
Die D/A-Wandlung übernimmt eine Entwicklung von Andreas Koch, der vielen Hifi-Fans durch seine bestens beleumundeten Playback-Design-Wandler und -CD-Player und vor allem durch das für die Produktion von SACDs für Sony erstellte Sonoma-Studiosystem bekannt sein dürfte. Hifistatement-Leser werden sich an seinen Beitrag in der Rubrik Grundlagen zur Zukunft des DSD-Formats erinnern.
Nagra verwendet die Schaltungen der zugelieferten, aber speziell für die Anwendung im neue DAC konzipierten Wandler-Platine nur partiell: Nach dem Delta-Sigma-Wandler geht es direkt in eine enorm aufwändige, von Philippe Chambon entwickelte Schaltung. Das Signal durchläuft hier einen Impedanzwandler, der keinerlei Strom- oder Spannungsverstärkung vornimmt, und gelangt danach zu einem sehr komplexen Zwischenübertrager. Schon das verwendete Eisen unterscheidet sich von den üblicherweise eingesetzten Sorten. Ein Resultat des Aufwands: Von zehn Hertz bis 100 Kilohertz soll der Trafo nahezu phasenlinear arbeiten. Von der Sekundärseite geht es dann weiter zu einer Militärversion einer ECC82-Röhre, die aber ebenso wie der Impedanzwandler weder verstärkt noch mit Gegenkopplung arbeitet. Die notwendige Verstärkung bewirkt einzig und allein der Zwischenübertrager. In der aktuellen Version wird das Signal über Kondensatoren von Mundorf ausgekoppelt, es laufen aber noch Experimente mit Zinn/Teflon-Kondendatoren, die eigens für Nagra gefertigt werden. Da die gesamte Schaltung unsymmetrisch ausgelegt ist, wird das Signal für die XLR-Buchsen der Serienversion ganz klassisch trafosymmetriert.
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