tests/20-03-04_soul
 

Soul und Soul E

03.03.2020 // Wolfgang Kemper

Die Computer-Technik ist schnelllebig, So ist aktuell der Soul M, anders als das damalige Testgerät, mit einer Zwei-Terabyte SSD bestückt. Ebenso wie seinerzeit die Hybrid-HD, ist auch diese SSD sorgsam ausgesucht. Dabei ist als Selektionskriterium wichtig, dass das Speichermedium keine Stromspitzen generiert, sondern möglichst gleichförmig vom Netzteil seinen Strom abfordert. Inzwischen ist auch das SSD-Modul für das Betriebssystem von 32 Gigabyte auf 64 Gigabyte gewachsen. Das Betriebssystem selber erfährt im Laufe der Jahre auch seine Upgrades, wird jedoch stets über die Bedien-Software aktualisiert, so dass auch ältere Soul M auf dem neuesten Stand gebracht werden können. Wahlweise lässt der Soul sich über die eigene Web-Bedienoberfläche, UpnP oder, wenn gewünscht, als Roon-Server bedienen. Dabei bietet, so der Entwickler, die eigene Lösung klangliche Vorteile. Richtig gut finde ich die Möglichkeit, zu der zwei Terabyte SSD eine oder auch zwei HDD oder SSD beliebiger Kapazität in der 2,5-Zoll Bauform hinzufügen zu können, oder aber eine 3,5-Zoll Harddisk beliebiger Speichergröße. Diese sind jederzeit nachrüstbar und damit ist auch für große und wachsende Musik-Sammlungen reichlich Platz vorhanden. Zusätzlich lassen sich diese Festplatten gegen einen Aufpreis von ungefähr einhundert Euro je Einheit zur Qualitätssteigerung galvanisch trennen.

Rechts ist das Anschlussterminal des integrierten Soul M gut zu erkennen
Rechts ist das Anschlussterminal des integrierten Soul M gut zu erkennen

An der Front des klassisch proportionierten, massiven Metall-Gehäuses hat das Drei-Mann-Team aus Cliff Baier, Ralph Dörfler und Duc Bach originelle Ideen realisiert. So findet sich zentral nur der Drehknopf zur Lautstärke-Einstellung, der im eingeschalteten Zustand mit einem über die Fernbedienung dimmbaren, orangen LED-Kranz umgeben ist. Dieser indiziert die 1,5-Dezibel-Schritte der über CMF55-Festwiderstände per Relais präzise gesteuerten Pegelregelung. Der Einschaltknopf und der haptisch gleichartige Taster für die Wahl der vier dem Vorverstärker zur Verfügung stehenden Eingänge befinden sich, von vorn unsichtbar, unten hinter der leicht überstehenden Frontplatte. Sobald der Soul mittels dieses harten Netzschalters aktiviert ist, leuchtet nicht nur der LED-Kranz orange. Eine weitere orange LED beleuchtet die Standfläche des Soul. Mit gleichartiger, indirekter Beleuchtung ist der Tonquellen-Wahltaster gekoppelt. Der wechselt seine Farbe von Orange für den internen Server auf blau, grün oder weiß für die anderen, externen Quellen. Das sind der analoge Cinch-Eingang, ein Toslink-Eingang, der sich auch für den brummfreien Anschluss von TV-Geräten oder Festplattenrekordern nutzen lässt. Die puristische I2S-Schnittstelle erlaubt die Anbindung zum Beispiel eines CD-Laufwerkes wie die von mir kürzlich getestete Pro-Ject CD Box RS T.

Von nicht zu unterschätzendem Nutzen ist, dass der norddeutsche Hersteller des Soul die Kontaktbelegung des I2S-Eingangs, die ja nicht verbindlich festgelegt ist, bei Bestellung des Soul passend zum CD-Laufwerk beschalten kann. Überhaupt gehört, auf Kundenwunsch die optimale Einrichtung des Soul auf die heimische Umgebung per Teamviewer-Zugriff zum kostenlosen Service. Cliff Baier sieht den I2S-Eingang allerdings in erster Linie für den Anschluss des Audiobyte Hydra Z, der den Anschluss eines Musik-Computers an den Soul ermöglicht, ihn galvanisch entkoppelt neu taktet und musikalisch verbessert, wie im Test von Matthias Jung zu lesen ist.

So ist der Soul M integriert
So ist der Soul M integriert


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