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RHA T10

15.03.2015 // Wolfgang Kemper

Mir war diese Firma nicht bekannt, bevor ich auf den Norddeutschen HiFi-Tagen den Stand von Digital Highend besuchte, deren Portfolio audiophile Größen wie Amarra oder Auralic beinhaltet. Nun sind die Produkte des schottischen Kopfhörer-Herstellers RHA auch in Deutschland zu haben

Der RHA T10 auf dem mitgelieferten Etui. Dem Klinkenstecker im Design angepasst ist die Kabel-Weiche ebenfalls aus Metall. Gut erkennbar ist auch der hautsympathische Überzug des flexiblen Ohrbügels
Der RHA T10 auf dem mitgelieferten Etui. Dem Klinkenstecker im Design angepasst ist die Kabel-Weiche ebenfalls aus Metall. Gut erkennbar ist auch der hautsympathische Überzug des flexiblen Ohrbügels

Es ist mir ein wirkliches Vergnügen, einmal wieder etwas probieren und hier beschreiben zu dürfen, was sich eine große Zahl von Lesern zu leisten bereit ist, wenn es ihnen denn gefällt. Der RHA T10 In-Ear-Hörer kostet 170 Euro und liegt damit im absolut erschwinglichen Bereich, gemessen an den Preisen, mit denen wir uns ansonsten konfrontiert sehen. Anders herum betrachtet positioniert dieser Preis einen In-Ear-Hörer schon im gehobenen Segment und dort hat sich der RHA gegen ein gewaltiges Angebot renommierter Hersteller durchzusetzen. Tun will er dies durch eine überzeugende Klangqualität einerseits und zu dem durch seine einzigartige, nie dagewesene Ausstattung. Unter den Modellen des Glasgower In-Ear Spezialisten RHA ist der T10 das Spitzenprodukt. Ihm zur Seite steht der T10i, welcher gegen einen Aufpreis von zehn Euro die für Handybetrieb sinnvolle Ausstattung mit Pegelstellung und Mikrofon bietet. Ob und inwieweit der T10i sich wegen dieser Features klanglich anders verhält, werde ich nicht prüfen, da mir ausschließlich der puristische T10 zur Verfügung steht. Diesen werde ich mit diversen Quellgeräten wie Handy, MP3-Player, Laptop und meinem Antelope DA-Wandler zu testen. Beim Öffnen der chic gemachten Verkaufs-Verpackung ist die Freude groß über eine Vielzahl von Ohrstöpseln aus Dual-Density-Silicon, Doppelflansch und Memory-Schaumstoff, die die individuelle Anpassung an des Hörers Ohr optimieren sollen. Eine derartig reiche Auswahl kenne ich von keinem andern Anbieter. Insgesamt sind es neun Paar Ohrstöpsel, die auf einem Metallträger griffbereit gehalten werden, dazu das zehnte Paar am Kopfhörer. Der Ohrstöpsel-Halter passt ebenso wie weiteres Zubehör prima in das mitgelieferte, schwarze Reisverschluss-Etui, was einen sicheren Transport gewährleistet. Ein einfacher, kleiner Clip kann verwendet werden, um das flexible 135 cm lange Kabel an der Kleidung zu befestigen.

Zusätzlich zu den Ohrstöpsel aus Silicon, die sich im Lieferzustand bereits auf den Hörern befinden, gibt es auf dem Präsenter neun weitere Paare in unterschiedlichen Formen und Materialien
Zusätzlich zu den Ohrstöpsel aus Silicon, die sich im Lieferzustand bereits auf den Hörern befinden, gibt es auf dem Präsenter neun weitere Paare in unterschiedlichen Formen und Materialien

Diesen habe ich gleich in der Verpackung gelassen und mich dem eigentlichen Knüller zugewandt: Auf einem kleinen massiven Edelstahl-Board bietet der Hersteller zwei Paar Hörer-Endstücke – als Tuning Filter bezeichnet – zum Austausch. Diese werden per Schraubgewinde auf diesem Board oder am Hörer befestigt und sind leicht und schnell auswechselbar. Die schwarze oder Kupfer-farbige Markierung macht erkennbar, um welches Filter mit welcher Charakteristik es sich handelt. Ausgeliefert wird der T10 mit dem linearen, silbernen Reference-Endstück am Edelstahl-Hörer. Dieses kann nun ganz einfach abgeschraubt werden und gegen das Filter mit Bass-Anhebung (schwarz) oder Höhen-Anhebung (silbern) ausgetauscht werden. Dabei kann man die Silikon-Adapter problemlos auf dem abgeschraubten Filterteil belassen. Denn auf dem Board ist ausreichend Platz, um sie hier wieder zur Aufbewahrung einzuschrauben. Bei der großen Auswahl von Silikon- und Schaumstoff-Ohr-Adaptern gibt es unter den Dual-Density-Silicon Stöpseln je zwei gleich große Paar. So besteht nicht in jedem Falle die Notwendigkeit, diese beim Tausch der End-Filter ebenfalls zu wechseln. Dadurch geht der Austausch erheblich schneller von der Hand; denn das etwas fummelige Ab- und Aufziehen der Stöpsel wird überflüssig. In der mehrsprachigen Bedienungsanleitung, die dem T10-Set beiliegt, sind Empfehlungen für bestimmte Musikrichtungen im Hinblick auf den Einsatz der End-Filter zu finden. Nach meiner Erfahrung sollte man denen jedoch nur bedingt Beachtung schenken. Die subjektive Einschätzung wird garantiert nicht schwer fallen und führt so von selbst zur richtigen Filter-Wahl. Aber dazu später mehr. Da ist das Aussuchen des subjektiv perfekten Ohrstöpsels etwas zeitraubender – bei der Vielfalt.

Die zwei deutlich für das linke und rechte Ohr gekennzeichneten Hörer aus Edelstahl flankieren hier das kleine Board, auf dem die zwei nicht genutzten Paare der Tuning-Filter zur Aufbewahrung eingeschraubt werden. Gut zu sehen sind die entsprechenden Farb-Codierungen. Hier fehlt das Reference-Filter, das an den Hörern im Einsatz ist
Die zwei deutlich für das linke und rechte Ohr gekennzeichneten Hörer aus Edelstahl flankieren hier das kleine Board, auf dem die zwei nicht genutzten Paare der Tuning-Filter zur Aufbewahrung eingeschraubt werden. Gut zu sehen sind die entsprechenden Farb-Codierungen. Hier fehlt das Reference-Filter, das an den Hörern im Einsatz ist


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