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Firmenbericht ELROG und Interview mit Dr. Klaus Schaffernicht

10.01.2014 // Jürgen Saile
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Das Foto zeigt das fast fertig montierte Triodensystem: Die Kathode erkennt man an dem M-förmig aufgehängten Draht, die vier Fühler im oberen Teil stellen die Verbindung des Getters zur Anode her. Ebenfalls gut erkennbar ganz oben der Getterring, mit dem die Substanz aufgedampft wird. Rechts die aus einem massiven Block Graphit gefräste Anode
Das Foto zeigt das fast fertig montierte Triodensystem: Die Kathode erkennt man an dem M-förmig aufgehängten Draht, die vier Fühler im oberen Teil stellen die Verbindung des Getters zur Anode her. Ebenfalls gut erkennbar ganz oben der Getterring, mit dem die Substanz aufgedampft wird. Rechts die aus einem massiven Block Graphit gefräste Anode

Bei der 211 handelt es sich um eine ausgewachsene Senderöhre, als direkt geheizte Triode konzipiert. Vorteil direkt geheizter Röhren ist ihre bessere Linearität. Allerdings erfolgt die Emission bei den thorierten Wolfram Kathoden erst bei viel höheren Temperaturen. Für den Betrieb ist eine hohe Anodenspannung von über 1000 Volt erforderlich. Auch die benötigte Heizspannung von 10 Volt bei 3,25 Ampere ist nicht ganz ohne. Zudem ist für den besten Klang eine extrem saubere Heizspannung erforderlich, vorzugsweise Gleichstrom. Wechselstrom wäre natürlich ebenfalls möglich, aber bei der relativ hohen Spannung ist es ein Problem, den Brumm in den Griff zu bekommen – wie man bei manchen Geräteherstellern auch feststellen kann. Zudem ist die Röhre nicht ganz einfach anzusteuern, die Treiberröhre sollte eine niedrige Ausgangsimpedanz haben und einen Spannungshub von 150 Volt liefern können. Ansonsten definiert die insuffiziente Treiberröhre den Klang des Verstärkers und nicht die Ausgangsröhre. Alles in Allem, kein Spielzeug für DIY Anfänger.


Die Röhren werden komplett in Handarbeit hergestellt, jede Röhre hat eine individuelle Seriennummer, die auf einer Platte innerhalb der Röhre eingraviert ist
Die Röhren werden komplett in Handarbeit hergestellt, jede Röhre hat eine individuelle Seriennummer, die auf einer Platte innerhalb der Röhre eingraviert ist

Die Endkontrolle wird von Dr. Schaffernicht persönlich überwacht. Jede Röhre wird einem 25stündigen Einbrennvorgang unterzogen. Quelle: Thomas Mayer
Die Endkontrolle wird von Dr. Schaffernicht persönlich überwacht. Jede Röhre wird einem 25stündigen Einbrennvorgang unterzogen. Quelle: Thomas Mayer

Während des ausgedehnten Einbrennvorgangs werden die Röhren mit hohen Strömen betrieben. Damit sollen Reste von Gasmolekülen aus der Anode oder anderen Metallen freigesetzt und vom Getter aufgefangen werden. Quelle: Thomas Mayer
Während des ausgedehnten Einbrennvorgangs werden die Röhren mit hohen Strömen betrieben. Damit sollen Reste von Gasmolekülen aus der Anode oder anderen Metallen freigesetzt und vom Getter aufgefangen werden. Quelle: Thomas Mayer

 

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