NAD C 338 und Dynaudio Emit M 10

27.12.2017 // Matthias Jung

Dafür, dass der Verstärker laut NAD in „Hybrid Digitaltechnologie“ ausgeführt ist, ist er ganz schön undigital. Eine analoge Vorstufe sitzt vor dem Class-D-Endstufenmodul von Hypex. Dieses arbeitet mit Pulsweitenmodulation und ist damit eben auch noch ein Analogverstärker. Die Lautstärkeregelung erfolgt über einen Controller, hier muss fleißig gekurbelt werden oder man nimmt die Fernbedienung. Laut wird es erst auf den letzten Metern, dafür dann aber richtig. Egal, immerhin Bluetooth geht digital, es ist ein Wandler mit einer Auflösung bis zu 24 Bit/192 Kilohertz verbaut und eben die angesprochene Vorbereitung für das Streamen. Die Anzeige informiert über die jeweils gewählte Quelle und ob man den Bassboost eingeschaltet hat, der kleinen Lautsprechern im Tieftonbereich auf die Sprünge helfen soll. Wem das nicht reicht, kann über einen Subwoofer-Ausgang eine aktive Bassunterstützung ergänzen. Das ausgegebene Monosignal wird über 200 Hertz getrennt, einen schaltbaren Hochpassfilter für die Lautsprecherausgänge gibt es nicht.

Die digitalen und analogen Anschlüsse des NAD C 338 sind etwas wahllos angeordnet, auch die Bezeichnung nicht ganz stringent. Aber man wechselt ja auch nicht jeden Tag den Zuspieler, und Bluetooth geht ja auch ohne Kabel
Die digitalen und analogen Anschlüsse des NAD C 338 sind etwas wahllos angeordnet, auch die Bezeichnung nicht ganz stringent. Aber man wechselt ja auch nicht jeden Tag den Zuspieler, und Bluetooth geht ja auch ohne Kabel

NAD mach gar keinen Hehl daraus, das angesprochene Endstufenmodul beim holländischen Spezialisten Hypex dazuzukaufen. Dieses soll bei nominell eher niedriger Dauerausgangsleistung von 50 Watt pro Kanal an vier und acht Ohm dank eines sehr leistungsfähigen Netzteils kurzzeitig Spitzen bis zu 200 Watt raushauen können.

Gegen so viel Modernität wirken die Dynaudio irgendwie old school und anachronistisch. Ein kleiner Kasten mit Hoch- und Tiefmitteltöner auf der Vorderseite und Bassreflexrohr hinten. Mit einer Größe von 170 mal 292 mal 240 Millimetern (Breite mal Höhe mal Tiefe) ist die Emit M 10 sehr kompakt geraten, die Bestückung für die Gehäusegröße eher üppig. Ein 28-Millimeter-Gewebekalotten-Hochtöner und ein 15-Zentimeter-MSP (Magnesium-Silikat-Polymer) Tiefmitteltöner teilen sich den Platz auf der Vorderseite.

Trotz unscheinbaren Trafos gibt es dank Class-D ordentlich Dampf. Auffällig die diversen Hochfrequenzdrosseln, um hochfrequente Artefakte zu filtern. Sogar direkt an den Lautsprecherausgängen findet sich eine. Eine kompromisslose Umsetzung
Trotz unscheinbaren Trafos gibt es dank Class-D ordentlich Dampf. Auffällig die diversen Hochfrequenzdrosseln, um hochfrequente Artefakte zu filtern. Sogar direkt an den Lautsprecherausgängen findet sich eine. Eine kompromisslose Umsetzung


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