Gegen solche leicht euphorisierte Schwärmereien hilft nur eins: der Vergleich mit anderen Kopfhörern und ein bekannter Test-Track wie der erste Satz von Schostakiwitschs Symphonie Nr. 15 mit dem Duisburger Philharmonischen Orchester unter Jonathan Darling. Dabei macht der Egret eine ausgesprochen gute Figur: Er differenziert die Instrumentengruppen sehr fein, verwöhnt mit einer reichen Palette an Klangfarben, ohne den nicht immer zurückhaltenden Hochtonbereich der Einspielung zu verrunden, bringt den rhythmischen Verve der Einspielung ansprechend rüber und lässt den Aufnahmeraum erahnen: von einer störenden Im-Kopf-Lokalisation keine Spur, und das, obwohl die Matrix des SPL noch gar nicht aktiviert ist. Beim Wechsel zum Peacock, SendyAudios Topmodell, fällt erst einmal auf, dass er ein gutes Stück schwerer ist als der Egret, der Tragekomfort ist dennoch bei beiden ähnlich hoch. Etwas Gewicht bringt der fast doppelt so teure Peacock auch ins Klangbild. Er verwöhnt mit etwas mehr Tieftonenergie und noch etwas geschmeidigeren Höhen. Dennoch lässt er den Aufnahmeraum minimal größer erscheinen. Trotzdem wirkt das Klangbild des Egret eine Spur offener. Abgesehen von der etwas ausgedehnteren Bühnendarstellung des Peacock, die ich als klaren Gewinn erachte, dreht es sich hier eher um Geschmacksfragen. Der Egret braucht sich hinter seinem großen Bruder keinesfalls zu verstecken.

Kurz sollte sich der Egret noch mit dem Dan Clark Audio Noire X messen, der aktuell mit 1250 Euro in der Preisliste steht. Dazu habe ich mal wieder Tord Gustavsens Album Changing Places und daraus „Deep In Love“ ausgewählt. Und das macht schnell klar, dass sich die beiden Kopfhörer an verschiedene Zielgruppen wenden. Auch wenn der Egret im Bassbereich keinesfalls übertreibt, wurde er wohl für Genießer angestimmt, die er mit angenehmen Klängen umschmeichelt, ohne irgendwelche Informationen zu unterschlagen. Der Noire X hingegen lässt einen keine Sekunde über die Qualität einer Aufnahme im Unklaren. Er ist ein perfektes Arbeitsgerät, der Egret eignet sich für hedonistische Zweck. Er macht einfach mehr Spaß.
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Gehört mit
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| Laptop | MacBook Air (M3) |
| NAS | Melco N1Z/2EX-H60 mit externem Audiaz-Linearnetzteil |
| Streaming Bridge | SOtM sMS-2000 |
| Upsampler | Chord Electronics M-Scaler mit Ferrum Hypsos |
| D/A-Wandler | Chord Electronics DAVE mit Linearnetzteil |
| Kopfhörerverstärker | SPL Phonitor x |
| LAN-Switch | Ansuz PowerSwitch D-TC Gold Signature |
| 10-MHz-Clock | SOtM sCLK-OCX10 mit Keces P8 |
| Kopfhörerverstärker mit DAC | Chord Electronic Mojo, Lotoo Mjölnir |
| Kopfhörer | Dan Clark Noire, Sendy Audio Peacock |
| Kabel | Audioquest Dragon HC, Tornado (HC), Ansuz Digitalz D-TC Supreme und Mainz D2, Audioquest Cinnamon USB und WEL Signature SPDIF, Habst USB Ultra III |
| Zubehör | AHP Klangmodul IV G, Audioquest Niagara 5000 und 1200, Synergistic Research Active Ground Block SE, HMS-Wandsteckdosen, Blockaudio C-Lock Lite, ADOT Medienkonverter (2x) mit Keces P3 und SBooster BOTW P&P Eco MKII, Singlemode-Duplex-Lichtwellenleiter |
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Herstellerangaben
SendyAudio Egret
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| Bauart | offen, ohrumschließend |
| Treiber | planarmagnetisch (Magnetostat) |
| Treibergröße | 98 x 84mm |
| Membran | Nano-Compound / mehrschichtiger Sandwich-Aufbau |
| Frequenzgang | 20Hz - 40kHz |
| Empfindlichkeit | 95dB ±3dB |
| Impedanz | 24Ω ±15% |
| Kabellänge | 1,8 - 2m |
| Kabelaufbau | Hybrid-Leiter (Furukawa OFC, versilbertes und vergoldetes Kupfer) |
| Anschluss | 4,4mm Pentaconn, Pentaconn auf Miniklinke Adapter |
| Gewicht | 430g |
| Preis | 880 Euro |
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Vertrieb
audioNEXT GmbH
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|---|---|
| Anschrift | Isenbergstraße 20 45130 Essen |
| Telefon | 0201 5073950 |
| info@audionext.de | |
| Web | www.audionext.de |
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