NAD C 338 und Dynaudio Emit M 10

27.12.2017 // Matthias Jung

Obwohl bei einem Preis von 610 Euro für das Paar natürlich gespart werden musste, erinnern die Emit M 10 an ihre größeren Geschwister aus alten Zeiten. Hier kommt nämlich die für Dynaudio traditionelle Weiche mit einer flachen Trennung zwischen Hoch- und Tieftöner mit einer Flankensteilheit von sechs Dezibel pro Oktave zum Einsatz, geglättet wird über Widerstände. Dass davon diesmal nicht ganz so verschwenderisch viele eingesetzt wurden, bezeugt der für Dynaudioverhältnisse noch ganz manierliche Wirkungsgrad von 86 Dezibel Schalldruck bei 2,83 Volt in einem Meter Abstand.

Die Verarbeitung des in weißer oder schwarzer Seidenmattlackierung erhältlichen Gehäuses ist makellos, im Gegensatz zur letzten Generation der Excite ist hier zumindest der Hochtöner komplett bündig eingelassen. Der Sparzwang zeigt sich dann doch noch bei den billig wirkenden Terminals für den Lautsprecheranschluss. Aber machen wir uns nichts vor, auch mit den fummeligen Drehknöpfchen kriegt man einen genauso guten Kontakt hin wie mit teureren, nur etwas mühsamer. Und wer Bananenstecker benutzt, der wird dies nicht mal bemerken. Schön auch die Abwesenheit von Bi-Wiring-Terminals. Da kommt man nicht auf die Idee, an dieser Stelle Geld für doppelte Kabel zu verbrennen, das an anderer Stelle in der Kette viel nutzbringender unterzubringen wäre.

Tiefmitteltonchassis der Dynaudio konventioneller Bauart, aber mit einer Membran aus Magnesium-Silikat-Polymer und großer Schwingspule
Tiefmitteltonchassis der Dynaudio konventioneller Bauart, aber mit einer Membran aus Magnesium-Silikat-Polymer und großer Schwingspule

Der optional erhältliche Ständer Dynaudio Stand 3X aus Aluminium ist hervorragend verarbeitet, stabil und sieht auch noch schick aus. Er unterstützt die kleinen Dynaudio im Gegensatz zu billigen Holzständern außerordentlich und ist mit einem Preis von 245 Euro nicht teuer und damit ein sehr empfehlenswertes Zubehör.

Die beiden Probanden werden erst einmal unabhängig voneinander gehört und anschließend als Kombination. Zuerst durfte die Dynaudio auf den Ständern Platz nehmen. Mit dem Abstand zur Wand kann man den Füllegrad steuern, mit dem Anwinkeln die Hochtondosis. In meinem Raum standen sie nach einigen Versuchen frei mit nur leichtem Einwinkeln in Richtung Hörplatz. Wobei das Nuancen sind, die im Hochtonbereich ein Indiz dafür sind, dass die Entwickler bei Dynaudio das Abstrahlverhalten gut im Griff haben.


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