BETONart-audio Silenzio

09.06.2017 // Wolfgang Kemper

Die Silenzio von BETONart-audio ist eine Geräte-Basis aus Gussbeton. So einfach, wie sie aussieht, ist sie nicht. In ihr steckt mehr. Auf den diesjährigen Norddeutschen Hifi-Tagen gefiel sie mir so gut, dass ein Testbericht verabredet wurde.

Im Vorführraum von BETONart-audio in Hamburg war die Silenzio Basis nicht der einzige Star. Auch die dort spielenden Lautsprecher ließen aufhorchen. Boxen aus Beton sind die eigentliche Profession des Herstellers aus Leimen bei Heidelberg. Leimen dürfte den meisten von uns als Geburtsort von Tennis-Ikone Boris Becker ein Begriff sein. Der Name Betonart steht natürlich nicht von ungefähr. Er macht sofort klar, mit welchem Material Dipl. Physiker Jörg Wähdel und sein Team arbeiten. Unter den Lautsprechern befinden sich hoch interessante Modelle. Für einen ersten Testbericht dieser Marke waren sie mir aber doch etwas schwer. Mit zwölf Kilogramm Masse schien mir die Silenzio Basis da viel attraktiver. Sie interessierte mich nicht nur wegen ihres Material-Mixes, sondern überraschte mich auch mit dem Preis von 195 Euro. Dazu gefiel mir die Option der optischen Farbgestaltung für einen mäßigen Aufpreis. Es gibt eine Auswahl an Einfärbungen, falls man sich nicht für das unauffällige Grau entscheiden mag. Der Aufpreis beträgt nur 30 Euro. Die dezente Normal-Ausführung wirkt harmonisch mit dem üblichen Schwarz oder Silber der auf ihr zu platzierenden Audio-Komponenten.

Das schlichte Äußere der sauber verarbeiteten Silenzio-Basis erlaubt keinen Blick in das aufwändige Innenleben
Das schlichte Äußere der sauber verarbeiteten Silenzio-Basis erlaubt keinen Blick in das aufwändige Innenleben

Als Herr Wähdel und ich kurz nach der Messe den Test-Termin besprachen, wurde ich vor die Alternative gestellt, die Silenzio mit den bisher angebotenen Sorbothane-Füßen zu ordern oder die neue alternative Ausführung mit Spikes zu bestellen. Da ich ein Freund rigider Ankopplungen bin, entschied ich mich für die Spikes-Variante. Nach meiner Erfahrung dürfte diese für ein festeres, prägnanteres Klangbild sorgen als die auf Sorbothane-Füßen. Zugegeben, das war erst einmal etwas spekuliert, wurde mir aber von Herrn Wähdel beim Gespräch auf der Highend bestätigt.

Das Probieren und Bewerten einer Gerätebasis in meiner Anlage ist wahrlich kein leichtes Unterfangen. Eine zusätzliche Option mit den Sorbothane-Füßen hätte mir sicher den Schweiß auf die Stirn getrieben, obwohl deren Handhabung bedeutend einfacher gewesen wäre. Denn es ist verflixt kompliziert, eine Basis so mal eben zum Vergleich unter ein Gerät zu stellen, wenn die Spikes den Untergrund nicht beschädigen sollen. Da können dann Stahlplättchen die schonende Lösung für den Untergrund sein. Mit diversen Geräten habe ich die Silenzio ausprobiert. Wegen der Unmöglichkeit des zügigen Wechselns waren es Langzeittests, beispielsweise unter den D/A-Wandlern Audio-gd und Sonic Frontier. Mit diesen beiden Wandlern auf der Silenzio im Creactiv-Audio-Rack empfand ich die Musik als außerordentlich angenehm und stressfrei. Eine präzisere Beschreibung der klanglichen Unterschiede im Vergleich zur normalen Aufstellung ohne die Silenzio ließen sich aber nicht eindeutig und sicher formulieren.


  • Hijiri 'Takumi'

    Als ich mich vor etwa einem Jahr mit den Hijiri-'Nagomi'-Netzkabeln beschäftigte, musste ich den Rat des Herstellers, sie in einem mit Harmonix-Produkten getunten Raum zu verwenden, ignorieren. Dennoch hinterließen sie den allerbesten Eindruck. Da haben es die 'Takumi'-Kabel nun besser: Inzwischen ist Harmonix aus meinem Hörraum nicht mehr wegzudenken. Für alle, die den Bericht über die 'Nagomi' nicht gelesen haben, hier noch einmal kurz der Zusammenhang zwischen Harmonix und Hijiri: Beides sind Marken der Combak…
    07.08.2017
  • Sieveking Quantum Noise Resonator

    Der Quantum Noise Resonator gehört zu der Sorte von Geräten, die hitzige Diskussionen auslösen dürften, denn seine Wirkungsweise lässt sich mit der Schulphysik wohl nicht erklären. Ich sehe das vollkommen undogmatisch, schließe das Gerät an und höre – nichts! Ein Erfahrungsbericht mit einer Überraschung. Mit Jan Sieveking arbeite ich schon eine Weile zusammen. Wenn er über den Klang seiner Vertriebsprodukte wie etwa die feinen Lautsprecher von Verity, die schwergewichtige Vorstufe von AudiaFlight oder die Kabel…
    26.06.2017
  • Aqvox: Kleine Stecker, großer Klang

    Mit zwei neuen Produkten für den USB-Port verbessert Hi-End Spezialist Aqvox die Wiedergabe der Audio-Kette: Aqvox USB Detoxer Terminator QL1 und Aqvox USB Detoxer Terminator QL2. Die Aqvox USB Detoxer Terminator erfüllen mehrere Aufgaben, die für bessere Klang der Hifi-Kette sorgen: Sie verschließen offene USB-Eingänge mechanisch und elektronisch. Sie wirken gegen HF-Einstrahlung und Elektrosmog, entstören den USB-Bus und Stromfluss der USB-Daten-Ports, reduzieren Jitter auf den USB-Leitungen und optimieren und harmonisieren in Summe Signalfluss und Timing…
    08.06.2017
     
  • Harmonix „Tribute“ TU-800M und TU-812MX „Million“ Maestro

    Ed Doggen, der Inhaber des Harmonix-Vertriebes für Deutschland und Benelux, nennt die TU-800M im Pressetext „die beste Plattenmatte der Welt“, obwohl ihre Konstruktion den vollflächigen Kontakt zur LP unmöglich macht: eine skeptische Annäherung – in deren Verlauf ich dann noch die passende LP-Klemme bestellte. Ich gebe es gerne zu: Ich habe es nicht so mit vollmundigen Superlativen, und eine Plattenmatte, die wie die TU-800M mit ihren Streifen und Punkten aus Metall nur zu einem recht…
    20.01.2017
  • AudioMachina V8

    Daran, dass unscheinbare Teilchen einen beachtlichen klanglichen Effekt haben können, sind wir dank Jitterbug, iDefender3.0 und auch dank Audio-Exklusivs Silenthead längst gewohnt. Meist korreliert der Preis der Helferlein mit ihrer Größe. Aber AudioMachina bewegte sich noch nie auf ausgetretenen Pfaden. Das ist beim V8 nicht anders. Vor etwas mehr als anderthalb Jahren hatte ich das Vergnügen, erst die großartigen, teilaktiven AudioMachina Lautsprechersysteme Maestro GSE zu testen und etwas später während der hifideluxe ihren Entwickler, Dr.…
    09.01.2017
  • SMARTsylus mit mehr Zubehör

    Acoustical Systems liefert den SMARTstylus, die Einstelllehre für Azimut und den vertikalen Abtastwinkel, ab sofort mit einer beleuchteten Lupe mit zwei- und fünffacher Vergrößerung und ein ausführliches englischsprachiges Manual. Im Zuge der kontinuierlichen Optimierung des Angebots spendierten die Analogspezialisten aus dem bayrischen Rott ihrer 2015 vorgestellten und durchgängig positiv bewerteten Einstelllehre eine zehnseitige Bedienungsanleitung sowie eine Lupe, um die Justage-Arbeit zu erleichtern und zu präzisieren. Erfreulicherweise bleibt der Preis für den SMARTstylus bei 119 Euro.…
    20.12.2016