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Jeff Rowland Design Group Corus, PSU und Model 625 S2

05.05.2020 // Dirk Sommer

Nach ein paar weiteren Stücken, die die ersten Eindrücke bestätigen, übernimmt dann die Power Storage Unit die Stromversorgen der Corus. Schon nach wenigen Takten ist klar, dass die Vorstufe noch mehr zu bieten hat, als sie eingangs offenbarte: Die reine Energie aus der Vielzahl von Superkondensatoren verhilft der Corus zu einer noch weiter ausgedehnten Bühnendarstellung, einem noch ruhigeren, schwärzeren Hintergrund und minimal wärmeren und kräftigeren Klangfarben. In puncto Räumlichkeit erreicht Jeff Rowlands nun auch mindestens das extrem hohe Niveau, auf dem die Einstein-Vorstufe agiert. Aber ich werde mich weder weiter mit dem Schaltnetzteil der Corus noch mit kleinlichen Vergleichen aufhalten, sondern endlich auch das Model 625 Series 2 ins Spiel bringen.

In der PSU liefern drei Schaltnetzteile die Energie für die Steuerungselektronik und die beiden Signalplatinen. Der Strom für diese wird in den beiden Kondensatorbänken zwischengespeichert
In der PSU liefern drei Schaltnetzteile die Energie für die Steuerungselektronik und die beiden Signalplatinen. Der Strom für diese wird in den beiden Kondensatorbänken zwischengespeichert

Erst einmal tue ich das theoretisch: Die 625 ist eine Stereoendstufe, bei der ein Schaltnetzteil die Energie für eine klassische analoge Endstufenschaltung in symmetrischem Aufbau bereitstellt. Zur Stromversorgung und zur Verbindung der Endstufentransistoren mit den jeweils zwei Paar Lautsprecherklemmen von Cardas kommen sogenannte Copper Bus Bars, also kupferne Leiterschienen zum Einsatz. Diese sollen nicht so anfällig für HF-Einstreungen sein wie Kabel und stabilisieren zudem die keramischen Leiterplatten. Im Eingang sorgen natürlich speziell angefertigte Lundahl-Übertrager – in diesem Fall mit hochreinem Cardas-Kupferdraht gewickelt – für Schutz vor HF-Verunreinigungen im ankommenden Signal und dafür, dass auch bei der Verwendung von symmetrischen Kabeln und Adaptern für die XLR-Eingänge keine Lautstärkeunterschiede im Vergleich mit symmetrischen Verbindungen auftreten.

Jede der beiden Signalplatinen wird von zwölf dieser Superkondendatoren gespeist
Jede der beiden Signalplatinen wird von zwölf dieser Superkondendatoren gespeist

Das Schaltnetzteil stellt eine Leistung von 1.500 Watt bereit. Wie schon beim Netzteil der Vorstufe sorgt auch hier ein Leistungsfaktor-Korrekturfilter für sehr sauberen Strom. Die Spannungs- und Class-A/B-Stromverstärkerstufen kommen ohne Über-Alles-Gegenkopplung aus. Wie immer widmet Jeff Rowland auch dem so charakteristisch gestalteten Gehäuse viel Aufmerksamkeit: Es soll Resonanzen kontrollieren, eine außergewöhnlich gute Wärmeableitung garantieren und Schutz vor Hochfrequenz-Einstrahlungen bieten.


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