tests/25-07-01_acousence
 

Acousence dac-pre reference UX

01.07.2025 // Dirk Sommer

In vielen meiner Tests kommen Produkte von Acousence vor, wenn auch nicht namentlich. Denken Sie nur an Schostakowitschs Symphonie Nr. 15 mit den Duisburger Philharmonikern: ein vorzügliches klingendes Album, egal ob als File oder als LP. Doch Acousence steht nicht nur für Aufnahmen, sondern auch für Hifi- und Studio-Equipment der etwas anderen Art.

Der Kopf hinter Acousence – ein Kunstwort aus „acoustics“ und „experience“ – ist Ralf Koschnicke. Er betreibt ein Tonstudio, ist Mitglied im Verband Deutscher Tonmeister und bei Musikfreunden und Audiophilen durch seine herausragenden als Files oder teils auch als LP erhältlichen Hochbit-Aufnahmen bestens beleumundet. Die begeistern nicht nur den Autor mit ihrer realistischen Raumdarstellung. Aber wie es in unserer Szene nicht selten vorkommt, war er irgendwann mit dem verfügbaren Studio-Equipment nicht mehr zufrieden und begann seine eigenen A/D- und D/A-Wandler zu bauen. Nach ersten Erfolgen beschloss er dann, seine Entwicklungen auch HiFi-Begeisterten zugänglich zu machen. Unter der Marke artistic fidelity stellte er einen D/A-Wandler und den arfi isolator mit USB-Audio-Interface vor, die Roland Dietl und ich so spannend fanden, dass wir sie an dieser Stelle vor rund sieben Jahren zum Gegenstand zweier Tests machten. Inzwischen hat sich Ralf Koschnicke entschieden, auch seine Elektronik unter dem bestens eingeführten Namen Acousence anzubieten. Seit kurzem hat ATR - Audio Trade den Vertrieb seiner beiden Wandler/Vorstufen-Kombinationen und drei Leistungsverstärker übernommen.

Die sachliche, schnörkellose Gestaltung des Gehäuses verweist auf den Ursprung der Acousence-Komponenten: Die ersten wurden für den Einsatz im Studio entwickelt
Die sachliche, schnörkellose Gestaltung des Gehäuses verweist auf den Ursprung der Acousence-Komponenten: Die ersten wurden für den Einsatz im Studio entwickelt

Im Jahr 2018 kam Ralf Koschnickes DAC ohne AES/EBU-, S/PDIF- und USB-Eingänge aus und akzeptierte ausschließlich PCM-Dateien mit maximal 24 Bit und 192 Kilohertz. Der dac-pre reference verfügt nun neben einem AES/EBU-, einem optischen und einem BNC-S/PDIF-Eingang auch über eine USB-Schnittstelle, die nicht nur PCM-Signale mit bis zu 786 Kilohertz und 32 Bit, sondern auch Quad-DSD verarbeiten kann. Die AES/EBU- und die elektrischen S/PDIF-Eingänge werden direkt nach den Buchsen durch Lundahl-Übertrager von der weiterverarbeitenden Schaltung galvanisch getrennt. Natürlich hat sich im Laufe der Jahre Ralf Koschnickes Bewertung der USB-Schnittstelle nicht geändert: Für ihn war und bleibt sie die denkbar schlechteste Schnittstelle für Audio. Doch statt deshalb auf sie zu verzichten – was aufgrund ihrer großen Verbreitung gewiss ein Wettbewerbsnachteil wäre –, betreibt er einen großen Aufwand, um ihre schädlichen Einflüsse auf den Wandler zu minimieren.

Die Fernbedienung mit Plastikgehäuse passt nicht zu den sehr guten akustischen Eigenschaften des dac-pre reference. Das ist bei dessen extrem guten Preis/Klangverhältnis aber leicht verschmerzbar
Die Fernbedienung mit Plastikgehäuse passt nicht zu den sehr guten akustischen Eigenschaften des dac-pre reference. Das ist bei dessen extrem guten Preis/Klangverhältnis aber leicht verschmerzbar


  • Wilson Benesch Prime Meridian System

    The first, rather lengthy article about Wilson Benesch' Prime Meridian system dealt solely with the turntable unit, consisting of the OMEGA Drive, ALPHA Drive, the FrACTal damping system in which the motor and tonearm are mounted, and the R1 Rack. Now, in addition to introducing the tonearm and cartridge, we finally turn to the sound of the turntable. The fact that the Prime Meridian system's turntable is driven by a motor with one and a…
    29.05.2026
  • Galion Audio TS34

    Der kanadische Hersteller Galion Audio hat seinen KT88-bewehrten Vollverstärker TS120 SE als Basis für die Entwicklung eines günstigeren Modells mit EL34-Röhren genommen, den TS34. Ein interessantes Feature ist die Möglichkeit, zwischen Class A und Class AB umzuschalten, was ihn von vielen anderen EL34-Designs unterscheidet. Mir war Galion Audio bis zum Test des Röhrenvorverstärkes „Navy“ im Herbst des letzten Jahres noch nicht bekannt. Das junge Unternehmen aus Québec in Kanada wurde von Thomas Tan gegründet, der…
    26.05.2026
  • XACT N1 Switch

    Manchmal dauert es etwas länger, bis ein Test zustande kommt. Nicht immer ist ein Testgerät auf Hersteller- oder Vertriebsseite für Hifistatement verfügbar und dann müssen bei uns auch noch die entsprechenden Testkapazitäten vorhanden sein. Doch nun hat endlich alles geklappt und ich kann Ihnen den XACT N1-LAN-Switch vorstellen. XACT ist die jüngste Marke von Marcin Ostapowicz, der seit 2010 in der High-End-Audio-Branche tätig ist und sich von Anfang an auf die Streaming-orientierte digitale Audiowiedergabe spezialisiert…
    22.05.2026
  • Aavik I-288

    Im dänischen Aalborg befindet sich eine Hifi-Schmiede der Extraklasse. Hier produzieren Michael Børresen und sein Team Produkte, die nicht nur elegant aussehen, sondern auch mit außergewöhnlichen technischen Features ausgestattet sind – wie der Vollverstärker Aavik I-288, den uns die Audio Group Denmark zum Test geschickt hat. Wenn man sich in der Hifi-Welt umsieht, könnte man meinen, dass die Audio Group Denmark zu den jüngeren Unternehmen in der Szene gehört. Doch man sollte sich nicht täuschen…
    19.05.2026
  • Scansonic HD M15.2

    Scansonic HD gehört seit 2013 wie die wohlbekannte dänische Edelschmiede Raidho zur Firmengruppe Dantax. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass in die Lautsprecherlinien von Scansonic immer auch die in der Entwicklung der High-End Lautsprecher von Raidho gewonnenen Erkenntnisse einfließen. Der Bändchenhochtöner der M-Serie kommt folglich nicht von ungefähr. Trotzdem spricht Scansonics M-Serie eine eigene, starke und wie ich finde sehr moderne Designsprache. Für eine Serie, bei der eine besonders attraktive Preisgestaltung eine große Rolle…
    15.05.2026
  • Chord Company ChordMusic Kabel

    Ich hatte schon einiges über die Kabel der englischen Chord Company gehört, aber bisher noch nicht das Vergnügen, eines davon in meiner Anlage zu hören. Deshalb war meine Vorfreude ausgesprochen groß, als ich den Auftrag erhielt, XLR-Verbindungen und Lautsprecherkabel der Top-Linie mit dem Namen ChordMusic einem ausführlichen Test zu unterziehen. Die Chord-Produkte werden seit 2017 von DREI H in Deutschland und Österreich vertrieben. Da ich in Hamburg lebe und der Vertrieb ebenfalls in der Hansestadt…
    13.05.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.