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AudiophileOptimizer – Teil 2

11.10.2019 // Roland Dietl

Das Boot-Menü auf meinem Sony Notebook mit der Möglichkeit zwischen drei Betriebssystemen zu wählen
Das Boot-Menü auf meinem Sony Notebook mit der Möglichkeit zwischen drei Betriebssystemen zu wählen

Das Ergebnis kann ich an dieser Stelle gleich vorwegnehmen. Windows 10 Pro mit AudiophileOptimizer macht gegen die Server-Varianten, natürlich ebenfalls mit AudiophileOptimizer, keinen Stich. Instrumente gewinnen nochmals an Wärme und Körperhaftigkeit. Alles klingt wesentlich entspannter. Damit einher geht ein deutlicher Zugewinn an Transparenz und Klarheit. Hören wir das berühmte Konzert für Gitarre und Orchester, das „Concierto de Aranjuez“ von Joaquín Rodrigo, in der Aufnahme mit Pepe Romero und dem Orchester Academy of St. Martin in the Fields unter der Leitung von Neville Marriner (Joaquin Rodrigo: Complete Concertos for Guitar and Harp – Philips Classics). Die Sologitarre ist zu jeder Zeit klar vor dem Orchester platziert. Im ersten Satz mit seinen farbigen Rhythmen kontrastieren die hart angeschlagenen Saiten des Soloinstruments mit den kraftvollen Streichereinsätzen des Orchesters. Im langsamen zweiten Satz erklingt der nachdenkliche Dialog zwischen Soloinstrument und dem Englisch-Horn herrlich rund und einfühlend. Mit Windows 10 Pro an der einen oder anderen Stelle vorhandene Härten und unnatürlicher Glanz sind jetzt weitgehend verschwunden. Vergleicht man die Server-Versionen untereinander, tendiere ich an dieser Stelle klar zu Windows Server 2019, wobei die Unterschiede zwischen den Server-Versionen wesentlich kleiner sind als die gerade beschriebenen Unterschiede zu Windows 10 Pro. Deshalb kann man sich bei der Entscheidung durchaus davon leiten lassen, welche Server-Version man zu einem erträglichen Preis erstehen kann.

AudiophileOptimizer installiert auf Wunsch bei Windows Server 2019 wichtige Komponenten zum Betrieb von Roon nach
AudiophileOptimizer installiert auf Wunsch bei Windows Server 2019 wichtige Komponenten zum Betrieb von Roon nach

Ich will Ihnen an dieser Stelle nicht verschweigen, dass es bei allen drei Server-Versionen noch eine weitere Optimierungsstufe gibt. Das ist der der sogenannte Core Mode, bei dem die gesamte grafische Benutzeroberfläche nicht installiert wird. Die Vorteile dieser Magervariante sind mehr Sicherheit aufgrund der geringeren Angriffsfläche und ein geringerer Ressourcenverbrauch. Gerade letzteres macht den Core Mode auch für die Audio-Wiedergabe interessant.

Die spartanische Kommandozeilenebene im Core Mode
Die spartanische Kommandozeilenebene im Core Mode


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