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Keces S4 – Teil 2

26.12.2023 // Dirk Sommer

Ja, das Aufmacherbild haben Sie kürzlich an dieser Stelle schon mal gesehen. Den folgendenText kennen Sie aber gewiss noch nicht. Denn Carsten Bussler probierte weder den Eingang für die mit zwei Lichtquellen und lichtempfindlichen Widerständen arbeitenden DS-Audio-Tonabnehmer noch den Kopfhörerausgang aus. Das hole ich jetzt nach.

Carsten Bussler, eigentlich Hifistatements Röhrenspezialist, besaß lange Zeit ein kleineres Kopfhörermodell von Stax, verlor das Thema aber dann ein wenig aus den Augen, auch wenn kürzlich sein Interesse wiedererwachte: Momentan hat er zwei vielversprechende Vertreter dieser Gerätegattung zuhause. Für die Beschäftigung mit der Keces-Vorstufe hätte ich ihm natürlich den einen oder anderen Kopfhörer aus meinem Fundus zuschicken können, er wollte sich aber lieber nur auf ihm bestens vertrauen Terrain bewegen und überließ mir deshalb deshalb diesen Aspekt des Tests, da ich mich seit Jahen mit dieser Art von Schallwandlern beschäftige und mit dem SPL Phonitor x auch ein Vergleichsobjekt zur Hand habe.

Der Keces bietet für Kopfhörer nur diese vierpolige XLR-Buchse, die bei symmetrischen Ausgängen üblich ist
Der Keces bietet für Kopfhörer nur diese vierpolige XLR-Buchse, die bei symmetrischen Ausgängen üblich ist

Bei den photoelektrischen Tonabnehmern von DS Audio sieht es allerdings ein wenig anders aus: Da besitzt keiner von uns irgendwelche Erfahrungen. In Anbetracht der Tatsache, dass DS Audio die Spezifikationen für die benötigten Entzerrer veröffentlicht hat und nun immer mehr Elektronikspezialisten Phonoteile für diese besondere Art von Tonabnehmersystem anbieten oder zumindest ankündigen, wird es Zeit, dass sich auch Hifistatement dieses Themas annimmt. Doch dazu später mehr. Bleiben wir erst einmal beim Kopfhörerausgang des Keces. Der ist als vierpolige XLR-Buchse ausgelegt, was vermuten lässt, dass sich dahinter zwei symmetrische Verstärkerstufen befinden. Auf der Keces-Website findet sich keine konkrete Aussage zum Kopfhörerausgang, sondern lediglich die recht pauschale Angabe: Der S4 verfüge über einen „vollständig symmetrischen Aufbau und eine große Auswahl an symmetrischen (XLR) und asymmetrischen (RCA) Eingängen und entsprechenden Ausgängen“.

Jedenfalls gibt es beim Anschluss des Sendy Audio Peacock mit seiner symmetrischen Verkabeliung nicht das geringste Problem – im Gegenteil. Der Keces ist über die symmetrischen Audioquest Dragon mit der digitalen Wiedergabekette im Hörraurm, also konkret mit Chord Electronics' DAVE verbunden. Auf der LP Ruta And Daitya wäre „Sounds Of Peru: Submerge / Awakening“ das erste Stück der fast nie gehörten zweiten Seite. Deswegen überspringe ich in der digitalen Variante jetzt die vertrauten vier ersten Files. S4 und Peacock geben nicht nur Jack DeJohnettes Schläge auf die Tablas in einem virtuellen Raum präzise und dynamisch wieder, sondern, kurz bevor Keith Jarrett auf dem Flügel einsetzt, eine leichte Veränderung des Raumes. Hier hat der Toningenieur gerade die Regler für das zweite Instrument aufgezogen. Aber auch solche Feininformatioen lenken erfreulicherweise nicht von der Musik ab. Auf „Algeria“ wechselt Keith Jarrett zur Flöte und der rhythmische Drive dieser fast schon archaischen Instrumente lässt mich nicht eine Sekunde unberührt.


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