tests/25-10-07_ortofon
 

Ortofon MC X40

07.10.2025 // Carsten Bussler

Richtig spannend wurde es trotz all der interessanten technischen Details natürlich erst im praktischen Hörtest, welcher sich zu etlichen stundenlangen Sessions entwickelte, so sehr fesselte mich dieser Tonabnehmer. Das 2015er-Album Beneath The Skin von Of Monsters and Men, mittlerweile eine Art Teststandard für mich, berührte mich emotional wie selten zuvor. Nanna Bryndis Hilmarsdottir sang so facettenreich und klar, wie ich es selten zuvor gehört habe. Ihre Stimme war außerordentlich farbstark und kraftvoll, feinste Nuancen gerade bei Sibilanten waren blitzsauber und umschifften jede drohende Härte-Klippe sehr souverän. Auch Kernigeres wie „Thunderstruck“ der Jungs von AC/DC war wieder für die berühmte Luftgitarre gut, bei Bedarf holte das Ortofon MC X40 also auch den Rocker raus. Schnelle, spritzige und brettharte Gitarrenriffs gewannen durch das enorme Auflösungsvermögen. Mit humorloser Wucht und Kraft kamen die Bassläufe und Drums rüber, hier verzichtete das X40 auf die letzte Schwärze ganz unten im Keller zu Gunsten von Präzision und Schnelligkeit. Ich liebe das genau so!

Wie bei allen Modellen der X-Serie von Ortofon ist das für die Montage notwendige Werkzeug mit im Lieferumfang enthalten
Wie bei allen Modellen der X-Serie von Ortofon ist das für die Montage notwendige Werkzeug mit im Lieferumfang enthalten

Hinsichtlich der Raumabbildung ist mir im direkten Vergleich zum X10 beispielsweise aufgefallen, dass ich nun statt mittig im hinteren Drittel vor der Bühne eher weiter vorne platziert zu sein schien, die Bühne gewann im direkten Vergleich in allen Dimensionen, alle Musiker hatten enorm viel Luft zueinander, um ihr Spiel voll entfalten zu können. Detailreichtum und Spielfreude, famoses Auflösungsvermögen über den gesamten Frequenzbereich, Präzision im Tiefton: Das alles konnte das X40 eine signifikante Spur besser als der kleine Bruder X10.

In der Makroaufnahme schön zu sehen ist der Shibata-Schliff mit einem Nadelspitzenradius von sechs zu fünfzig
In der Makroaufnahme schön zu sehen ist der Shibata-Schliff mit einem Nadelspitzenradius von sechs zu fünfzig

Makroaufnahme, die zwote: Gut sichtbar ist die extrem saubere Ausrichtung der Nadel auf dem Nadelträger
Makroaufnahme, die zwote: Gut sichtbar ist die extrem saubere Ausrichtung der Nadel auf dem Nadelträger


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