Für ein Mehr an Klang sollte man sich allerdings den Abtastsystemen von Takumi zuwenden. Rik Stoet hat in Eigenentwicklung gleich eine Serie von fünf unterschiedlichen Moving-Coil-Systemen herausgebracht. Diese können jeweils einzeln oder gleich im Bundle mit dem Plattenspieler erworben werden. So sind die Systeme entsprechen preisgünstiger zu bekommen. Sie unterscheiden sich vor allem durch die Materialwahl des Nadelträgers, den Schliff des Diamanten und die Kupfer-Qualität der Spulen. Für diesen Test bekam ich drei der Systeme vom 3H Vertrieb zur Verfügung gestellt. Ich habe das AT-System aus- und das Kuro-System eingebaut und justiert. Das Kuro ist das zweitkleinste System der Serie. In seinem Aluminium-Gehäuse agiert ein elliptisch geschliffener Diamant, der ohne Einfassung direkt auf den Nadelträger geklebt ist, der aus Boron besteht. Der Nadelträger bewegt quadratische Spulen, deren Kupferdraht-Güte mit 4N OCC ausgewiesen ist: Also 99,99-prozentig reines Kupfer, das im „Ohno Continuous Casting“-Gieß-Verfahren hergestellt wurde, wodurch fast alle Korngrenzen im Kupfer beseitigt werden können.

Gehört habe ich den Takumi über den Roksan Artaxerxes X Phono-Vorverstärker, den Vorverstärker VTL TL 6.5, Quad II Röhrenmonos und Consensus Audio Lightning Lautsprecher. In dieser hochauflösenden Kette hört man deutlich den Unterschied zwischen dem Audio Technika und dem Takumi Kuro System. Zuerst legt Peter White mit dem Stück „If Ever“, erschienen auf dem Album Here We Go, los – und man erlebt genau jene agile, flotte und vitale Wiedergabe, die man mit einem Brettspieler assoziiert. Der Saitenartist aus dem kühlen Großbritannien huldigt dem warmen kalifornischen Sommersound. Peter White legt seine munteren, frei fließenden Gitarrenlinien über ein sanftes Streicherbett und wieselflinke Percussion. Alle Details werden mit dem TT level 2.1DC exakt wiedergegeben. Als zweites hörte ich Friedemann „Ein Samer Kauboj“ vom 2007 erschienen Album Saitensprung. Die nicht mehr ganz taufrische Aufnahme erfährt mit dem Takumi eine neue Lebendigkeit – für den Querfeldeinritt des „Ein Samer Kauboj“ hat Friedemann seine Gitarren „gebürstet, gesattelt und geritten“; sie klingen mit dem Takumi Kuro luftig, und die Aufnahme besitzt eine gute Tiefenstaffelung. Nach diesem schönen Hörerlebnis baute ich das Kuro aus und das Shiro ein. Dieses liegt preislich und klanglich in der Mitte der fünf Takumi MC-Systeme. Der Nadelträger ist ebenfalls aus Boron, der Diamant ist etwas feiner elliptisch geschliffen, der Kupferdraht der Spule besitzt eine Reinheit von 6N, also 99,9999 prozentig reinem Kupfer.

Die Qualität der Wiedergabe nimmt noch einmal zu. Zwar ist der Unterschied zwischen dem Kuro und dem Shiro nicht ganz so groß wie zwischen dem Audio Technika und dem Kuro, doch ist er bereits bei den ersten Takten von Gizelle Smith',„Agony Road“ auf dem Album Revealing, erschienen beim Label Jalapeno Music Publishing, zu hören. Die in Manchester geborene und aufgewachsene Sängerin/Songwriterin Gizelle Smith gelang als Leiterin der in Hamburg ansässigen Funk Band The Mighty Mocambos der Durchbruch. Kritiker und Musikliebhaber feierten sie sofort als „Golden Girl Of Funk“. Der spritzige und knackige Funk-Sound auf „Agony Road“ wird vom Takumi hervorragend transportiert. In Summe ist das etwas teurere Shiro im Vergleich zum Kuro höher auflösend, besitzt eine bessere Tiefenstaffelung und geht im Bassbereich etwas tiefer herunter.

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