Norddeutsche HiFi-Tage 2020 – Teil 3

07.02.2020 // Finn Corvin Gallowsky

Matrix Audio und Keces treffe ich im Ausstellungszimmer von Robert Ross wieder. Dieser gibt mir den Tipp, beim Einsatz des X-SPDIF 2 (500 Euro) den IIS-Ausgang zu nutzen, da dieser nach seiner Erfahrung den anderen Ausgängen klanglich überlegen ist. Mit dem Matrix element X MQA (3.200 Euro) hat er einen Wandler/Streamer mit passendem Anschluss im Portfolio. Der kleine Keces Vollverstärker E40 hat meine Aufmerksamkeit in besonderer Form auf sich gezogen, denn im Vollverstärkersegment ist er ein Underdog. Das ist mir grundsätzlich sympathisch. Deshalb habe ich mir den kleinen E40 für einen Test gesichert. Der vollmundige Sound der schmalen Fonica M – passiv für 6.500, aktiv für 8.500 Euro erhältlich –lässt den ein oder anderen schon mal genauer hinsehen. Definitiv nicht zu übersehen ist hingegen der gewaltige Netzfilter Keces BP5000, der 4 Ausgänge mit insgesamt 3.800 Voltampere und zweimal zwei Ausgänge mit jeweils 600 Voltampere versorgt. Er kostet 3.200 Euro.

 

Bei Progressive Audio folgt ein Jahr nach der letzten Messe die Auflösung. Der Digital-Analog Wandler DAC 992 wandelt natürlich bis 384 Kilohertz. Die 382 Kilohertz auf dem Infoblatt aus dem letzten Jahr waren ein Druckfehler. Das Besondere an diesem Wandler ist seine stromgetriebene Ausgangsstufe. Mit ihrer Spannung von sechs Volt kann man Lautsprecher mit entsprechend hohem Wirkungsgrad sogar direkt ansteuern. Der Wandler kostet 7.500 Euro. Die ausgestellten Lautsprecher Extreme III sind passiv für 8.000 und aktiv für 12.500 Euro erhältlich. Wer neugierig geworden ist, kann sich die Lautsprecher samt DAC 992 am 21.02.2020 um 18 Uhr und am 22.02.2020 um 15:30 Uhr bei studio 45 im Breitenweg 57 in Bremen von Entwickler Ralf Koenen persönlich vorführen lassen. Eine Anmeldung unter der Mailadresse info@studio45.de ist erbeten.

 

Bei PS Audio, Synergistic Research, MSB Technology, Analysis Plus und Stereokonzept gibt es dieses Jahr, abgesehen von einer neuen orangenen Sicherung, nichts Neues zu sehen. Nach erster Einschätzung unseres Redakteurs Wolfgang Kemper, der sich eingehend mit den Sicherungen von Synergistic Research beschäftigt hat, lassen sich mit den Orange Sicherungen tatsächlich noch bessere Ergebnisse erzielen. Der Vertriebschef von Hifi2die4, Jürgen Sachweh, verrät mir, dass PS Audio an einem üppig ausgestatteten Vollverstärker schraubt. Man darf also gespannt sein. Die zur Abwechslung mal nicht superlativen Ankündigungen und Neuerscheinungen ändern allerdings nichts daran, dass die ausgestellte Kette genau so spielt: Superlativ.

 

Bei Melco hat sich ein Generationswechsel vollzogen. Das Feld der japanischen Musikserver wird jetzt angeführt vom N1Z/2EX-S40, dessen Innenleben im Erdgeschoss zu bestaunen ist. Er kostet 11.000 Euro. Er stellt mit zwei Zwei-Terabyte-SSDs die höchste Ausbaustufe der neuen EX-Serie dar. Für 5.750 Euro darf man den N1Z/2EX-H60 sein eigen nennen. Ebenso wie der mit 3.000 Euro günstigste Server N1A/2EX-H60 verfügt er über zwei 3-Terabyte HDD-Festplatten, ist jedoch deutlich aufwendiger konstruiert. Alle Modelle verfügen über die neue Melco Intelligent Music Library, kurz MIML, die deutlich umfangreichere Möglichkeiten zur Verwaltung seiner Musikdatenbank bietet. Außerdem neu ist der Ethernet-Switch S100 zum Preis von 2.000 Euro. Der N100, Melcos Einstiegsserver für 2.250 Euro, wird in der Ausstellung ergänzt durch ein externes Laufwerk D100 für 1.200 Euro und ein 3 Terabyte Erweiterungslaufwerk E100 für 1.300 Euro. Dass Lyngdorf nicht nur Elektronikexperte ist, beweist die Kombi aus den MH-2 Satellitenlautsprechern und Subwoofer BW-2 im Ausstellungsraum von Drei H. Sie spielen im Wechsel mit den Kompaktlautsprechern Studio von Monitor Audio. Angetrieben werden sie vom TDAI-3400 Vollverstärker, verdrahtet mit verschiedensten Kabeln der Chord Company. Als Musikquelle dient – natürlich – ein Melco-Server, und verschiedene Sbooster-Netzteile tun ihr übriges für eine eindrucksvolle Vorführung.

 


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