tests/20-01-28_chord
 

Chord ÉTUDE

28.01.2020 // Peter Banholzer

Die beiden roboter-bestückten Platinen des innovativen Schaltnetzteils
Die beiden roboter-bestückten Platinen des innovativen Schaltnetzteils

Hat man alles richtig angeschlossen, eröffnet sich noch einmal eine andere Welt. Schon die Stereoversion der Étude hat mich begeistert, aber im Monobetrieb legt die Chord-Endstufe nochmals in allen Parametern spürbar zu. Die souveränere Kraftentfaltung nahm ich bei Bella Fleck and the Flecktones bei „Flight to the Cosmic Hippo“ auf dem gleichnamigen Album sofort wahr. Abgrundtiefe Bässe werden mit einer großen Selbstverständlichkeit produziert. Wenn man mit verbundenen Augen hören würde, dann hätte man das Gefühl riesige Endstufenboliden und nicht kompakt stylische Endstufen vor sich zu haben, die nicht viel Platz benötigen und den „WAF“ – woman acceptence factor – aufweisen.

Anspruchsvoll in der Wiedergabe ist „Heavy Hour“ des Jazzpianisten Misha Alperin vom Album Night. Die Musik ist sicher nicht jedermanns Geschmack, aber für Testzwecke hervorragend geeignet. Hier sind ein paar Passagen, wo Pauken mit wirklich extremen Druck körperlich spürbar sein sollten. Die Études im Mono-Betrieb bilden diese mit einer Lässigkeit ab, wie sie normalerweise nur ein riesiges Kraftwerk reproduzieren kann. Genauso beeindruckend ist die plastische 3-D-Wiedergabe bei „Calypso Minor aus Abdullah Ibrahims Album Sotho Blue. Punktgenaue Impulse im Raum und strahlende Blechbläser ergeben zusammen mit einer großen Dynamik eine tolle Live Anmutung.

Reinhard Meys Titel „Der Bruder“ vom Album Flaschenpost, sorgte für Atmosphäre und überzeugte mit authentischer Wiedergabe. Seine angenehme Stimme machte diesen Südstaaten-Sound über die Chord-Monos zum Genuss. Gänsehautfeeling lieferte auch Leonard Cohen mit dem Album Songs fort he Road und seinem Song „Suzanne“. Seine Stimme wird dabei auch in der richtigen räumlichen Höhe abgebildet. Darauf achte ich generell bei Stimmen. Meiner Erfahrung nach gelingt das nur Top-Audi- Komponenten. Zu guter Letzt dürfen die Études sich bei der Wiedergabe klassischer Musik beweisen. Ich wähle das Harmonia-Mundi-Album Vienne dans 1850 und höre „Schöne Ida“. Am liebsten möchte man bei diesen Tönen sofort Wiener Walzer tanzen. Die Chord-Electronis-Monos sind in ihrem Element und sprühen vor Spielfreude. Die räumliche Wiedergabe ist auch hier exzellent.

Die Audioplatine ist eng bestückt und äußerst kurze Wege sind damit garantiert. Acht Leistungs-MOSFETs - vier pro Kanal – sind direkt auf den ganz unten zu sehenden Kühlkörper montiert
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