tests/21-03-09_auralic
 

Auralic Leo GX.1 Premium und Vega 2.1

09.03.2021 // Dirk Sommer

Abschließend möchte ich Auralics Quartett natürlich gerne noch gegen den Aries G2.1 in Verbindung mit Chord Electronics' M-Scaler und DAVE hören, auch wenn die beiden letzteren durch lange Inaktivität stark gehandicapt sein dürften. Zumindest den Wandler habe ich mittels eines Verlängerungskabels und einer ansonsten nicht für Hifi-Zwecke genutzten Steckdose seit ein paar Stunden auf Betriebstemperatur gebracht. Der M-Scaler mit dem Ferrum-Netzteil kommt um einen Kaltstart nicht herum. Dennoch können die beiden Chords plus Aries mit ihren Transienten begeistern, das reicht fast schon an Live-Dynamik heran. Das Auralic Quartett kommt M-Scaler und DAVE sich Sachen Impulse verdammt nahe, fasziniert aber zusätzlich durch seinen musikalischen Fluss mit dem gewissen Etwas und – auch wenn ich den Begriff nur ungern verwende – einer frappierenden Natürlichkeit. Schlicht unwiderstehlich.

Im DAC-Setup in den Lightning-DS-App ist dies ebenfalls möglich
Im DAC-Setup in den Lightning-DS-App ist dies ebenfalls möglich

STATEMENT

Ich kenne und schätze Auralic seit dem ersten Aries Femto im geschwungenen Plastikgehäuse, also einer Vielzahl von Jahren. Auch wenn ich mir der seitdem gemachten Entwicklungsschritte durchaus bewußt bin, zählte Auralic für mich nicht zu den absoluten Nobel-Herstellern. Das vorgestellte Quartett belehrt mich nun eines besseren: Auralics Komponentenbaukasten erreicht allerhöchstes klangliches Niveau und besitzt den Vorteil, dass man sich Schritt für Schritt dahin vorarbeiten kann: Ein nach und nach erschwinglicher digitaler High-End-Traum!
Gehört mit
NAS Melco N1Z/2EX-H60, WDMyCloud
Streameer Auralic G2.1 mit 2TB SSD
Up-Sampler Chord Electronics Hugo M-Scaler mit Poweradd oder Ferrum Hypsos, Auralic Sirius G2.1
D/A-Wandler Chord Electronics DAVE mit Linearnetzteil
LAN-Switch SOtM sNH-10G i mit Keces P8
10-MHz-Clock SOtM sCLK-OCX10 mit Keces P8, Cybershaft
Endstufe Einstein The Poweramp
Lautsprecher Göbel Epoque Aeon Fine
Subwoofer Velodyne Digital Drive Plus 10 (2x)
Kabel Goebel High End Lacorde Statement, Audioquest Dragon HC, Tornado (HC) und NRG-Z3, Dragon Bi-Wiring, Diamond und Thunderbird HDMI, Swiss Cables, SOtM dBCL-BNC
Zubehör AHP Klangmodul IV G, Audioquest Niagara 5000 und 1200, Synergistic Research Active Ground Block SE, HMS-Wandsteckdosen, Blockaudio C-Lock Lite, Acapella Basen, Acoustic System Füße und Resonatoren, Artesania Audio Exoteryc, SSC Big Magic Base, Finite Elemente Carbofibre°-HD, Harmonix Room Tuning Disks, Audio Exklusiv Silentplugs, Arya Audio Revopods, 10Gtec Medienkonverter (2x) mit Keces P3 und SBooster BOTW P&P Eco MKII, Singlemode-Duplex-Lichtwellenleiter
Herstellerangaben
Auralic LEO GX.1 Premium
Clock Frequenzen 90,3168MHz (44,1kHz), 98,3040MHz (48KHZ)
Ausgangsspannung 3,3V CMOS, Direct-to-DAC Design
Allan Varianz 2 x 10-12 (1 Sekunde)
Jitter Äquivalent 500mal geringer als bei einer 82fs-Femto-Clock (1-10Hz)
Äquivalentes Phasenrauschen -110dBC/Hz @ 1Hz, Referenz Frequenz 10MHz
Abtastraten 44,1 – 384KHz bei 32 Bit (PCM), DSD64 – DSD256 (DSD)
Clock Rubidium Atom Clock als Referenz, Temperatur-kontrollierter Oszillator mit Stress kompensierend geschnittenem Kristall
Netzteile zwei interne, analoge Purer-Power-Netzeteile, rauscharmes (10µV) Design für Audio-Schaltungen
Störgeräusch-Unterdrückung Optische Isolation zwischen Clock- und Kontrollschaltung, Unity-II-Gehäuse zur Hochfrequenz-Schirmung
System-Steuerung automatische Abtastraten-Umschaltung über Lightning Link vom G2 DAC
Netzwerk Gigabit Ethernet (für Firmware-Upgrades)
Leistungsaufnahme 15W Betrieb, 30W Aufwärmphase
Gehäuse mattschwarz eloxiertes Aluminium-Gehäuse mit interner Kupfer-Box zum Schutz gegen elektromagnetische Störstrahlung
Lieferumfang AURALiC LEO GX.1 Reference Master Clock, Schraubenschlüssel zum Anziehen der Clock-Kabel, Bedienungsanleitung, Netzkabel, Lightning-Link-Kabel, 60GHz-Clock-Kabel nach Luftfahrtspezifikationen
Abmessungen (B/T/H) 34/32/9,6cm
Gewicht 9,6kg
Preis 9.000 Euro (mit speziellen Clock-Kabeln)
Herstellerangaben
Auralic Vega G2.1
Frequenzgang 20 - 20kHz, +/- 0.1dB
Totale harmonische Verzerrungen < 0.00012% (XLR); < 0.00015% (RCA)
Dynamik-Umfang > 130dB, 20Hz-20KHz, A-gewichtet
Unterstützte Abtastraten PCM: 44.1kHz bis 384kHz in 32Bit, DSD: DSD64 bis DSD512
Unterstützte Dateiformate Verlustfrei: AIFF, ALAC, APE, DIFF, DSF, FLAC, OGG, WAV, WV, Verlustbehaftet: AAC, MP3, MQA and WMA
Digitale Eingänge AURALiC Lightning Link, AES/EBU, Koaxial, Toslink, USB
Analoger Eingang Cinch, 2Vrms max
Analoge Ausgänge 1 x XLR, 4.8Vrms max, symmetrisch
1 x Cinch, 4.8Vrms max, unsymmetrisch
2 x 6.35mm Stereo-Klinke für Kopfhörer
Streaming Eingänge uPnP/DLNA Media Server, native TIDAL und Qobuz Sublime+, AirPlay, Spotify Connect, Internet Radio, RoonReady
Kontroll-Software AURALiC Lightning DS für iOS AURALiC Lightning DS für Webbrowser-Interface (nur Einstellungen möglich), OpenHome-kompatible Control Software (BubbleUPnP, Kazoo), Roon (benötigt separaten Roon Core)
Netzwerk Gigabit Ethernet
Leistungsaufnahme Wiedergabe: 50W maximal
Gehäuse mattschwarz eloxiertes Aluminium-Gehäuse mit interner Kupfer-Box zum Schutz gegen elektromagnetische Störstrahlung
Lieferumfang Auralic Vega G2.1 Streaming DAC, Bedienungsanleitung, USB-Kabel, Netzkabel, Lightning-Link- Kabel
Abmessungen (B/T/H) 34/32/9,6cm
Gewicht 9,6kg
Preis 6.700 Euro

Vertrieb
audioNEXT GmbH
Anschrift Isenbergstraße 20
45130 Essen
Telefon 0201 5073950
E-Mail info@audionext.de
Web www.audionext.de


  • SPL Crossover Mk2

    SPL ist nach meinen Informationen der einzige Audiogeräteproduzent, der überhaupt eine aktive Analogfrequenzweiche im Portfolio führt. Mit der Mk2 steht inzwischen eine Überarbeitung der Ur-Version in den Startlöchern. Höchste Zeit, sich dieses HiFi-Einhorns einmal anzunehmen. Der Funktionsumfang der zweiten Generation ist immens angewachsen. Während das Crossover erster Generation lediglich bei der optimalen Einbindung eines Subwoofers in die Stereokette helfen konnte, eröffnet die Mark 2 gänzlich neue Möglichkeiten. Statt der Trennfrequenzen von 50, 60, 70, 85,…
    28.07.2026
  • Matrix Audio mini-i Pro 4

    “Die Matrix ist allgegenwärtig, sie umgibt uns. Selbst hier ist sie, in diesem Zimmer.” Lange habe ich darauf gewartet, einen Testbericht mit einem passenden Filmzitat zu eröffnen. Ähnlich lange habe ich mich auf den Test eines Produkts aus dem Hause Matrix Audio gefreut. Mit dem mini-i Pro 4 ist es endlich so weit. Der Name Matrix Audio beruft sich eigentlich auf das gleichnamige mathematische Konzept, aber bei der Namensverwandtschaft zu dem stilprägenden Film kam ich…
    21.07.2026
  • Børresen Acoustics T5 SSE – das Interview

    Während meines letzten Besuchs der Audio Group Denmark in Aalborg hatte ich am Tag nach der Präsentation der Børresen M8 und der Aavik M-880 Gelegenheit, mit dem Entwickler der T5 SSE über sein Produkt zu sprechen. Wenn Sie im ersten Teil technische Details vermisst haben sollten: Hier finden Sie sie in Hülle und Fülle. Dirk Sommer: Nun zu etwas ganz anderem, den T5. Was ist anders im Vergleich zum 05? Ich muss zugeben, dass ich…
    17.07.2026
  • Børresen Acoustics T5 Silver Supreme Edition

    Einerseits war ich mit der Børresen 05 Silver Supreme Edition in meinem Hörraum wunschlos glücklich, andererseits begeisterte mich das Nachfolgemodell, die T5 SSE, schon bei ihrer Vorstellung damals noch in München allein durch ihr Erscheinungsbild: Die schwarze Hochglanzlackierung mit Karbonfaser-Applikationen wirkte einfach unheimlich elegant. Aber natürlich geht es mir bei Lautsprechern nicht vorrangig um die Optik. Dass die Børresen 05 SSE solange bei mir zu Gast war und ich mich schon auf die T5 SSE…
    14.07.2026
  • Qln – das Interview

    Roland Dietl: Welche Antriebstechnik verwendest Du bevorzugt bei Tief-Mitteltönern? Mats Andersen: Ich bevorzuge eine unterhängende Schwingspulenanordnung. Bei Standard-Treibern hat man eine Schwingspule, die etwa 20 bis 40 Millimeter lang ist, und dann einen Magnetspalt von etwa 5 bis 6 Millimetern. Wenn sich die Schwingspule bewegt, ändern sich die Induktivität und auch die Magnetkraft. Bei unserem Treiber beträgt der Magnetspalt dagegen 20 Millimeter und die Schwingspule ist 11 Millimeter lang. Die Schwingspule bleibt dadurch permanent vollständig…
    07.07.2026
  • SOtM sMS-2000 – ein weiterer Nachtrag

    Endlich ist es soweit: Der SOtM sMS-2000 spielt in der gewünschten Konfiguration: In der Eunhasu-App habe ich teils auf Roland Dietls Rat hin alle klangfördernden Einstellungen vorgenommen, Ethernet- und USB-Karte werden von externen Netzteilen gespeist, die 10-Megahertz-Clock gibt den Takt vor und die Daten kommen von einer kryo-behandelten SSD. Vor rund zweieinhalb Monaten berichtete ich darüber, dass der SOtM sMS-2000 der einzige von mir getestete Streamer ist, bei dem auf einer internen Festplatte gespeicherte Musik-Files…
    03.07.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.