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Ayon Spark V

25.08.2026 // Carsten Bussler

In vielerlei Hinsicht erinnerte mich der Spark V charakterlich an den eingangs erwähnten Ayon Crossfire Evo. Ohne mich in Details verlieren zu wollen, versuche ich kurz, die wesentlichen Unterschiede auf den Punkt zu bringen: Der Evo Crossfire ist in der Auflösung feinster Details noch ein wenig akribischer und in extremen Leistungs-Situationen noch etwas souveräner, bei Bedarf mit gnadenloser Schraubstock-Qualität im Tiefton. Der Spark V dagegen überzeugte mich durch etwas mehr spielerische Leichtigkeit und seinen federnden, farbstarken Bassbereich. Letzten Endes muss der persönliche Geschmack entscheiden.

Die vielfältigen Anschlussmöglichkeiten lassen keine Wünsche offen. Wer 16-Ohm-Lautsprecher sein Eigen nennt, klemmt diese an die Acht-Ohm-Anschlüsse
Die vielfältigen Anschlussmöglichkeiten lassen keine Wünsche offen. Wer 16-Ohm-Lautsprecher sein Eigen nennt, klemmt diese an die Acht-Ohm-Anschlüsse

Mit dem Beschreiben konkreter Musikbeispiele tue ich mich ja immer schwer. Am liebsten würde ich ganz darauf verzichten, bringt es dem Leser meines Erachtens doch nur einen wirklichen Benefit, sofern er meinen Musikgeschmack teilt. Im Moment ist mir wie so oft nach AC/DC, und zwar so ziemlich meiner ganzen Sammlung. Schließlich hätte ich mir gewünscht, AC/DC hätte seine Blues-Rock-Seite noch viel stärker betont: Stücke wie „Ride on“ (Dirty Deeds Done Dirt Cheap, Atlantic Records, 1976), „Down Payment Blues“ (Powerage, Atlantic Records, 1978) oder „The Jack“ (T.N.T., Albert Productions, 1975) sind zeitlose Klassiker, die niemals an Reiz verlieren. Der Spark V macht klar, wie ungemein energiegeladen und lebendig, mit blitzsauberen Sibilanten und tonalen Nuancen bei Vokalen, Konsonanten und Atemgeräuschen Bon Scott sang. Das beherrschen nur ganz wenige Verstärker. Und wieder wurde mir Bon Scotts viel zu früher Tod schmerzlich bewusst. Und ja, auch damals schrieb ich beim Artikel über den Evo Crossfire, dass ich mir gleich ein ganzes Bluesrock-Album in dieser Art gewünscht hätte.

Klar, der Spark V kann auch leichtere Kost. Von Coldplay fielen mir das Album Viva La Vida or Death And All His Friends sowie die zugehörige EP Prospekt´s March in die Finger (beide Parlophone, 2008). Das interessante „Strawberry Swing“, das mit an die späten Beatles erinnernden Hippie-Gitarrenklängen garniert ist, ist einer meiner Favoriten-Songs von Coldplay. Laut gehört, spielte dieser Song außerordentlich farbstark, mit feiner Diktion und perfekter rhythmischer Akkuratesse. Die Base Drum führte den gesamten Song an und es wirkte, als ob sie einen schläfrig singenden Chris Martin hinter sich herziehen musste. Solche Aspekte vermögen nur erstklassige HiFi-Komponenten ans Tageslicht zu bringen.

Unter dem Bodendeckel versteckt sich der blitzsaubere, platinengestütze Aufbau mit sehr hochwertigen Bauteilen wie zum Beispiel den MCap Supreme Kondensatoren von Mundorf. Als Lautstärkepoti kommt das klassische blaue ALPS zum Einsatz
Unter dem Bodendeckel versteckt sich der blitzsaubere, platinengestütze Aufbau mit sehr hochwertigen Bauteilen wie zum Beispiel den MCap Supreme Kondensatoren von Mundorf. Als Lautstärkepoti kommt das klassische blaue ALPS zum Einsatz


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