tests/21-08-06_cayin
 

Cayin N6mk2 und R01

06.08.2021 // Jürgen Saile

Cayin setzt hier Android 8.1 Oreo ein. Google Play ist bereits vorinstalliert, somit werden gängige Streaming-Anbieter wie Tidal oder Spotify unterstützt. Standardmäßig wird der N6 mit dem A01 Board ausgeliefert. Hier setzt Cayin den bewährten AKM-AK4497EQ-DAC-Chip ein. In der Ausgangsstufe werkeln vier OPA 1622 parallel und liefern somit 245 Milliwatt an 32 Ohm unsymmetrisch und 530 Milliwatt symmetrisch.

Das A01-Modul bietet neben dem symmetrischen und dem unsymmetrisches Ausgang auch Line.Ausgänge an. Für den unsymmetrischen wird eine extra Buchse eingesetzt
Das A01-Modul bietet neben dem symmetrischen und dem unsymmetrisches Ausgang auch Line.Ausgänge an. Für den unsymmetrischen wird eine extra Buchse eingesetzt

Zusätzlich zum Test wurde das brandneue R01-Modul mitgeschickt. Die Besonderheit dabei liegt in dem 24Bit R-2R Wandler. Diesem Wandlertyp sagt man ja eine sehr natürliche und organische Wiedergabe nach. Bei dieser Technologie übernimmt ein Widerstandsnetzwerk die Wandlung des digitalen Signals in ein analoges. Klingt einfach, oder? Ist es aber nicht. Für das diskrete(!) Widerstandsnetzwerk setzt Cayin insgesamt 96 Präzisionswiderstände ein. Um die 24-Bit-Decodierung zu ermöglichen werden pro Kanal 48 Widerstände benötigt. Die hier eingesetzten Filmwiderstände sind eine Sonderanfertigung und haben eine Toleranz von +/-0,01 Prozent! Zudem müssen diese äußerst temperaturstabil sein, sonst klingt der DAP im Sommer anders als im Winter.

Das Modul bietet zwei Ausgänge, symmetrisch mit einer Ausgangsleistung von 430 Milliwattt und unsymmetrisch mit 240 Milliwatt an 32 Ohm. Ein Line-Ausgang fehlt hier, damit könnte ich allerdings leben. Für Leute, die ohne symmetrischen Anschluss nicht auskommen können, enthält die Box auch einen Adapter, von 2,5 Millimeter auf 4,4-Millimeter-Pentaconn. Um die Module zu tauschen, benötigt man nun keine Uhrmacherausbildung, sondern man muss lediglich zwei T05 Torx Schrauben an der Rückseite lösen. Weil nicht jeder Haushalt mal eben einen passenden Schraubenzieher in der Schublade parat hat, enthält die Verpackung auch noch ein geeignetes Werkzeug. Ersatzschrauben sind dem Modul ebenfalls beigelegt. Letzteres ist durchaus empfehlenswert, da die Dinger so winzig sind, dass sie nach Herunterfallen wahrscheinlich unauffindbar bleiben.

Die Module sind erfreulicherweise in dem exakt gleichen Farbton gehalten wie der Korpus, so dass sie nicht wie ein Fremdkörper wirken. Der eingebaute Akku besitzt eine Kapazität von geschmeidigen 5900 Milliampere-Stunden, mit dem eine Betriebszeit von 13 bis 14 Stunden möglich sein soll – laut Hersteller. Das halte ich für ein großes Plus an diesem Gerät. Mit der Schnellladefunktion QC 3 kann man einen voll geladenen Akku in etwa zwei Stunden erwarten.


  • Børresen Acoustics T5 SSE – das Interview

    Während meines letzten Besuchs der Audio Group Denmark in Aalborg hatte ich am Tag nach der Präsentation der Børresen M8 und der Aavik M-880 Gelegenheit, mit dem Entwickler der T5 SSE über sein Produkt zu sprechen. Wenn Sie im ersten Teil technische Details vermisst haben sollten: Hier finden Sie sie in Hülle und Fülle. Dirk Sommer: Nun zu etwas ganz anderem, den T5. Was ist anders im Vergleich zum 05? Ich muss zugeben, dass ich…
    17.07.2026
  • Børresen Acoustics T5 Silver Supreme Edition

    Einerseits war ich mit der Børresen 05 Silver Supreme Edition in meinem Hörraum wunschlos glücklich, andererseits begeisterte mich das Nachfolgemodell, die T5 SSE, schon bei ihrer Vorstellung damals noch in München allein durch ihr Erscheinungsbild: Die schwarze Hochglanzlackierung mit Karbonfaser-Applikationen wirkte einfach unheimlich elegant. Aber natürlich geht es mir bei Lautsprechern nicht vorrangig um die Optik. Dass die Børresen 05 SSE solange bei mir zu Gast war und ich mich schon auf die T5 SSE…
    14.07.2026
  • Qln – das Interview

    Roland Dietl: Welche Antriebstechnik verwendest Du bevorzugt bei Tief-Mitteltönern? Mats Andersen: Ich bevorzuge eine unterhängende Schwingspulenanordnung. Bei Standard-Treibern hat man eine Schwingspule, die etwa 20 bis 40 Millimeter lang ist, und dann einen Magnetspalt von etwa 5 bis 6 Millimetern. Wenn sich die Schwingspule bewegt, ändern sich die Induktivität und auch die Magnetkraft. Bei unserem Treiber beträgt der Magnetspalt dagegen 20 Millimeter und die Schwingspule ist 11 Millimeter lang. Die Schwingspule bleibt dadurch permanent vollständig…
    07.07.2026
  • SOtM sMS-2000 – ein weiterer Nachtrag

    Endlich ist es soweit: Der SOtM sMS-2000 spielt in der gewünschten Konfiguration: In der Eunhasu-App habe ich teils auf Roland Dietls Rat hin alle klangfördernden Einstellungen vorgenommen, Ethernet- und USB-Karte werden von externen Netzteilen gespeist, die 10-Megahertz-Clock gibt den Takt vor und die Daten kommen von einer kryo-behandelten SSD. Vor rund zweieinhalb Monaten berichtete ich darüber, dass der SOtM sMS-2000 der einzige von mir getestete Streamer ist, bei dem auf einer internen Festplatte gespeicherte Musik-Files…
    03.07.2026
  • Keces Euphony

    Die taiwanesische Marke Keces ist inzwischen nicht allein wegen ihres Portfolios exzellenter Analog-Netzteile bekannt und angesehen. Für die neue Phonostufe und den neuen Switch aus der Essential Serie bekam Keces unlängst ebenfalls viel Applaus. Jetzt steht der brandneue Streaming-DAC Essential Euphony zum Test bereit. Als Dirk Sommer unlängst die Keces Phono-Stufe Ephono+ und den Ewave Switch beschrieb, gefielen mir diese Geräte auch wegen ihrer sinnvollen und beim Ewave sogar sehr fortschrittlichen Ausstattung, nämlich den zu-…
    30.06.2026
  • Aavik Acoustics R-588

    Keces' Vorverstärker S4 war der erste Anlass, mich mit einem DS-Audio-Tonabnehmer zu beschäftigen. Für den Erwerb eines W3 sprachen dann meine sehr positiven klanglichen Erfahrungen damit, aber auch die Tatsache, dass immer mehr hoch interessante Phonostufen einen dafür geeigneten Eingang aufweisen würden. Eine davon ist die Aavik R-588. Schon vor meinem Entschluss, meinen Tonabnehmerfundus um ein photoelektrisches Exemplar zu erweitern, hatten beispielsweise Kato san, Angus Leung und Michael Børresen angekündigt, dass in den in Entwicklung…
    26.06.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.