Auch wenn meine Analysis Audio Vollbereichsbändchen-Lautsprecher nicht der typische Spielpartner für einen Vollverstärker dieser Klasse sind, wollte ich gern wissen, wie der Virtus I4S mit ihnen zurechtkommt. Mit meinem Soulnote harmonieren sie bei dessen dynamischer und frischer Spielweise nur suboptimal, auch weil die Analysis Audio dynamisch im Vergleich zu den Phonar deutlich limitiert sind. Ich liege mit meiner Einschätzung, dass die ruhige Gangart des Canor hier passend sein könnte, richtig. Bei Bachs Brandenburg Concertos mit Sir John Eliot Gardiner und den English Baroque Soloists spielten der Virtus I4S und die Bändchen zusammen, als wären sie für einander geschaffen: Voluminös, strukturiert, energiegeladen und involvierend. Auch die Songs vom Album One Grass Skirt to London (Qobuz 48/24) von Malia beherrscht der Virtus: das Klavier konturiert und mit Korpus, die Stimme packend und realistisch. Der Virtus I4S zeigt auch hier seinen spezifischen Charakter, vor allem spielt er, ohne den Hörer anzustrengen, also ruhig und gelassen. Diese Gelassenheit ist oft Wohltat, manchmal wünsche ich mir aber zusätzlich doch ein wenig dynamische Energieentfaltung. Aber da muss man bei Canor dann doch ins höhere Regal greifen. Diese Hörerlebnisse zeigen, welch erfreuliches Potential vor allem im Canor Virtus I4S Vollverstärker steckt, den ich im Foundation Line Duo hinsichtlich seiner Fähigkeiten etwas oberhalb seines digitalen Partners einstufe. Darum ist mein nächster Schritt, die Phono-Stufe im I4S kennenzulernen. Dazu integriere ich den Virtus in meine große Anlage und höre mit dem Audio-Technica ART 20 Tonabnehmer per Kopfhörer. Die Auswirkung der Impedanzanpassung ist deutlich vernehmbar und ich entscheide mich für 100 Ohm bei 60 Dezibel Verstärkung. Der Klangeindruck lässt sich auch hier so beschreiben, wie ich ihn bei den Lautsprechern erlebte: Der Virtus I4S klingt schlichtweg schön und emotional mitnehmend. Mein GoldNote HP-10 Kopfhörerverstärker kann mehr, aber das, was der Virtus hier bei Herbst und Winter der Vier Jahreszeiten von Vivaldi mit der Academy of St.Marin-in-the-Fields mit Iona Brown zu Gehör bringt, ist ein Vergnügen. Die Qualitäten des fein auflösenden Tonabnehmers vermittelt er ganzheitlich, ohne dessen hervorragenden Detailreichtum zu analytisch abzubilden. Stets warm und geschmeidig wartet er auch jetzt wieder mit feiner Detailzeichnung auf. Bei den beiden benutzten Kopfhörern, die trotz ihrer Unterschiedlichkeit für mich eigentlich gleichwertig sind, hatte hier der klangfarbenstarke HEDD D1 die Nase vorn und war der Spielweise des Denon leicht überlegen. Beim Album Boys & Girl der Alabama Shakes hält der Virtus I4S mit deren manchmal etwas schepperndem Sound nicht hinterm Berg und kommuniziert diese Musik so mitreißend, dass ich gleich beide Albumseiten höre. Für Kopfhörerfans mag das Fehlen eines symmetrischen Anschlusses ein Defizit sein. Beim Canor Virtus A3 gab es beide Optionen. Damals schrieb ich, dass der A3 als Vollverstärker mit integriertem D/A-Wandler separate Einheiten überflüssig mache. Dabei bleibe ich auch trotz dieser erfreulichen musikalischen Erfahrung mit der Foundation Line. Der Virtus A3 belastet das Portemonnaie mit 700 Euro mehr und versprüht mit seiner optischen Erscheinung weniger Chic und Eleganz. Man spart andererseits ein hochwertiges Netzkabel sowie die Verbindung zwischen Verto und Virtus. Sollte man bei der Kaufentscheidung für das Canor Foundation Line Duo eine Alternative brauchen, kann ich den Canor Virtus A3 nur wärmstens empfehlen.
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Gehört mit
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| Streamer | Eversolo T-8 |
| Server | Dell G5 i7 mit Windows 11, AudiophileOptimizer 3.0, Roon Core |
| Switch | Chord Company English Electric 8 |
| DA-Wandler | PS Audio Direct-Stream-DAC mit Trafo-Tuning, Plixir Elite BDC Linearnetzteil für die analoge Sektion und Furutech Netzbuchse |
| Vollverstärker | Soulnote A-2, Pier Audio MS-880SE |
| Lautsprecher | Analysis-Audio Epsylon, Phonar Veritas P9.2 SE mit Sockel |
| Kopfhörer | HEDD D1, Denon AH-D7200 |
| Zubehör | Audioquest Diamond USB, Habst USB Ultra-3, JIB Boaacoustic Silver Digital Krypton AES/EBU und Black Edition Digital S/PDIF, Purist Audio Design Aquaeus Aureus Luminist Rev., oder HMS Armonia Carbon LS oder QED Genesis Silver Spiral, MudraAkustik Max Netzleiste und Netzkabel, AHP Reinkupfer- und Synergistic Research Quantum Blue Sicherungen, Raum-Absorber von Mbakustik und Browne Akustik, Audioquest Fog Lifters |
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Gehört mit Anlage für Kopfhörer und Phono
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| Plattenspieler | Brinkmann Bardo mit Performance-Netzteil, Tonarm Musical Life Conductor 10“, Audio-Technica AT-ART 20 |
| Kopfhörer-Verstärker | Gold Note HP-10 deluxe |
| Kopfhörer | HEDD D1, Denon AH-D7200 |
| Zubehör | Wireworld Eclipse 8 Silver und Platinum Cinch und XLR, Purist Audio Design Aquaeus Aureus Luminist Rev., Elementa Advance und Alzirr XLR, Audioquest Niagara 5000, Hurricane Source Netzkabel, AHP Reinkupfer Sicherungen, Synergistic Research Quantum Orange Sicherungen, AHP Klangmodul Ivg, Furutech NFC Wandsteckdose, Levin Design Vinylbürste |
| Geräte-Erdung | Huesmann Double-Earth-Conductor Copper Edition |
| Möbel | Creaktiv Audio mit Absorberböden, Finite Elemente Pagode, Audio Exklusiv d.C.d. Basis, Acapella Basis |
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Herstellerangaben
Canor Foundation Line Virtus I4S
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| Gerätekonzept | Vollverstärker |
| Stereo Ausgangsleistung | 2 x 120 Watt an 4 Ohm, 2 x 75 Watt an 8 Ohm |
| Kopfhörer-Ausgang | 6,3 mm Klinke: 580 mW an 30 Ω, 190 mW an 300 Ω |
| Verstärkung | 35,5 dB |
| Verstärkung Phono | MM 40-46 dB • MC 60-66 dB |
| Eingangsempfindlichkeit | 380 mV |
| Dämpfungsfaktor bei 1 kHz | 160 bei 4 Ω • 330 bei 8 Ω |
| Eingangsimpedanz | Cinch 50 kΩ • XLR 100 kΩ |
| Frequenzgang | 10 – 20.000 Hz (< -0,2 dB) |
| Analogeingänge | 1 x Phono Cinc, 2 x Hochpegel Cinch 1 x Hochpegel XLR |
| Analogausgang | 1 x Cinch variabel |
| Klirrfaktor | < 0,005 % bei 1 kHz, 5 W |
| Geräuschspannungsabstand | > 90 dB |
| TriggerAnschlüsse | 12V 1 x Eingang, 1 x Ausgang |
| Stromversorgung | 230 Volt, 50-60 Hz, 620 Watt |
| Abmessungen (B x H x T) | 430 x 75 x 310 mm |
| Gewicht | 12 kg |
| Farbvarianten | Bronze, Schwarz, Silber |
| Preis | 2800 Euro |
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Herstellerangaben (vom Autor ergänzt)
Canor Foundation Line Verto D4S
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|---|---|
| Gerätekonzept | Digital/Analog-Wandler |
| D/A-Wandler | 2 x ESS 9038 Q2M (Dual Mono) |
| Filtereinstellungen | 8 x Digitalfilter |
| Digitale Eingänge | 1 x USB-C (PCM bis 24 Bit/768 kHz, DSD DoP bis DSD256, natives DSD bis DSD512), 1 x AES/ABU (PCM bis 24 Bit/192 kHz, DoP DSD64), 2 x optisch (PCM bis 24 Bit / 192 kHz, DoP DSD64), 1 x koaxial (PCM bis 24 Bit/192 kHz, DoP DSD64), 1 x TV HDMI (PCM bis 24 Bit/192 kHz, DoP DSD64) |
| Analogausgänge | 1 x Cinch, 1 x XLR |
| Ausgangsimpedanz | Cinch 100 Ω, XLR 200 Ω |
| Ausgangsspannung | Cinch 2 V RMS, XLR 4 V RMS |
| Frequenzgang | 20 - 20.000 Hz / < -0,1 dB |
| Klirrfaktor | < 0,0005 % |
| Geräuschspannungsabstand | > 112 dB (A-wt) |
| Übersprechen | < -127 dB |
| Display | 18 cm (7") großes Touchdisplay |
| Trigger Anschlüsse 12V | 1 x Eingang, 1 x Ausgang |
| Stromversorgung | 230 Volt, 50-60 Hz, 30 Watt |
| Abmessungen (B x H x T) | 430 x 75 x 300 mm |
| Gewicht | 8 kg |
| Farbvarianten | Bronze, Schwarz, Silber |
| Preis | 2500 Euro |
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Vertrieb
IDC Klaassen International Distribution & Consulting oHG
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| Anschrift | Am Brambusch 22 44536 Lünen |
| Telefon | +49 231 22178822 |
| info@mkidc.eu | |
| Web | www.idc-klaassen.com |