tests/20-11-03_transrotor
 
Test.
Deutsch English|

Transrotor TRA 9

03.11.2020 // Dirk Sommer

Aber ich wollte ich mich mit Bewertungen ja noch zurückhalten und mache mit dem Three-Blind-Mice-Reissue von You Are my Sunshine weiter: Darauf sind hin und wieder leichte Verzerrungen zu vernehmen. Ob es daran liegt, dass die TBM-LPs oft mit hohen Pegeln geschnitten sind und dass das Tamino nicht gerade zu den Abtastwundern zählt? Das wäre aus meiner Sicht kein Problem, denn bei vielen absoluten Weltklasse-Tonabnehmern stehen Wohlklang – und Preis – in einem reziproken Verhältnis zur Abtastfähigkeit. Da aber die LP bei mir in absolute Vergessenheit geraten ist – ich wusste nicht einmal mehr, dass ich sie besitze –, kann ich bei diesem Zufallsgriff aus dem Plattenregal nicht sagen, wie kritisch die Scheibe wirklich geschnitten ist. Deswegen möchte ich es auch nicht bei der Mutmaßung zu den Fähigkeiten des Tamino in besagter Disziplin belassen, sondern wissen, welche Rolle der TRA 9 an den aufgetretenen Verzerrungen hat.

Der Arm ist in vier Oberflächenvarianten erhältlich, hier drei davon
Der Arm ist in vier Oberflächenvarianten erhältlich, hier drei davon

Da komme ich um einen frühen Vergleich mit Einsteins The Tonearm 12“ wohl nicht herum. Also bereite ich einen möglichst schnellen Umbau des Tamino in den Einstein-Arm vor. Auflagekraft und Höhe sind ja noch richtig eingestellt, da sollte es genügen, den Tonabnehmer einzubauen, den Überhang zu justieren und das Tonarmkabel umzustecken. Letzteres klappt schon einmal nicht, da der abgewinkelte Stecker des TRA 9 nicht an The Tonearm passt. Da bleibt es beim Einstein eben beim ForceLine-Phonokabel. Aber egal welcher Arm und welches Kabel: Bei „Willow Weep For Me“ in der Interpretation des George Otsuka Trios sind leichte Verzerrungen zu vernehmen.

Natürlich hatte ich vor dem Umbau mit dem TRA 9 noch einen meiner Testklassiker, Bang Baa-room And Harp, gehört. Den spiele ich jetzt nochmal, nachdem das Tamino im Zwölfzöller montiert ist. Der sorgt dafür, dass Transrotors Abtaster nun auch in puncto Raumtiefe brilliert. Zudem verhilft er dem System zu einem Hauch mehr Offenheit, als es zuvor das Transrotor-Duo zu bieten hatte. Der Umbau des Systems hat trotzdem bisher nur eindeutig bestätigt, dass die Three-Blind-Mice-Scheibe mit mehr Pegel geschnitten ist, als dem Tamino gut tut. Der Einstein-Arm samt ForceLine-Kabel klingt zudem minimal freier und räumlich ausgedehnter als der TRA 9 mit dem mitgelieferten Kabel. Aber das konnte bisher maximal 20 Betriebsstunden sammeln.

Hier mein persönlicher Favorit: der TAR 9 mit Ruthenium-Finish
Hier mein persönlicher Favorit: der TAR 9 mit Ruthenium-Finish


  • Cayin Pearl 30d und Pearl 30c

    Auf der HighEnd 2024 präsentierte Cayin zum 30-jährigen Marken-Jubiläum die Pearl Modelle. Dazu gehören der D/A-Wandler Pearl 30d und der CD-Transport Pearl 30c. Beide imponieren nicht allein durch ihre prachtvolle Erscheinung. Auch technisch sind sie enorm aufwändig. Da stellt sich besonders die Frage nach der Relevanz eines solchen CD-Laufwerks. Die HighEnd liegt nun beinahe zwei Jahre zurück. Als Cayin Deutschland-Chef Thomas Deyerling im Januar meine Anfrage nach einem Test dieser Kombi positiv beantwortete, war ich…
    10.03.2026
  • Wilson Benesch Prime Meridian System

    Der erste, recht lange Artikel über Wilson Beneschs Prime Meridian System beschäftigte sich nur mit der Laufwerkseinheit, bestehend aus OMEGA Drive, ALPHA Drive, dem FrACTal Dämpfungssystem, in dem Motor und Tonarm montiert sind, und dem R1 Rack. Nun geht es neben der Vorstellung des Tonarms und des Abtasters endlich um den Klang des Plattenspielers. Dass der Plattenteller des Prime Meridian Systems von einem Motor mit dem anderthalbfachen Durchmesser einer Langspielplatte und damit vom größten Antrieb,…
    04.03.2026
  • Wilson Benesch Prime Meridian System – eine Annäherung

    Den ersten Plattenspieler von Wilson Benesch beschrieb ich 1996, den zweiten zwei Jahre später. Da sollte es kein großes Ding sein, auch den dritten für einen Test zu bekommen. Dachte ich. War es dann aber doch – aus mehreren Gründen: Er ist ein wirklich großes Ding, wiegt über 350 Kilogramm, und das dazugehörige White Paper umfasst 138 Seiten. Dass das Prime Meridian System, wenn ich mich richtig erinnere, das bisher teuerste Testobjekt in der Geschichte…
    24.02.2026
  • Takumi TT level 2.1DC

    Der Niederländer Rik Stoet, bekannt durch Röhrenverstärker, die unter den Markennamen Heart und Stoet Kit vertrieben wurden, hat eine neue Leidenschaft für sich entdeckt: Die Entwicklung und Herstellung von Plattenspielern. Als mir der Takumi TT level 2.1DC Plattenspieler zum Test angeboten wurde war mein erster Gedanke: Endlich wieder Vinyl, endlich wieder analog. Nicht, dass mir das Testen von digitalen Audiokomponenten zu irgendeiner Zeit langweilig geworden wäre, aber das analoge Hören, der Umgang mit den Schallplatten,…
    17.02.2026
  • Gold Note HP-10 deluxe und PSU-10 Evo

    Der Gold Note HP-10 deluxe Kopfhörer-Verstärker spricht auf den ersten Blick eher den anspruchsvollen Nutzer an. Er bietet vielfältige Möglichkeiten, die in dieser Kombination wohl einzigartig sind. Anders als moderne Alternativen aus Fernost setzt Gold Note auf hochkarätige Analog-Technik. Nutzt der Bedienungskomfort auch der Klangqualität? Die Typenbezeichnung deluxe täuscht. Denn die zwei weiteren, preisgünstigeren Alternativen, der Gold Note HP-10 BT oder der HP-10 ohne jeglichen Zusatz, sind keineswegs weniger luxuriös. Ihnen fehlt nur etwas Ausstattung,…
    10.02.2026
  • Alluxity Int One mkII

    Die Marke Alluxity war mir bisher fremd. Kann passieren. Das änderte sich schlagartig, als der dänische Vollverstärker Int One mkII in meinem Hörraum landete und ich mich ausgiebig mit ihm beschäftigen durfte. Achtung, Spoiler: Man sollte sich die Marke merken. Ich gebe es zu: Ich bin ein Dänemark-Fan. In jungen Jahren habe ich dort regelmäßig zwischen den Dünen am Strand geurlaubt und später dann einige wunderbare Jahreswechsel in gemütlichen Holzhäusern erlebt. Zudem ist mir der…
    27.01.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.