Dass das Preisgefälle zwischen der Acapella La Campanella (etwa 30.000 Euro) und dem MSB Premier DAC (30.000 Euro) zu den Monoendstufen Energèia Reference (etwa 260.000 Euro) nahezu den Faktor 10 betrug, lag schlicht und ergreifend daran, dass eine kleinere Endstufe sich noch in Entwicklung befindet. Wenn sie fertig ist, wird sie im ebenfalls ausgestellten Gehäuse Platz finden.
Die Resonanzbodenlautsprecher Symann Sounboards von Klavierbauer Michael Symann fallen auf jeder Messe auf. Dieses Jahr wurde mir neuerlich bewusst, wie faszinierend anders ihre Wiedergabe ausfällt. Instrumente erhalten eine greifbare, organische Komponente, die man in dieser Form von keinem anderem Audiosystem geboten bekommt. In jedem Lautsprecher sind insgesamt 6 Aktuatoren, jeweils drei untereinander auf der Vorder- und Rückseite, verbaut, die den Resonanzboden zum Schwingen anregen. Durch einen Materialverlauf von 9 bis 6 Millimeter und verschiedene Rippenkonstruktionen stimmt Michael Symann die Lautsprecher in Handarbeit ab. Über 10 Kilohertz unterstützt ein AMT mit vorgeschaltetem Kondensator. Das große, vorgeführte Modell DBS-170 kostet 19.000 Euro, ein kleineres Modell DBS-136 14.000 Euro.
Markus Schönrock zeigt den SonicThrone. In dem bequemen Sessel sind 11 Lautsprecher verbaut. Markus und sein Kompagnon Norbert Reinhard haben dabei Treiber gewählt, deren Qualitäten sie aus dem konventionellen Lautsprecherbau kennen und lieben. Für den SonicThrone sollten keine Kompromisse gemacht werden. Da alle Lautsprecher sehr nah um den Hörer platziert sind, spielen Raumeinflüsse kaum eine Rolle. Außerdem wird deutlich weniger Schall in den Raum emittiert als bei einer herkömmlichen Stereoanalage – ideal für Hörsessions am Abend, ohne die Familie, Nachbarn oder andere unfreiwillige Mithörer zu strapazieren. Die Bedienung über den Lautstärkeregler an der Armlehne ist intuitiv und klug programmiert. Es lassen sich außerdem verschiedene Hörsettings abrufen und die Intensität des unter 45 Hertz agierenden Shakers in der Rückenlehne anpassen. Dank des DSP-Kerns des SonicThrones kann nicht nur eine Abstimmung auf den eigenen Geschmack erfolgen, sondern es können beispielsweise auch Hörschwächen ausgeglichen werden. In dem auf der Messe gezeigten Grund-Setting, für das alle Treiber mit einem komplexen Mikrofonarray aufeinander abgestimmt wurden, konnte der SonicThrone bei mir Eindruck machen. Der „Early Bird“ Preis für die Lederausführung samt aller Elektronik und integriertem Streamer beträgt 15.000 Euro. So ist der SonicThrone sofort startklar. Eine HDMI-Buchse für die Gaming- oder Kinoeinbindung verlangt 350 Euro Aufpreis. Ein passender Fußhocker ist ebenfalls gegen einen Aufpreis erhältlich.
Zu Alders & Lange lockte mich die klare, ansprechende Formsprache und die Freude, eine Marke gefunden zu haben, die ich selbst noch überhaupt nicht kannte. Wie der Name schon sagt, ist die kleine Manufaktur ein Herzensprojekt von Martin Alders und Heiko Lange. Bisher umfasst das Portfolio mit dem Headman einen Kopfhörerverstärker mit einem Einstiegspreis von 6.250 Euro und die Vinyl-Engine ab 3.750 Euro. Beide Geräte können in verschiedensten Ausführungen gefertigt werden, der Kopfhörerverstärker beispielsweise mit oder ohne Equalizer. Beim Phono-Pre kann man wählen, ob man die Load-, Mode- und Gain-Einstellungen lieber auf der Front-, Rück- oder Unterseite hätte. Vertriebsleiter Daniel Jennen zeigte mir ein Phonoboard und wie es über einen Steckplatz mit verschiedenen Eingangs-Modulen erweitert werden könnte. Außerdem zeigt er die Phono-Einstellvariante mit Mikroschaltern auf der Unterseite.
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