tests/20-06-26_raven
 

TW Acustic Raven GT2 und Raven 10.5

26.06.2020 // Dirk Sommer

Die Tasten im Bedienfeld besitzen einen gut definierten Druckpunkt, der die Handhabung sehr angenehm macht
Die Tasten im Bedienfeld besitzen einen gut definierten Druckpunkt, der die Handhabung sehr angenehm macht

Das Chassis des GT2 besteht aus Aluminium und ist ein wenig leichter als das des Ur-GT, da beim neuen Modell die Steuerelektronik samt Netzteil in das Laufwerk integriert wurde und dafür Material entfernt werden musste. Dennoch bringt allein das Chassis noch immer 16 Kilogramm auf die Waage. Die Bedienungselemente – sechs Drucktasten zur Geschwindigkeitswahl und -feineinstellung – wurden harmonisch in die Front des Laufwerks integriert. Die Tasten haben einen klar definierten Druckpunkt, was mich anfangs ein wenig irritierte. Ich behandelte den Raven ein wenig zu zaghaft und nichts passierte. Wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, ein wenig fester zu drücken, machen dank der präzisen Rückmeldung der Drucktaster selbst so banale Tätigkeiten wie das Ein- und Ausschalten oder die Geschwindigkeitswahl Spaß. Man braucht übrigens nur einmal auf den „On“-Knopf zu drücken, und schon beginnt der Teller mit 33 Umdrehungen zu rotieren. Und das ist ja die Geschwindigkeit, die man in den allermeisten Fällen benötigt. Gut überlegt und programmiert! Dank des kräftigen Pabst-Motors, der Rauigkeit des Riemens und des geringen Abstands des Pulleys vom Teller und der daraus resultierenden fast vollständigen Umschlingung des Tellers läuft dieser sehr schnell hoch.

Der Teller läuft auf dieser Achse mit einem Durchmesser von 16 Millimetern
Der Teller läuft auf dieser Achse mit einem Durchmesser von 16 Millimetern

Auf dem Raven GT2 lassen sich zwei Tonarme montieren. Zum Lieferumfang gehört ein sogenanntes Universalboard, ein Armboard, in dem sich das ebenfalls im Preis enthaltene, für den gewünschten Arm gefertigte Inlet mit drei Schrauben befestigen lässt. Da Thomas Woschnick bei all seinen Kreationen außer dem Klang eine hohe Benutzerfreundlichkeit wichtig ist, hat er das Armboard mit zwölf markierten Bohrungen versehen, denen definierte Montageabstände diverser Tonarme entsprechen. Man braucht vor dem Festziehen der Schraube im Armbord nur einen Stift in die dem Abstand respektive Tonarm entsprechende Bohrung zu stecken und so zu verschwenken, dass er in das Gegenstück im Chassis passt. Schon ist der gewünschte Abstand präzise eingestellt: vorbildlich!

Die Lagerbuchse aus Phosphor-Bronze. Die Anlauffläche, mit der die Lagerkugel Kontakt hat, besteht aus einen Kunststoff der Härte S-Grün, der hier wirklich grün gefärbt ist
Die Lagerbuchse aus Phosphor-Bronze. Die Anlauffläche, mit der die Lagerkugel Kontakt hat, besteht aus einen Kunststoff der Härte S-Grün, der hier wirklich grün gefärbt ist


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