Norddeutsche HiFi-Tage 2020 – Teil 3

07.02.2020 // Finn Corvin Gallowsky

Unmittelbar vor der Messe hat Creaktiv den Vertrieb von Blockaudio übernommen. So finde ich bei Creaktiv nicht nur die brandneuen Racks der BoxITMove-Reihe, sondern auch die kürzlich von Dirk Sommer getesteten verriegelbaren Wandsteckdosen C-Lock und C-Lock Lite.

 

Mit eigenständigem Design warten die Lautsprecher Disa von Vikinsoundwave auf. Optisch stehen sie im harten Gegensatz zum Understatement der The Rose Endstufe und Vorstufe Pre 75 Special Edition von Danish Audio Design, klanglich allerdings fügen sich die Komponenten sehr gut zueinander.

 

Was ich im Raum von Klaus Wangens Firma Spaltart zu sehen und hören bekomme, ist ein einzigartiges Erlebnis. Die vorgeführten sehr eleganten Holzskulpturen sehen nicht im entfernteste nach Lautsprechern aus. Eher nach einem Musikinstrument, dem die Saiten verloren gegangen sind. Damit komme ich dem Kern der Sache näher, als zunächst angenommen. Denn genau wie der charakteristische Klang von Saiteninstrumenten hauptsächlich durch ihren Korpus geprägt wird, ist der Korpus auch in diesem Fall der Ursprung des Klangs. Die gesamte Frontplatte aus Spaltholz ist die Membran des Lautsprechers. Das klingt unglaublich und so, als könne es überhaupt nicht funktionieren, dennoch klingen die Holzlautsprecher unerwartet gut. Bedingt durch die Bauart strahlt der Lautsprecher in alle Richtungen ab und füllt den Raum auf sehr angenehme Art und Weise mit Klang und einem sehr beruhigenden Duft von Naturholz. Zwar klingt er anders als alle anderen Lautsprecher, die ich jemals gehört habe, aber auf seine individuelle Weise sehr faszinierend und urnatürlich, irgendwie vertraut, warm und schmeichelnd. Sogar die Hochtonwiedergabe bis zur Grenze des menschlichen Hörsinnes funktioniert tadellos. Verantwortlich dafür sind die zwei L-förmigen Schlitze auf der Vorderseite, die auf dem f-Schallloch von Streichinstrumenten basieren. Eine manuelle Ausdünnung des Spaltholzes auf der Rückseite der Schalllöcher und eine spezielle Montage der Treibereinheit auf der Innenseite der Frontplatte macht dies möglich. Ein Detailfoto hierzu finden Sie im Messebericht von Carsten Bussler. Jeder Lautsprecher ist somit ein Unikat. Diese aufwendige Anpassung ist nur von Hand möglich und die Erfahrung und Handwerkskunst von Klaus Wangen ist unabdingbar, um dies zu bewerkstelligen. Rund 7.000 Euro für ein Paar absoluter Unikate, in jedweder Hinsicht, ist meiner Meinung nach ein mehr als fairer Preis. Detailfotos finden Sie, wie erwähnt, im 1. Teil des Messeberichts von Carsten Bussler.

 

Saphir Audios Zweiwege-Lautsprecher Star überrascht mich mit einer sehr homogenen und energetischen Wiedergabe und moderaten Preisen. Mit Funier- und Schleiflackoberfläche kosten die Star 4.500 Euro, in Hochglanzlack 5.000 Euro. Den Transport des USB-Signals per S/PDIF an den X-Sabre Pro Wandler von Matrix Audio übernimmt ein X-SPDIF 2 gleichen Herstellers. Das Netzteil des Wandlers stammt von Keces, für die Endverstärkung zeichnet der Abacus Ampollo Dolifet für 4.500 Euro verantwortlich.

 


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