tests/21-03-09_auralic
 

Auralic Leo GX.1 Premium und Vega 2.1

09.03.2021 // Dirk Sommer

Dem Leo GX.1 liegt ein zweites 60-Gigahertz-Kabel bei, das im Vega montiert werden soll
Dem Leo GX.1 liegt ein zweites 60-Gigahertz-Kabel bei, das im Vega montiert werden soll

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass ich während der gesamten Einspielzeit des Auralic-Quartetts nie den Wunsch hatte, statt seiner den DAVE samt M-Scaler wieder in Betrieb zu nehmen. Sie parallel zu nutzen, war schon aufgrund der beschränkten Anzahl von Steckdosen des Niagara 1200 nicht möglich. Nach der langen Warmlaufphase stehen dann erst einmal ein paar Testscheiben auf dem Programm, bevor ich den Einfluss von Clock und Upsampler auf das Gesamtergebnis der Auralic-Kette herauszufinden versuche. Schon nach gerade einmal drei der wohlbekannten Tracks und auch ohne direkten Vergleicht steht für mich hundertprozentig fest, dass Auralics Quartett mindestens auf dem Niveau meiner Kombination aus Aries G2.1, M-Scaler und DAVE agiert. Also probiere ich lieber mal aus, ob das Upsampling auf 352,8 respektive 384 Kilohertz auch beim Quartett der Weisheit letzter Schluss ist. Beim Duo aus Aries und Sirius in Verbindung mit dem DAVE hatte DSD gegen PCM ja keine Chance. Beim Quartett hingegen ist es nicht ganz so eindeutig. Bei DSD512 scheint das Klangbild zwar einen Hauch weniger scharf fokussiert, dafür wirkt die Bühne aber noch weitläufiger. Der Hochtonbereich kommt ein wenig runder und einschmeichelnder rüber, dafür muss man allerdings kleine Einbußen in Sachen Dynamik hinnehmen. Bei weniger gelungenen Aufnahmen kann DSD dank des verzeihenderen Charakters durchaus eine Alternative sein. Aber die Unterschiede zwischen DSD und PCM sind nicht größer als die zwischen den vier verschiedenen Filtern bei letzterem. Bei guten Aufnahmen ist PCM mit dem „Dynamic“ betitelten Filter für mich die erste Wahl.

Die Module zur exakten analogen Lautstärkeregelung im Vega G2.1: Im Bericht über die Version G2 wurde die Qualität der Vorstufensektion ausführlich gewürdigt
Die Module zur exakten analogen Lautstärkeregelung im Vega G2.1: Im Bericht über die Version G2 wurde die Qualität der Vorstufensektion ausführlich gewürdigt

Man braucht zwar einige Klicks in der App Lightning DS, um ins Menü für den Prozessor zu gelangen, in dem man das Ausgabeformat wählen kann. Aber Auralics gesamtes Hard- und Software-Paket für die vier Digital-Komponenten ist so perfekt aufeinander abgestimmt, dass man während der laufenden Wiedergabe eines Tracks zwischen PCM und DSD umschalten kann – mit nur einer kurzen Unterbrechung und völlig nebengeräuschfrei! Allerdings gibt es zwischen beiden Formaten eine Lautstärkedifferenz, die man kompensieren sollte, um einen richtigen Eindruck von den klanglichen Unterschieden zwischen PCM und DSD zu bekommen. Wie gesagt sind diese nicht weltbewegend, aber wie die Wahlmöglichkeit zwischen den Filtern ein gutes Mittel, um den Klang den eigenen Präferenzen, der Kette oder auch nur dem aktuellen Song entsprechend fein zu justieren.

Kein Déjà-vu: Beim Leo GX haben Sie zwar schon die gleichen Platinen gesehen, nicht aber wie im GX.1 in einem Kupfergehäuse montiert
Kein Déjà-vu: Beim Leo GX haben Sie zwar schon die gleichen Platinen gesehen, nicht aber wie im GX.1 in einem Kupfergehäuse montiert


  • Matrix Audio mini-i Pro 4

    “Die Matrix ist allgegenwärtig, sie umgibt uns. Selbst hier ist sie, in diesem Zimmer.” Lange habe ich darauf gewartet, einen Testbericht mit einem passenden Filmzitat zu eröffnen. Ähnlich lange habe ich mich auf den Test eines Produkts aus dem Hause Matrix Audio gefreut. Mit dem mini-i Pro 4 ist es endlich so weit. Der Name Matrix Audio beruft sich eigentlich auf das gleichnamige mathematische Konzept, aber bei der Namensverwandtschaft zu dem stilprägenden Film kam ich…
    21.07.2026
  • Børresen Acoustics T5 SSE – das Interview

    Während meines letzten Besuchs der Audio Group Denmark in Aalborg hatte ich am Tag nach der Präsentation der Børresen M8 und der Aavik M-880 Gelegenheit, mit dem Entwickler der T5 SSE über sein Produkt zu sprechen. Wenn Sie im ersten Teil technische Details vermisst haben sollten: Hier finden Sie sie in Hülle und Fülle. Dirk Sommer: Nun zu etwas ganz anderem, den T5. Was ist anders im Vergleich zum 05? Ich muss zugeben, dass ich…
    17.07.2026
  • Børresen Acoustics T5 Silver Supreme Edition

    Einerseits war ich mit der Børresen 05 Silver Supreme Edition in meinem Hörraum wunschlos glücklich, andererseits begeisterte mich das Nachfolgemodell, die T5 SSE, schon bei ihrer Vorstellung damals noch in München allein durch ihr Erscheinungsbild: Die schwarze Hochglanzlackierung mit Karbonfaser-Applikationen wirkte einfach unheimlich elegant. Aber natürlich geht es mir bei Lautsprechern nicht vorrangig um die Optik. Dass die Børresen 05 SSE solange bei mir zu Gast war und ich mich schon auf die T5 SSE…
    14.07.2026
  • Qln – das Interview

    Roland Dietl: Welche Antriebstechnik verwendest Du bevorzugt bei Tief-Mitteltönern? Mats Andersen: Ich bevorzuge eine unterhängende Schwingspulenanordnung. Bei Standard-Treibern hat man eine Schwingspule, die etwa 20 bis 40 Millimeter lang ist, und dann einen Magnetspalt von etwa 5 bis 6 Millimetern. Wenn sich die Schwingspule bewegt, ändern sich die Induktivität und auch die Magnetkraft. Bei unserem Treiber beträgt der Magnetspalt dagegen 20 Millimeter und die Schwingspule ist 11 Millimeter lang. Die Schwingspule bleibt dadurch permanent vollständig…
    07.07.2026
  • SOtM sMS-2000 – ein weiterer Nachtrag

    Endlich ist es soweit: Der SOtM sMS-2000 spielt in der gewünschten Konfiguration: In der Eunhasu-App habe ich teils auf Roland Dietls Rat hin alle klangfördernden Einstellungen vorgenommen, Ethernet- und USB-Karte werden von externen Netzteilen gespeist, die 10-Megahertz-Clock gibt den Takt vor und die Daten kommen von einer kryo-behandelten SSD. Vor rund zweieinhalb Monaten berichtete ich darüber, dass der SOtM sMS-2000 der einzige von mir getestete Streamer ist, bei dem auf einer internen Festplatte gespeicherte Musik-Files…
    03.07.2026
  • Keces Euphony

    Die taiwanesische Marke Keces ist inzwischen nicht allein wegen ihres Portfolios exzellenter Analog-Netzteile bekannt und angesehen. Für die neue Phonostufe und den neuen Switch aus der Essential Serie bekam Keces unlängst ebenfalls viel Applaus. Jetzt steht der brandneue Streaming-DAC Essential Euphony zum Test bereit. Als Dirk Sommer unlängst die Keces Phono-Stufe Ephono+ und den Ewave Switch beschrieb, gefielen mir diese Geräte auch wegen ihrer sinnvollen und beim Ewave sogar sehr fortschrittlichen Ausstattung, nämlich den zu-…
    30.06.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.