tests/20-09-28_chord
 

Chord Electronics Ultima Pre 2 und 3

28.09.2020 // Dirk Sommer

Am Ausgang des Transformators befinden sich sehr schnelle Gleichrichter. Eine kleine Spule und kleine Kondensatoren filtern und konvertieren die Hochfrequenzwellenform zurück in Gleichstrom, der von der Elektronik-Schaltung verwendet werden kann. Durch die Veränderung des Timings der MOSFET-Schalter kann die Ausgangsspannung je nach Bedarf konstant gehalten oder variiert werden, ohne dass eine weitere ineffiziente Spannungsregelung erforderlich ist. Die Frequenzen all dieser Prozesse liegen weit über denen, die das menschliche Gehörs wahrnehmen kann, was im Prinzip gut für Audioschaltungen sein sollte.

Elektrisches Rauschen ist bei Chord-Netzteilen kein Thema: Sowohl Messungen als auch subjektive Hörtests beweisen, dass die hohen Stör-Frequenzen, die bei den Produkten unserer Konkurrenten häufig auftreten, bei Chord-Komponenten vernachlässigbar sind. Zehn Jahre Forschung und Entwicklung in diesem Bereich zahlen sich aus, denn die Produkte von Chord erfüllen die CE-Prüfungen für Emissionen, Oberschwingungen und Störfestigkeit mit Leichtigkeit.

Eine solche Anschlussvielfalt hat heutzutage Seltenheitswert
Eine solche Anschlussvielfalt hat heutzutage Seltenheitswert

Netztransformatoren, Gleichrichter und Kondensatoren sind sehr einfach. Die Konstruktion eines guten Schaltnetzteils ist es nicht. Das Netzteil in Chord-Produkten ist ein komplexer, aber letztlich zuverlässiger Antrieb für unsere Verstärker. Es existieren viele Tausende von Chord-Verstärkern in der ganzen Welt: Viele davon werden in den berühmtesten Studios genutzt. Ausfallzeiten von Verstärkern bedeuten Ausfallzeiten des Studios. Bei Abbey Road, wo ein Tag Studiomiete Tausende von Pfund kostet, haben höchste Zuverlässigkeit und ein Weltklasse-Klang dazu geführt, dass im gesamten Komplex Chord-Verstärker installiert wurden.“

Chord Electronics' neue ULTIMA-Technologie umfasst auch die Dual-Feed-Forward-Fehlerkorrektur, die auf einem Fachaufsatz von Dr. Malcom J. Hawksford, einem emeritierten Professor der Universität Essex, basiert. Diese Technologie wurde auch von Bob Cordell von den Bell Labs aufgegriffen. Zuletzt jedoch ließ sich John Franks von dieser Theorie inspirieren, um sie unter Verwendung seines Hochfrequenz-Schaltnetzteils weiterzuentwickeln. Die Endstufen verwenden übrigens über einen weiten Bereich einen „Sliding Bias“: Der Ruhestrom wird so geregelt, dass der Verstärker im Class-A-Betrieb arbeitet. Nur bei extremen Leistungsanforderungen wechselt der Verstärker in den Class-B-Betrieb. Noch deutlich mehr technische Informationen finden Sie im oben erwähnen neunseitigen (!) White Paper – wahrlich kein leichter Stoff.


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