Auch technisch hat der Vollverstärker einige außergewöhnliche Lösungen zu bieten. Seine Power bezieht der kräftige Däne von Pascal-D-Verstärkermodulen der neuesten Version. „Es ist das gleiche Modul, dass wir auch in den beiden anderen Modellen der x88 Serie verbaut haben. Gespeist werden die Module von schnellen, rauscharmen Resonant-Mode-Netzteilen, die für unsere Class-D-Verstärker optimiert sind“, sagt Thyrrestrup. Die Kombination aus beiden würde ein sehr geringes Grundrauschen, eine niedrige Ausgangsimpedanz und optimale Kontrolle der Lautsprecher gewährleisten. Die aufmerksamen Ohren der Aavik-Entwickler hätten im Übrigen festgestellt, dass ihre Verstärker mit Class-D-Modulen häufig analoger klängen als übliche Class AB Amplifier.

Ein wesentliches Merkmal des I-288 ist seine unerschütterliche Ruhe, die er im Betrieb ausstrahlt. Dafür gibt es aus Sicht des Sales Managers zwei einleuchtende Gründe. „Bereits seit einiger Zeit arbeitet Michael Børresen mit sogenannten Teslaspulen, die zur optimalen Rauschunterdrückung im Verstärker eingesetzt werden. Im I-288 befinden sich 72 aktive und 168 aktive quadratische Teslaspulen. Diese entwickeln eine Gegenspannung zu jedem Spannungsrauschen und sorgen so dafür, dass Störgeräusche komplett eliminiert werden“, beschreibt Thyrrestrup die Wirkungsweise. Und warum das Ganze? Der Sales Manager sagt: „Unsere Haupttheorie ist: Wenn wir nur ein störendes Geräusch entfernen, dann wird das Hörerlebnis größer und man erhält mehr Klarheit und Transparenz in der Musik.“
Ein weiteres Feature, das für die Klangqualität des Aavik sorgen soll, ist die Dither-Technologie. Dither? Dafür brauche ich den Input des Experten. „Die Dither-Technologie stammt aus der Radartechnik. Auch mit dieser Technik, bei der ein pulsierendes Feld erzeugt wird, das dem Signal-Schmutz entgegenwirkt, wollen wir dafür sorgen, dass das Musiksignal frei von Störgeräuschen ist“, sagt Morten Thyrrestrup. Die effektive Rauschunterdrückungstechnologie kennt Michael Børressen aus seiner Ingenieurstätigkeit in der Hightech-Industrie bei Eurocom-Tech, einem Unternehmen, das Geräte für die Satelliten- und Seefahrtkommunikation herstellt. Er habe die Teslaspulen und Dither-Schaltkreise dort kennengelernt und sie mit ins Unternehmen gebracht. Die Aavik-Techniker haben sie verfeinert und für die Verstärker weiterentwickelt.
Die Front des Aavik vereint skandinavische Schlichtheit und Minimalismus. Das große, sehr übersichtliche Display zeigt im Betrieb die Quelle sowie die Lautstärke an. Per Touch können Standby, Mute und Source angewählt werden. Der große Drehknopf ist ein haptischer Genuss und bewegt sich satt und geschmeidig. Übrigens: Die oben erwähnten silberfarbenen Scheiben auf dem Gehäusedeckel erlauben es, andere Geräte wie Streamer oder DAC mit Darkz Gerätefüßen von Ansuz auf den Verstärker zu stellen. Auf der Rückseite finden sich fünf Cinch-Eingänge, ordentlich dimensionierte Lautsprecherklemmen für Kabelschuhe oder 4-Millimeter Bananas, Pre-Out, Main In, um die Vor- und Endstufen zu trennen, Low- und High Pass Outputs, um mit externen Power Amps die Bassfrequenzen oder Mitten und Höhen zu verstärken. Die RS-232-Buchse ist für Software-Updates. Außerdem gibt es zwei DC-Trigger-Ausgänge, mit denen über den I-288 Subwoofer oder externe Verstärker angesteuert werden können. Warum es keine XLR-Eingänge gibt, beantwortet Morten Thyrrestrup kurz und bündig: „Weil XLR nicht gut klingt. XLR wurde nicht für die kurzen Wege in der Hifi-Technik entwickelt, sondern für die Studio- und Bühnentechnik, wo lange Kabelwege benötigt werden. Dort funktioniert es auch. Nach unseren Erfahrungen klingen XLR-Verbindungen schlechter als Verbindungen mit RCA-Steckern.“
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