Mytek Manhattan II

21.08.2017 // Dirk Sommer

Seit mehr als fünf Jahren tummeln sich die in der Studio-Szene schon damals anerkannten Digital-Spezialisten von Mytek auch sehr erfolgreich auf dem Hifi-Markt. Mit dem Manhattan II begeben sich Michal Jurewicz und Marcin Hamerla nun auch in High-End-Gefilde – klanglich, optisch und mit Preisen bis zu 8500 Euro.

Mit dem ersten, noch für den Profi-Bereich konzipierten Stereo 192-DSD-DAC setze Mytek zumindest für mich einen Meilenstein in puncto Preis/Klang-Verhältnis. In Sachen Bedienungskomfort musste man allerdings den ein oder anderen Kompromiss in Kauf nehmen. Dann folgte Anfang 2015 der opulent ausgestattete erste Manhattan, der allein schon von seinem Erscheinungsbild eher einen Platz in den heimischen vier Wänden als im Studio beanspruchte, aber natürlich auch alles an Ausstattung bot, was für den professionellen Einsatz sinnvoll ist. Aber nicht nur, was Gestaltung und Verarbeitung anbelangt, sondern auch klanglich übertraf er den 192-DSD-DAC noch einmal deutlich. Das hatte natürlich seinen Preis: Der erste Manhattan kostete 4500 Euro und hatte damit immer noch ein ausgesprochen kundenfreundliches Preis/Klang-Verhältnis.

Geschmacksache: Die recht groben Punkte des Displays sich auch aus der Ferne gut zu lesen, wirken aber wenig elegant
Geschmacksache: Die recht groben Punkte des Displays sich auch aus der Ferne gut zu lesen, wirken aber wenig elegant

Und nun 8500 Euro? Gut, ich habe oben etwas plakativ den Preis für den Manhattan II in Vollausstattung genannt. Natürlich ist er dank besserer Bauteile kostspieliger als sein Vorgänger, aber in der Grundversion, wie sie sich gerade in meiner Kette einspielt, wird er für 6000 Euro angeboten. In Kürze wird man zusätzlich noch eine Roon-Ready-Netzwerk-Karte für 1000 und einen Phono-Einschub für MC- und MM-Tonabnehmer für 1500 Euro zum Manhatten II dazu bestellen können, um ihn zu einer kompletten digitalen und analogen Schaltzentrale zu machen. Nach den bisherigen Erfahrungen mit den in den USA und Polen entwickelten Wandlern darf man also davon ausgehen, dass auch der Manhattan II wieder ein attraktives Angebot sein wird.

Ich habe mich schon beim ersten Manhattan gefragt, wie man es hinbekommt, die Oberfläche der Tasten hundertprozentig passend zur Struktur der Frontplatte zu fertigen. Natürlich gelingt das auch beim Zweier perfekt und ist durch die unterschiedliche Farbgebung noch besser zu sehen
Ich habe mich schon beim ersten Manhattan gefragt, wie man es hinbekommt, die Oberfläche der Tasten hundertprozentig passend zur Struktur der Frontplatte zu fertigen. Natürlich gelingt das auch beim Zweier perfekt und ist durch die unterschiedliche Farbgebung noch besser zu sehen


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