tests/20-03-04_soul
 

Soul und Soul E

03.03.2020 // Wolfgang Kemper

In der Blacklist lassen sich Musiktitel ausschließen
In der Blacklist lassen sich Musiktitel ausschließen

Der Zugriff auf die Bibliothek und das Streaming-Portal Tidal erfolgt über die mit jedem Internet-Browser aufrufbare Bedien-Software direkt, also ohne die zusätzliche UPnP-Ebene, was klangliche Vorteile bietet. Der Zugriff per beliebiger UPnP Software ist ebenfalls möglich. Der puristische, direkte Weg ist auch für das Portal Highresaudio.com in Kürze erhältlich und für Amazon HD-Music in Vorbereitung. Qobuz macht aktuell diesbezüglich Probleme und ist nur per UPnP erreichbar. Das ist zwar weniger perfekt, aber auch nicht anders als bei bekannten noblen und teuren Musikservern. Als Qobuz-User habe ich diesen Weg genutzt und war von der Klangqualität nie enttäuscht. Dabei erwähne ich aber gerne, dass ein von Qobuz gestreamtes Musikstück in meiner Kette nicht ganz das klangliche Niveau besitzt wie das von Qobuz gekaufte und auf dem Server befindliche Pendant. Über die Vielseitigkeit der Software will ich mich im Text nicht weiter auslassen. Das wäre zu wenig nachvollziehbar und wohl auch langweilig. Einige Screenshots geben jedoch Einblick. Die Bedien-App arbeitete flüssig und ohne Abstürze und erschloss sich in ihren Funktionen auch weitestgehend intuitiv. An einer Bedienungsanleitung für die Software arbeitet Cliff Baier aktuell. Erwähnen möchte ich, dass auch der Zugriff auf Radio-Sender im Internet möglich ist. Lobenswert ist hierbei die Option, die Sender nicht nur nach dem Genre, sondern auch nach Qualität zu filtern, so dass man sich nicht über die oft ganz miserablen Qualitäten ärgern muss.

Ansicht des Filemanagers
Ansicht des Filemanagers

Auch wenn Cliff Baier sein Geheimnis um den eingesetzten D/A-Wandlerchip bewahren möchte, ist es gut zu wissen, dass DSD bis 256 im DAC verarbeitet wird. Der Soul Server reicht sogar DSD512 nativ weiter, falls man einen dazu fähigen, externen DAC einbinden möchte. Das digitale Signal wird zuerst mit der Low-Jitter-Clock des Amanero-Moduls getaktet, das beim Soul in den Schaltungsaufbau der Hauptplatine integriert ist und sich nicht, wie sonst vielfach üblich, auf einer separaten Amanero-Platine befindet. Diese wegen der Lizenz kostspieligere Lösung lag den Entwicklern aus qualitativen Gründen am Herzen. Vor dem eigentlichen D/A-Wandler erfolgt eine galvanische Isolierung, nach der das Signal erneut durch zwei Ultra-Low-Jitter-Clocks getaktet wird. Der DAC arbeitet im Non-Oversampling-Modus. In der Strom/Spannungs-Konvertierung werden hochwertige Z-Folien-Widerstände eingesetzt. Ebenso wie die Endstufe Soul E steht der Soul auf vier eigens entwickelten, schwarzen Kunststofffüßen. Neben den analogen RCA-Eingängen auf der Rückseite des Soul gibt es die Ausgänge zur Ansteuerung von Endverstärker oder Aktiv-Lautsprechern, und zwar symmetrische wie auch unsymmetrische. Der Soul ist symmetrisch aufgebaut, was auch für die Endstufe Soul E gilt. Somit ist in dieser Konstellation die symmetrische Verbindung eigentlich obligatorisch, zumal der Endverstärker Soul E ausschließlich den symmetrischen XLR-Eingang bietet. Wer aus welchem Grund auch immer Cinch benutzen will oder muss, darf dies gerne tun.

Hier der Inhalt im Filemanager von Ordner „A“. Gregory Porter ist hier fehl am Platz – menschliches Versagen, denn die Zuordnung in die Ordner geschieht manuell und nicht nach Tags. Die Musikbibliothek arbeitet intern nach Tags
Hier der Inhalt im Filemanager von Ordner „A“. Gregory Porter ist hier fehl am Platz – menschliches Versagen, denn die Zuordnung in die Ordner geschieht manuell und nicht nach Tags. Die Musikbibliothek arbeitet intern nach Tags


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