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Ferrum HYPSOS - Teil 2

15.01.2021 // F.C. Gallowsky, D. Sommer

Bevor ich mit dem Ferrum zur Kette im Wohnzimmer umziehe, erlaube ich mir noch einen Versuch, der jeglicher rationalen Überlegung Hohn spricht: Ich tausche das SBooster-Netzteil, das einen der beiden 10Gtec-Medienkonverter für die Lichtwellenleiter-Verbindung zum Router speist, gegen das HYPSOS. Schon der SBooster steht in einem krassen Missverhältnis zum Preis des Konverters – wir reden hier über den Faktor zehn – und machte sich klanglich dennoch ausgesprochen positiv bemerkbar. Leider ist es beim Ferrum genauso: Er ist noch einmal um ein Mehrfaches kostspieliger als der SBooster und sorgt dennoch für ein solideres Bassfundament, einen intensiveren Groove und mehr Luft um die Instrumente.

Doch nun zu einem etwas passenderen Spielpartner für den HYPSOS, den Auralic Aries Femto, der im Wohnzimmer per WLAN die Musik-Files empfängt und an den Mytek Manhattan II zur Wandlung weiterleitet. Selbst das damals mitgelieferte, hochwertige Netzteil im Metallgehäuse hatte klanglich keine Chance gegen ein SBooster-Netzteil der ersten Generation. Inzwischen erhält der Femto seine Energie von eine SBooster MKII. Auch hier leistet das HYPSOS, was man für den in Relation zum SBooster dreifachen Preis erwarten darf: Es hievt die Raumdarstellung, die Klangfarbenfülle, den Energiefluss – besonders im Bass – und die rhythmische Präzision auf ein deutlich höheres Niveau. Weder beim M-Scaler noch beim Medienkonverter waren die Verbesserungen durch das Ferrum HYPSOS so gravierend wie hier: Ich kenne kein besseres externes Netzteil. Diese Qualität hat selbstverständlich ihren Preis. Aber dafür ist das Hypsos auch universell einsetzbar!“

Die Liste der vorkonfigurierten Geräte kann per Firmwareupdate ständig erweitert werden
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Abschließend möchte auch ich das HYPSOS im Vergleich zu den anderen an meiner Kette aktiven Netzteile einordnen. Jedes der verschiedenen Netzteile hat eine individuelle Charakteristik: Das Keces P3 beispielsweise klingt sehr dynamisch und ebenso wie das HYPSOS sehr lebendig. Im Direktvergleich zum SBooster der ersten Generation jedoch etwas aufgeregt. Das SBooster-Netzteil klingt geerdeter, stabiler. Umgekehrt könnte man jedoch sagen, das SBooster-Netzteil klingt langweiliger. Aber möglicherweise ist eine gewisse Ruhe der Wiedergabe genau das, was der betreffenden Stereokette fehlt. Oft ist die Netzteilwahl also eine Frage des Standpunkts und persönlichen Geschmacks. Welche Variante empfindet man als passender und welches Netzteil harmoniert besser mit dem vorgesehen Endgerät? Für meinen Geschmack und den Brooklyn DAC+ geht der Punkt klar an das HYPSOS. Es bietet gleichermaßen ein festes Fundament der Wiedergabe und eine beeindruckende Detailzeichnung, die ich bisher so nicht kannte. In Angesicht seines deutlich höheren Preises stellt diese Mehrleistung allerdings keinesfalls eine Abwertung der anderen beiden Netzteile in meinem System dar. Der Vergleich mit einem vollkommen neuen Netzteiltyp ist zugegebenermaßen auch nicht ganz gerecht. Darüber hinaus gibt es meines Wissens nach aktuell keinen echten Konkurrenten für das Ferrum HYPSOS mit ähnlicher Technologie. Die Flexibilität dieses Netzteils sucht ihresgleichen. Noch einmal zur Erinnerung: Es bietet jede erdenkliche Spannung zwischen fünf und 30 Volt, aufs Zehntelvolt genau, bei bis zu 80 Watt Ausgangsleistung. Damit ist es für Hörer, die gerne verschiedene Endgeräte ausprobieren oder oft wechselnde Geräte in ihrer Kette nutzen, alternativlos. Man hat nahezu immer ein passendes, hochwertiges Netzteil zur Geräteaufwertung zur Hand. Das 4T Sensing Design, die genaue Überwachung und Stabilisierung der Spannung am Endgerät über die vieradrige Zuleitung, ist ebenfalls ein nicht zu vernachlässigendes Feature. Das erste Spielwiesenexperiment von Ferrum ist nicht nur geglückt, sondern gleichzeitig ein unheimlich gutes Aushängeschild für die neue Marke.


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