektronik

Da schienen mir die Modelle des chinesischen Herstellers HoloAudio besonders interessant, da sie sich in von ähnlich ausgestatteten Mitbewerbern wie Denafrips und Audio-gd unterscheiden. Auch diese beiden chinesischen Marken gibt es in Deutschland nicht zu kaufen. Magna Hifi bietet aber auch seit vielen Jahren Audio-gd an und leistet einen ausgezeichneten Service, den ich für meinen alten D/A-Wandler auch vor Jahren mal in Anspruch genommen habe. Mein Röhrenvorverstärker, seit langem ein fester Bestandteil meiner Audio-Kette, stammt ebenfalls von den Niederländern. Die stellen mir nun das Top-Modell unter den HoloAudio D/A-Wandlern, den May KTE, zur Verfügung. KTE ist die Abkürzung für Kitsuné Edition und steht für ein vom US-amerikanischen Hifi-Fachhändler KitsunéHifi entwickeltes umfangreiches Tuning. Dies soll dem HoloAudio May KTE ein Maximum an Musikalität verleihen, verglichen mit den weniger aufwändigen Ausführungen May Level 1 oder May Level 2, die natürlich auch weniger kosten. Der Name Kitsuné bezieht sich auf eine mythische, japanische Fuchs-Kreatur, die aber auch in anderen Kulturen Bedeutung hat. Dementsprechend ziert ein Fuchs-Logo die Kitsuné Edition des May und auch dessen preisgünstigeren Ableger HoloAudio Spring KTE. In folgenden Punkten unterscheidet sich die May Kitsuné Edition laut Magna-Hifi Website von dem Standard Level 2:

  • zwei handgefertigte 100-Watt O-Typ-Transformatoren mit 1,5 Millimeter reinem Silberdraht statt des 6N-Kupfer-Flachdrahts bei den Ringkerntrafos
  • handselektierte DAC-Module mit den besten Messwerten sollen die Dynamik vergrößern
  • CNC-gefertigte schwarz/kupferne DAC-Modulabdeckungen mit lasergravierten KTE- Logos auf jedem Modul
  • rein versilberte und rhodinierte Faston-Stecker am IEC-Eingang
  • Red-Nano-Sicherung mit Gold/Silber, Graphen und Quarz-Filtermaterialien
  • KTE-Kondensatoren anstelle von Standard-Vishay-Kondensatoren, KTE-Kappen ersetzen die von Vishay bei den L1/L2-Modellen. Umfangreiche Tests bewiesen eine herausragende Stimmbildung und seien mehr als nur eine subtile Verbesserung gegenüber L1/L2
  • speziell angefertigte HoloAudio 1000-Volt-1-Mikrofarad-Kondensatoren ersetzen die Standard Mundorf-Evo-Silber/Gold-Kondensatoren

  • Soulnote A-2 ver.2

    Ist man, wie ich, seit zwei Jahren zufriedener und stolzer Besitzer eines Soulnote A2 Vollverstärkers, kann man durchaus unruhig werden, wenn da eine Version 2 auf den Markt kommt. Klingt diese nun besser? Sollte ich meinen A2 verkaufen, um den neuen zu erwerben? Lohnt das, und macht der Vorteil auch den Preisunterschied wett? Mein Soulnote A2 stand damals mit rund 7.000 Euro in der Preisliste. Sein Nachfolger A2 ver.2 ist exakt 1500 Euro teurer, also…
    14.04.2026
  • Unison Research Unico PRE v2 und Unico DM v2

    Unison Research? Genau, das sind doch diese schmucken Röhrengeräte aus Treviso mit den edlen Holzapplikationen am Gehäuse. Und stopp! Unisons neueste Vor-/Endstufenkombi hört auf die Namen Unico PRE v2 und Unico DM v2 und passt einfach in keine Schublade. Wir fühlen diesen Wandlern zwischen den Welten auf den hifidelen Zahn. Die neue Unico-Serie kommt in vollständig überarbeitetem Design daher. Sie besticht durch ihre sehr moderne Designsprache, die mir persönlich ausgesprochen gut gefällt, insbesondere in der…
    07.04.2026
  • SendyAudio Egret

    Der Egret ist schon der vierte Kopfhörer des chinesischen Herstellers SendyAudio, den audioNEXT-Geschäftsführer Carsten Hicking nach Gröbenzell schickte. Kein Wunder, dass ich gegenüber den Produkten der Marke inzwischen eine gewisse Erwartungshaltung entwickelt habe: Ich rechne mit einer Menge Hörgenuss zu einem eher moderaten Preis. Den SendyAudio Aiva, das erste Modell der Kopfhörer-Division der Sivga Electronic Technology Company Ltd., lernte ich vor fünf Jahren kennen: Er ist – zumindest nach High-End-Maßstäben – wirklich erschwinglich und verwöhnt…
    03.04.2026
  • SOtM sMS-2000

    Roland Dietl benutzt in seiner verzweigten Digitalkette einige SOtM-Produkte – sowohl eigenständige Geräte als auch Platinen, die der Hersteller auf seiner Webseite unter Accessories auflistet – und ist von ihrer Qualität rundum überzeugt. Ich halte es mehr mit klassischen Komponenten. In einer solchen hat SOtM jetzt seine besten Lösungen gebündelt. Der sMS-2000 ist ein Streaming Transport mit der Möglichkeit, SSD-Disks zu integrieren. Der Hersteller beschreibt die Komponente so: „Das Herzstück des sMS-2000 bildet das hochgelobte…
    31.03.2026
  • dCS Varèse – weitere Erfahrungen

    Während einer Präsentation bei Audio Reference vor den Norddeutschen Hifi-Tagen konnte ich erstmals dasStatement in High Fidelity neue Topmodell von dCS, den fünfteiligen Streamer/DAC Varèse, hören. Er klang einfach unglaublich gut – im wahrsten Sinne des Wortes. Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, meine Erfahrungen im Hörraum in Hamburg zu intensivieren. Bei der ersten Demonstration verglich Alasdair McDonald, der Export Sales Manager von dCS, den Varèse mit dem Vivaldi-Trio (https://www.hifistatement.net/tests/item/3591-dcs-vivaldi-master-clock-upsampler-und-apex-dac), das vor etwa drei Jahren…
    20.03.2026
  • Cayin Pearl 30d und Pearl 30c

    Auf der HighEnd 2024 präsentierte Cayin zum 30-jährigen Marken-Jubiläum die Pearl Modelle. Dazu gehören der D/A-Wandler Pearl 30d und der CD-Transport Pearl 30c. Beide imponieren nicht allein durch ihre prachtvolle Erscheinung. Auch technisch sind sie enorm aufwändig. Da stellt sich besonders die Frage nach der Relevanz eines solchen CD-Laufwerks. Die HighEnd liegt nun beinahe zwei Jahre zurück. Als Cayin Deutschland-Chef Thomas Deyerling im Januar meine Anfrage nach einem Test dieser Kombi positiv beantwortete, war ich…
    10.03.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.