tests/20-05-26_lab
 

LAB 12 DAC 1 Reference

26.05.2020 // Wolfgang Kemper

Carl Orffs Carmina Burana in der Telarc-Einspielung mit Robert Shaw und dem Atlanta Symphony Orchestra und Chor scheinen mir da gut geeignet. Schon bei der Hymne auf Fortuna gefällt die räumliche Ordnung, die Sortierung der Stimmen, der Schmelz der Streicher und vor allem die Impulsfreudigkeit beim tiefen Schlagwerk. Auch die Bläser strahlen farbenprächtig im Hintergrund, klar und blechern. Da kann man zuhören und genießen. Ist der Lab 12 Dac 1 aber auch fähig, Gitarrensound und Rock-Feeling in den Hörraum zu transportieren? Schon die Conga-Felle beim Intro von „Sympathy for the Devil“ der Rolling Stones von Beggars Banquet ertönen ungemein plastisch. Farbenreichtum ist auch hier auffälliger und erfreulicher Bestandteil der Darbietung und das, ohne den angemessenen Schuss Aggressivität dieses Songs mit Schönklang zunichte zu machen. Richtig eindrucksvoll gerät „In-A-Gadda-Da-Vida“ von Iron Butterfly wegen der von mir nicht erwarteten Transparenz und Detailzeichnung. Einfach toll, wie die Instrumente einzeln verfolgt werden können, der Bass dickflüssig unter der schrammeligen Gitarre groovt und die Hammond-Orgel ihre Klangfarben vorführt. Das berühmte Schlagzeug-Solo lässt keinen Wunsch offen. Das gilt für die Studio-Aufnahme ebenso wie für die Live-Version. Lassen wir es dabei und konstatieren, dass der Lab 12 Dac 1 Reference ein klangfarbenstarker Allrounder ist. Wenn man nicht gerade Chirurg ist und die Musik sezieren möchte oder zu den ewig Suchenden nach dem Allerbesten zählt, kann der Reference glücklich und süchtig machen. Ich bedaure, ihn übermorgen an unser Fotostudio abgeben zu müssen. Aber ein paar musikalische Stunden mit ihm bleiben mir ja noch.

Stratos Vichos vermittelt seine musikalische Anschauung auch auf diese Weise
Stratos Vichos vermittelt seine musikalische Anschauung auch auf diese Weise

STATEMENT

Lab 12 hat mit dem Dac 1 Reference für einen mehr als fairen Preis einen genial abgestimmten D/A-Wandler kreiert. Mit ihm lässt sich Musik gefühlvoll, farbenprächtig und authentisch erleben. Wer einen hochwertigen D/A Wandler sucht, kann mit dem Reference seinen Glücksgriff machen.
Gehört mit
Computer Dell i7 mit Windows 10 Pro, AudiophileOptimizer 3.0, Audirvana Plus für Windows 10 3.5. und Qobuz oder Apple MacMini mit OS X El Capitan, Roon oder Audirvana Plus 3 und Qobuz
CD-Laufwerk Wadia WT 3200
Reclocker Mutec M-3+ Smartclock USB
DA-Wandler PS Audio Direct-Stream-DAC
Vorverstärker Audio-gd Master 9
Endstufe für Bass: zwei Primare A-32, für Mittel-Hochton: Spectral DMA-100
Equalizer LA-Audio EQ231G für Bass
Lautsprecher Triangle Grand Concert
Zubehör Habst USB III, Audioquest Diamond USB und Jitter-Bugs, JIB Boaacoustic Silver Digital Krypton XLR, DH Labs Silversonic SPDIF, In-akustik Black&White NF 1302, Purist-Audio-Design XLR, QED Genesis Silver Spiral LS mit Enacom LS, Real-Cable HD-TDC mit Enacom LS, Audioquest Niagara 5000, Hurricane HC. Source und NRG-X2 Netzkabel, AHP Reinkupfer-Sicherungen, AHP Klangmodul Ivg, Furutech NFC Wandsteckdose, Synergistic Research Feinsicherungen, Raumabsorber von mbakustik und Browne Akustik
Möbel Creaktiv Audio mit Absorberböden, Finite Elemente Pagode, Audio Exklusiv d.C.d. Basis, Acapella Basis
Herstellerangaben
LAB 12 DAC 1 Reference
Eingänge 2 x SPDIF koaxial RCA, 1 x optisch Toslink, 1 x USB 2
Ausgänge Je 1 Paar RCA uns XLR, beides unsymmetrisch
Frequenzgang 20 Hz bis 20 kHz + 0 dB / - 1 dB
THD < 0,15 %
Ausgangs-Pegel 2,5 Volt rms bewertet
Röhrenbestückung 2 x 6922 Doppel-Triode
Akzeptierte Sampling-Rates Bis 24 bit / 192 kHz
Non-Oversampling 8 x Multibit Philips DACs
Stromversorgung 6 separat regulierte Stromversorgungen
Optional Symmetrische Ausgänge
Leistungsaufnahme Maximal 70 Watt
Anzeige-Instrumente Analog-Retro Nissei VU-Meter
Netzspannung 210 - 240VAC 50Hz
Gehäusenfarben Glasstrahl-eloxiertes Matt Schwarz oder Frozen-Silber (Mattsilber)
Abmessungen (B/H/T) 43 x 11 x 29 cm
Gewicht 7,5 kg
Garantie 5 Jahre
Preis 2920 Euro

Vertrieb
CM-Audio - Flöter Technology Service
Ansprechpartner Torsten Fink
Anschrift Kölner Straße 46
41464 Neuss
Telefon +49 2161 6782451
E-Mail info@cm-audio.net
Web www.cm-audio.net


  • Harbeth Super HL5plus XD2

    Der HL5 ist das älteste Modell von Harbeth und gehört nach wie vor zum aktuellen Sortiment. Seine Geschichte reicht fast 50 Jahre zurück und begann 1977, als H.D. Harwood, ein ehemaliger BBC-Ingenieur, als Erster Polypropylen für die Membranen der Treiber einsetzte. Übrigens steht „HL“ für die Vornamen von Harwood und seiner Frau Elisabeth. Vom HL5 zum Super HL5plus XD2 Die originalen HL-Monitor-Modelle, vom Mk 1 bis zum Mk 4, wurden zwischen 1977 und 1988 hergestellt.…
    08.05.2026
  • iFi iDSD Phantom

    Der iDSD Phantom vereint Streamer, DAC und Kopfhörerverstärker in bester iFi-Manier zu einem Alleskönner. iFi erreicht damit die höchstmögliche Ausbaustufe von stationärem HiFi. Abgerundet wird das Paket von einem aufwendigen Gehäuse und sowohl einer Transistor- als auch einer Röhren-Ausgangsstufe. Gerade im mobilen Bereich hat iFi in der Vergangenheit viele Geräte entwickelt, die einen Vergleich mit dem berühmten Schweizer Allzwecktaschenmesser nicht im Geringsten scheuen müssen. Mit dem Phantom hält die – nahezu – unbegrenzte Vielfalt an…
    05.05.2026
  • Pro-Ject Flatten it

    Das Thema thermische Behandlung von Festplatten, Kabeln oder Schallplatten wurde in Hifistatement mehrfach ausführlich behandelt. Heute geht es um den Flatten it Schallplatten-Bügler von Pro-Ject, der dank seines attraktiven Preises ein Angebot für jedermann sein könnte. Dirk Sommer hat an dieser Stelle seit Jahren immer wieder über Kältebehandlungen zur Klangverbesserung explizit bei der Firma CoolTech berichtet. Das liest sich überzeugend, ist aber mit ein wenig Aufwand verbunden, der selbst manch eingefleischtem Audio-Freak zu lästig erscheint.…
    28.04.2026
  • Sumiko Oriole

    Sumikos Firmensitz befindet sich in Mineapolis, USA im Bundesstaat Minnesota. Von hier aus werden die Tonabnehmer weltweit vertrieben. Hergestellt werden sie allerdings in Japan bei Excel Sound in Yokohama. Dort werden die Systeme seit 1982 von ausgewählten Handwerkern handgefertigt. Das neu auf dem Markt befindliche Oriole aus der Reference-Serie von Sumiko liegt preislich und klanglich in der Mitte zwischen dem Starling und Songbird aus gleichem Hause. Oriole ist übrigens die englische Bezeichnung für den hierzulande…
    24.04.2026
  • WestminsterLab Omne

    Ich schätze WestminsterLab-Komponenten für ihre Musikalität und Authentizität, die den Zugang zur Musik ganz selbstverständlich öffnen. Diese Qualität verspricht nun WestminsterLab in Form des Omne, einem Vollverstärker, der das gesamte Westminster-Lab Erlebnis in einem All-in-One-Paket vereinen soll. Ein Versprechen, das neugierig macht. Als Angus Leung den Omne Vollverstärker Anfang Februar 2025 in Hamburg präsentierte, ging es ihm erkennbar nicht um die übliche Choreografie aus Neuheit und Superlativen. Im Zentrum stand für ihn vielmehr die Antwort…
    21.04.2026
  • SOtM sMS-2000 – ein Nachtrag

    Klanglich, optisch und in Sachen Verarbeitung hat mich der SOtM sMS-2000 rundum begeistert. Im täglichen Betrieb erweist er sich als komfortabel und bisher völlig stabil. Die Einrichtung einer zusätzlichen internen Festplatte hätte allerdings Programmierkenntnisse in Linux erfordert. Ich habe deshalb die zum Lieferumgang gehörende SSD aktiviert. Beim kürzlich erschienenen Test agierte der sMS-2000 ja lediglich als Streaming Bridge. Die Musikdaten bezog er vom Melco N1Z H60/2 über Ethernet, denn die Kombination eines netzwerkgebunden Servers als…
    17.04.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.