tests/26-07-14_borresen
 

Børresen Acoustics T5 Silver Supreme Edition

14.07.2026 // Dirk Sommer

Einerseits war ich mit der Børresen 05 Silver Supreme Edition in meinem Hörraum wunschlos glücklich, andererseits begeisterte mich das Nachfolgemodell, die T5 SSE, schon bei ihrer Vorstellung damals noch in München allein durch ihr Erscheinungsbild: Die schwarze Hochglanzlackierung mit Karbonfaser-Applikationen wirkte einfach unheimlich elegant.

Aber natürlich geht es mir bei Lautsprechern nicht vorrangig um die Optik. Dass die Børresen 05 SSE solange bei mir zu Gast war und ich mich schon auf die T5 SSE freute, liegt an der doch recht ungewöhnlichen Bauform der beiden, bei der eines der vier Basschassis oben im Gehäuse montiert ist. Dadurch regt der unter der Dachschräge stehende Schallwandler meinen Hörraum im Tieftonbereich anders an als alle Lautsprecher, die bisher dort standen. Dass es in meinem klanglich ansonsten sehr stimmigen Arbeitszimmer ein Problem mit einem steilflankigen Einbruch um 64 Hertz gibt, hatte ich in einem Artikel zur Raumakustik vor nicht allzu langer Zeit ja schon beschrieben und auch, dass die Børresen 05 SSE ganz abgesehen von ihren sonstigen Meriten das Problem dank ihrer speziellen Chassis-Anordnung einfach verschwinden lässt. Das sollte bei der T5 SSE nicht anders sein. Neben den logistischen Herausforderungen gibt es noch eine kleine Unwägbarkeit beim Austausch der Fünfer: Wie man es schon vom Modellwechsel bei Autos her kennt, hat auch bei Børresen die aktuelle Version in allen Dimensionen im Verglich zum Vorgänger den ein oder anderen Zentimeter zugelegt. Die 05 SSE passte so gerade unter die Schräge. Bei der T5 SSE muss ich schlimmstenfalls bei der Ausrichtung minimale Abweichungen von der bisher bestens bewährten Position in Kauf nehmen.

Die elegante T5 SSE ist 1,66 Meter hoch
Die elegante T5 SSE ist 1,66 Meter hoch

Doch vor Anmerkungen zur Platzierung des Schallwandler im Raum und der Schilderung der ersten Höreindrücke mache ich üblicherweise die technische Besonderheiten eines Testobjekts zum Thema. Doch mit der üblichen Routine ist es bei der T5 SSE gleich aus mehr als einem Grund nicht getan: Zum einen verwendet Michael Børresen auch bei seinen Lautsprechern eine Reihe von Technologien zum Schutz vor hochfrequenten Störungen, die er für die Kabel, Ethernet-Switches und Stecker für freie Buchsen für Ansuz entwickelte: So habe ich „Analog Dither“, „Active Tesla Coils“ und „Anti-Arial & Resonance Coils“ schon beim Test des PowerSwitch D-TC und des D-TC Gold Signature beschrieben, während Roland Dietl ausführlich über seine Erfahrungen mit den Sortz berichtete. Auch Elemente zur Resonanzkontrolle wie die Darkz waren hier schon mehrfach Gegenstand der Betrachtung. Um ermüdende Wiederholungen zu vermeiden, werde ich im Folgenden nur die bei der T5 SSE zum Einsatz kommenden Ansuz-Lösungen nennen, sie aber nicht noch einmal detailliert beschreiben. Da kann ich nur auf die Eigeninitiative aller technisch Interessierten hoffen und auf die obigen Links verweisen.

Die Chassis werden auf die Schallwand montiert. Die Schallführungen werden aufgesteckt
Die Chassis werden auf die Schallwand montiert. Die Schallführungen werden aufgesteckt


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