tests/19-10-08_audiopti
 

AudiophileOptimizer – Teil 1

08.10.2019 // Roland Dietl

Meist dauert es mehrere Wochen, um einen Testbericht zu schreiben, manchmal auch länger – dann wird unser Chefredakteur unruhig. Am Bericht über AudiophileOptimizer, eine Programm-Suite zur Optimierung von Windows-Betriebssystemen für die Musikwiedergabe, habe ich mehrere Monate gearbeitet und unseren Chefredakteur in die Verzweiflung getrieben!

Neue Betriebssystem-Versionen und die erst vor kurzem veröffentlichte Version 3.0 von AudiophileOptimizer während des Testzeitraums haben immer wieder zu Verzögerungen geführt. Beta-Versionen wollte ich nicht vorstellen, und alles sollte weitgehend ausgetestet sein. Am Ende erwies sich das ganze Vorhaben als wesentlich komplexer, als ich zu Anfang gedacht hatte.

Der Startbildschirm von AudiophileOptimizer
Der Startbildschirm von AudiophileOptimizer

Mittlerweile hat es sich herumgesprochen, dass auch das Betriebssystem entscheidenden Einfluss auf die mit einem Musik-Server zu erzielende Klangqualität hat. Auf einem normalen Computer muss sich die Audio-Wiedergabe die vorhandene Rechenleistung mit vielen anderen Programmen und Prozessen teilen. So laufen auf einem modernen Windows PC locker mal 80 oder mehr Prozesse und oft über 1000 Threads. Die Prozesse werden jedoch von der CPU des Computers nicht simultan verarbeitet, sondern jeder Prozess wird nach einer bestimmten Abarbeitungszeit unterbrochen. Dann ist der Prozess inaktiv und andere Prozesse sind an der Reihe. Erhält der Prozess nach einer Weile wieder seine CPU-Zuteilung, ist er erneut aktiv und setzt seine Arbeit fort. Das Hin- und herschalten zwischen den einzelnen Prozessen geschieht so schnell, dass wir davon nichts merken und glauben, die Prozesse würden gleichzeitig ausgeführt. Nur wenn mehrere Prozessorkerne vorhanden sind, können Prozesse und Threads echt gleichzeitig ausgeführt werden. Es bedarf keiner allzu großen Fantasie, sich vorzustellen, dass ein Computer umso besser für die digitale Audio-Wiedergabe geeignet ist, je weniger Rechenarbeit er für Prozesse aufwenden muss, die nichts mit Audio zu tun haben. Die Linux-Gemeinde hat das schon sehr frühzeitig erkannt und so gibt es eine ganze Reihe spezieller Linux-Versionen, wie zum Beispiel AudioLinux, die diesem Gedanken Rechnung tragen. Auch für Windows 10 ist das Internet voll mit Hinweisen und Anleitungen, das Betriebssystem entsprechend zu modifizieren und zu verschlanken. Um alle für die Audio-Wiedergabe unnötigen Prozesse in Windows 10 zu eliminieren, benötigen Sie nicht nur tiefgreifende Kenntnisse des Windows-Betriebssystems, sondern auch sehr viel Zeit. Grundsätzlich ist hier große Vorsicht geboten, denn wenn Sie den falschen Prozess in Windows 10 deaktivieren, kann ihr Computer instabil werden oder im schlimmsten Fall gar nicht mehr funktionieren. Man muss also schon sehr genau wissen, was man tut. Und wenn das nicht der Fall ist, dann fängt man damit besser erst gar nicht an, sondern überlässt diese Arbeit jemanden, der etwas von der Sache versteht – sprich einem Profi!

AudiophileOptimizer bietet drei verschiedene Modi zur Optimierung an
AudiophileOptimizer bietet drei verschiedene Modi zur Optimierung an


  • Waversa Isolator-Ext1

    Weder die CD noch Streaming machten es einfacher, auf höchstem Niveau Musik zu genießen. Man muss einen hohen Aufwand treiben, wenn die digitale der analogen Wiedergabe nahekommen oder sie übertreffen soll. Sobald Computer oder das Internet im Spiel sind, kämpft man gegen hochfrequente Störungen und Rauschen – zum Beispiel mit Waversas Isolatoren. Wer nur die Artikel an dieser Stelle über den Wrouter, den Wdac, den Wcore und den WsmartHub gelesen hat – die übrigens wegen…
    21.09.2021
  • Burson Funk

    Dies ist wohl ein eher ungewöhnliches Gerät: eine Kombination aus Kopfhörer- und extrem puristischem Vollverstärker. Darüber hinaus wird der Funk auch noch von einem externen Schaltnetzteil versorgt. Für mich ist die Beschäftigung mit so einem Kistchen wirklich nicht alltäglich – was aber keinesfalls heißt, dass ich keine Verwendung dafür hätte. Natürlich vergeht eine Menge Zeit beim Testen von Komponenten im meinem Hörraum. Aber auch wenn die Kette dort noch so gut klingen mag: In meiner…
    17.09.2021
  • Ferrum OOR

    Anfang des Jahres stellten Finn Corvin Gallowsky und ich Ihnen das erste Produkt von Ferrum vor: das Netzteil Hypsos, das Spannungen im Bereich von fünf bis 30 Volt bereitstellt und uns mit seiner Flexibilität und seinen klanglichen Auswirkungen auf die angeschlossenen Geräte überzeugte. Der Kopfhörerverstärker OOR ist nun Ferrums zweites Produkt. Unsere Begeisterung für das universell einsetzbare Netzteil – es deckt einen sehr großen Spannungs- und Leistungsbereich ab – hatte übrigens zur Folge, dass wir…
    14.09.2021
  • Amphion Argon 7LS

    Heute wird es auf den Spuren meines Namens finnisch. Der Standlautsprecher Argon 7LS der finnischen Firma Amphion ist in meinem Hörraum zu Besuch. Amphion baut schon seit über 20 Jahren HiFi-Lautsprecher, aktuell erregen ihre Studiolautsprecher allerdings mehr Aufsehen. Damit das nicht so bleibt, ist es Zeit für einen Argon-Test. Von immer mehr Kollegen aus der Tontechniker- und Künstlerwelt vernehme ich Begeisterung über ihre Studiomonitore von Amphion. Die Lautsprecher der Finnen, die für das Wohnzimmer konzipiert…
    07.09.2021
  • Audioquest Jitterbug FMJ

    Seit knapp sechs Jahren sind Jitterbugs feste Größen in meiner Kette. Einer sitzt zwischen Auralic Aries Femto und Mytek Manhattan II, der andere an einem USB-Eingang der TimeMachine. Inzwischen hat Audioquest sein Erfolgsmodel neu aufgelegt und mit einem Metallgehäuse versehen: den Jitterbug Full Metall Jacket oder kurz FMJ. Da in der Zwischenzeit die TimeMachine nicht mehr als Router fungiert, sondern lediglich der Datensicherung dient und sie ebenso wie der aktuelle Router per Lichtwellenleiter und ADOT-Medienkonvertern…
    03.09.2021
  • Auralic Altair G2.1

    Auralics Altair G2.1 schließt die Lücke zwischen dem preisgünstigen Altair G1, der Streamer, Server, Digital-Analog-Wandler und Vorverstärker All-In-One vereint und den Einzelkomponenten der G2.1 Serie. Der Altair G 2.1 besitzt zudem analoge Eingänge, sogar für Phono MM. Seine Ausstattung lässt kaum Wünsche offen. Fangen wir doch mal gleich mit Kritik an, oder, fairer formuliert, mit einem unerfüllten Wunsch meinerseits: Ich hätte lieber einen anpassbaren Phono-MC Eingang statt des Phono MM. Damit hätte ich das Thema…
    31.08.2021

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.