Die Klangbibliothek 2.0 wächst (20)

04.09.2026 // Dirk Sommer

Vor rund vier Monaten testete Klaus Schrätz das Sumiko Oriole, und es gefiel ihm so gut, dass er unbedingt wissen wollte, was das Startling, das in der Firmen-Hierarchie über dem Oriole rangiert, mehr zu leisten in der Lage ist. Das muss einiges sein, denn in seinem Statement, weist er dem Starling einen Platz im oberen High End Kosmos zu.

Auch wenn wir gerne Aufnahmen mit zuvor beschrieben Tonabnehmern machen – nicht zuletzt, weil diese Rubrik wie wir Ihren Zuschriften entnehmen, viel Anklang findet – klappt das leider nicht immer. So habe ich beispielsweise das Vertere Ruby One wegen des größeren Angebots an passenden Abschlusswiderständen am Aavik Acoustics R-588 statt an Einsteins ansonsten bewährtem The Turntable's Choice getestet. Der R-588 verfügt aber leider nur über unsymmetrische Ausgänge, während die Nagra VI nur symmetrische Eingänge bietet. Ein Symmetrierer im Signalweg hätte die Vergleichbarkeit mit den Tracks, die mit dem Einstein aufgenommen wurden, noch weiter eingeschränkt, weshalb wir im diesem Fall lieber gleich auf die Produktion von Klangbeispielen verzichtet haben. Dass es keine Aufnahmen mit dem Sumiko Oriole gibt, hat hingegen logistische Gründe: Der Tonabnehmer kam zuerst nach Gröbenzell, wo er fotografiert wurde. Mit dem nicht eingespielten Oriole Tracks für eine Klangvergleich aufzunehmen, verbot sich von selbst, und nachdem der Kollege das System eingespielt und seinen Bericht verfasst hatte, musste das Sumiko zurück zum Vertrieb. Zu beiden Tests ist noch nachzutragen, dass bei Klaus Schrätz' Roksan Artaxerxes X mit Roksan ROK DS1.5 Netzteil ein Lastwiderstand von 100 Ohm eingestellt war, da Sumiko für das Oriole 60 oder mehr Ohm und für das Starling 100 oder mehr Ohm empfiehlt. Bei Einsteins The Turntable's Choice gibt es in diesem Bereich nur Stecker für Lastwiderstände von 85 und 150 Ohm. Ich habe die drei Songs daher aufgenommen, während bei Einstein der höhere der beiden Werte eingestellt war, bin mir aber sicher, dass das Starling die drei Stücke auch an einer Lastimpedanz von 150 Ohm zum Genuss macht.

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