Auf der High End 2025 ließ man bei Ferrum durchblicken, dass an einem Streamer gearbeitet wird. Die Ferrum Streaming Control Technology, mit der die Musikwiedergabe mittels der Fernbedienung Ferrums DAC WANDLA steuerbar ist, war bereits eine Vorbereitung auf den Streamer und das Schaffen eines gesamten Ferrum-Ökosystems.
Im Oktober 2025, wenige Monate nach der High End letzten Jahres waren auf der Audio Video Show in Warschau dann bereits erste BROEN Vorserienmodelle in Betrieb. Auf der diesjährige High End im Juni, verriet mir Hardwareentwickler Maksymilian Matuszak, dass nur noch Feinheiten von der Serienreife trennen. So erreichte uns kurz nach der Messe einer der ersten BROENs überhaupt. Das Board weist noch einige händisch geführte Leiterverbindungen auf, stammt dementsprechend noch aus der Entwicklungsperiode, entspricht allerdings nach den händischen Alterationen dem Serienboard. Für letzteres wird natürlich das PCB-Design so angepasst, dass alle Bauteile und Leitungen von Anfang an da sitzen, wo sie sein sollen.

BROEN basiert auf der neusten Version 4 der Streaming-Software Volumio. Demnach kann BROEN wie für Volumio üblich entweder per Volumio App oder direkt über Volumios Browseroberfläche, direkt unter der IP des BROEN erreichbar, bedient werden. Besonders ist jedoch, dass dank der Ferrum Streaming Control Technology (FSCT) BROEN und WANDLA eine Einheit bilden können. Nutzt man Ferrums Digital/Analog-Wandler WANDLA am USB-Ausgang des BROEN, kann WANDLA zum einen Track-Titel und Künstler der aktuellen Wiedergabe auf dem Display anzeigen, außerdem kann die Wiedergabe sowohl über den Touchscreen des WANDLAs als auch seine Fernbedienung gesteuert werden. Für Play/Pause, Vor und Zurück muss keine App mehr geöffnet werden, sondern ein Klick auf die Fernbedienung genügt: Ein tolles, analoges Gefühl, nicht das Smartphone oder Tablet zur Hand nehmen zu müssen. Gerade zusammen mit Qobuz, TIDAL oder Spotify Connect ist die Bedienung der Kombination aus BROEN/WANDLA absolut nahtlos. Zusätzlich unterstützt BROEN unter anderem AirPlay via Shairport Sync, UPnP/DLNA und kann mit einem externen Laufwerk sogar CDs abspielen und rippen. Schlussendlich verfügt der BROEN intern über einen Slot für eine M.2 NVMe SSD, die man auf Wunsch selbst bestücken kann. Das Organisieren der Musikbibliothek und das Abspielen von der internen SSD oder einem externen USB-Stick erfolgt über die Volumio-Oberfläche. Die üblicherweise monatlich zu zahlenden Premiumfunktionen von Volumio sind im Kaufpreis des BROEN folglich bereits enthalten und ein monatliches Volumio-Abo ist nicht notwendig.
Ferrum wäre allerdings nicht Ferrum, wenn der BROEN nicht noch einige Besonderheiten bereithalten würde. Die LAN-Schnittstelle wurde als SFP-Modul realisiert. Dank dieser aus der IT stammenden modularen Schnittstelle kann jeder Nutzer entscheiden, ob er neben der WLAN-Konnektivität eine übliche RJ-45 Kupfer- oder seltenere Glasfaserverbindung nutzen möchte. Es werden streamerseitig folglich keine externen Umsetzer von Glasfaser auf Kupfer benötigt, BROEN ist mit entsprechendem Modul unmittelbar glasfaserfähig – sofern die andere Seite 1G-fähig ist. Entsprechende SFP-Module sind in verschiedensten Ausführung erhältlich, zum Lieferumfang wird ein Kupfer-SFP-Modul gehören. Ihre Auswirkung auf den Klang ist ein ganz eigenes Thema, mit dem man sich stundenlang beschäftigen kann.
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