Während einer Präsentation bei Audio Reference vor den Norddeutschen Hifi-Tagen konnte ich erstmals dasStatement in High Fidelity neue Topmodell von dCS, den fünfteiligen Streamer/DAC Varèse, hören. Er klang einfach unglaublich gut – im wahrsten Sinne des Wortes. Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, meine Erfahrungen im Hörraum in Hamburg zu intensivieren.
Bei der ersten Demonstration verglich Alasdair McDonald, der Export Sales Manager von dCS, den Varèse mit dem Vivaldi-Trio (https://www.hifistatement.net/tests/item/3591-dcs-vivaldi-master-clock-upsampler-und-apex-dac), das vor etwa drei Jahren bei mir im Hörraum zu Gast war, schon damals mit über 100.000 Euro in der Preisliste stand und mich klanglich derart beeindruckte, dass mein Kollege Wojciech Pacuła und ich es mit einem der beiden Statement in High Fidelity-Awards der German Edition 2023 auszeichneten. Nachdem man im Audio-Reference-Demo-Studio jedoch die Varèse-Kombination gehört hatte, drängte sich einem – ein wenig überspitzt formuliert – der Eindruck auf, mit dem Vivaldi stimme etwas nicht. Das neue Spitzenmodell war ihm in allen Hifi-Kriterien überlegen – nein, nicht nur kleines bisschen, sondern wirklich sehr deutlich. Vor allem waren es nicht die Einzeldisziplinen, in denen der Varèse – hier und im Folgenden steht diese Bezeichnung für das gesamte Fünferpack – glänzte: Die Musik erklang dank ihm einfach natürlicher, selbstverständlicher und echter.

Auf dem Sofa vor der absoluten High-End-Kette saß ich Anfang Februar natürlich nicht allein: Aber meiner Gattin und dem Kollegen Holger Biermann, die ja beide ebenfalls ihre Erfahrungen mit dem bestens renommierten und mit Preisen ausgezeichneten Vivaldi gemacht hatten, schienen die klanglichen Verbesserung beim Varèse ebenso wir mir schier unglaublich: Sollte es in der komplexen Kette irgendetwas geben, dass für diesen immensen Unterschied zu Ungunsten des Vivaldi mitverantwortlich war? Darauf angesprochen erzählte der Audio-Reference-Chef Mansour Mamaghani, dass es ihm beim ersten Vergleich der beiden Systeme im Hörraum von dCS genauso gegangen sei. Er lud meine Gattin und mich ein, den Vergleich noch im Februar in aller Ruhe zu wiederholen. Dabei ginge es natürlich nicht um einen Test, sondern lediglich um die Validierung der bei der allgemeinen Präsentation gewonnenen Eindrücke. Den logistisch keinesfalls leicht zu bewerkstelligen Transport der fünf großen Kartons und eine Beschäftigung mit dem Varèse in Gröbenzell – möglichst noch vor der High End in Wien – solle der Besuch keinesfalls ersetzten. Ein Angebot, das ich einfach nicht ausschlagen konnte.

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