tests/21-10-12_wireworld
 

Wireworld Starlight 8, Silver Starlight 8, Gold Starlight 8 und Platinum Starlight 8

12.10.2021 // Wolfgang Kemper

Deshalb verglich ich die beiden Konkurrenten zwischen meinem Primare-CD-Spieler und D/A-Wandler mit dem Song „Body & Soul“ von Nnenna Freelons Album Live. In Sachen räumlicher Darbietung schien mir die etwas weniger tiefe Staffelung des Starlight 8 hier von Vorteil, weil die Stimme der Sängerin mehr im Vordergrund steht. Das DH-Labs hatte einen Hauch mehr Tiefbass-Intensität, was mir bei dieser Musik jedoch eher etwas zu viel erschien. Die tonale Balance und Spielfreude des Wireworld, auch die straffe Dynamik im Bass sorgten für Freude beim Hören. Das kleine Starlight 8 ist als schon mal ein hervorragender Start in die Wireworld.

Wie alle trägt auch das Silver Starlight 8 einen Reiter mit Typenangabe und Laufrichtungs-Markierung
Wie alle trägt auch das Silver Starlight 8 einen Reiter mit Typenangabe und Laufrichtungs-Markierung

Das nächst höherwertige, das Silver Starlight 8, sollte nun zeigen, was es mehr kann. Immerhin kostet es gut das Doppelte, bietet dafür aber auch in der Tri-DN-Helix insgesamt zwölf Leiter – drei mal vier - mit 0,2 Quadratmillimeter Stärke. Dies sind mit hochreinem 7N-Silber beschichtete Kupferleiter mit monokristalliner OCC-Struktur. Dieser von Professor Ohno entwickelte Strangguss (Ohno Continous Cast) sorgt durch seine bis zu einer Länge von 125 Metern gezogene, bruchfreie Kristallstruktur für einen besonders gleichmäßigen Signalfluss. Die Oberfläche des Silver Starlight 8 ist ein orange durchwirktes, schwarzes Geflecht über der graphitfarbenen Isolierung. Tröstlich, dass man nicht weiß, was man vermisst, bevor man dieses Kabel erlebt hat. Mit ihm zeigt sich schlagartig eine ganz andere Art der Darbietung. Nicht, dass wir hier von mehr oder weniger Mitten, Bässen oder Höhen sprechen könnten, nein es ist vielmehr die unmittelbar spürbare Leichtigkeit und Offenheit der Präsentation. Rückblickend möchte ich das zuvor Gehörte als eingeschnürt oder verklemmt bezeichnen, was es selbstverständlich nicht war. Aber zurück geht es jetzt bitte nicht mehr. Feindynamik, Spielfreude, musikalischer Fluss und Lebendigkeit scheinen entschieden gewonnen zu haben. Nnenna Freelon und ihr Ensemble musizieren nun mitreißend. Das Mehr in der räumlichen Staffelung wie auch die an Nuancen reicheren Klangfarben beispielsweise der Becken des Drumsets gestaltet die Musik authentischer Ich lehne mich erst einmal zurück und genieße das ganze Album ab „Body & Soul“ – ein echtes Hörvergnügen, besonders weil auch Nnenna Freelon beinahe leibhaftig auftritt.

Der Aufbau des Silver Starlight 8
Der Aufbau des Silver Starlight 8

Nach diesem beeindruckenden Erlebnis bei direktem Anschluss des Primare-Players an den DAC, schalte ich nun wieder den Mutec per Boaacoustic Silver Digital Krypton dazwischen und verbinde den Mutec und den Wandler mit dem Wireworld Silver Starlight 8. Dasselbe Album gewinnt durch den Reclocker an Sauberkeit, Klangfarbenintensität und mehr Druck im Tiefbass, den das Wireworld Silver wunderschön konturiert aufzufächern versteht. Es verleiht dem Live-Auftritt eine großartige imaginäre Bühne mit hoher Authentizität in den Klangfarben. So brachte das Silver Starlight 8 Details wie etwa die Schläge der Sticks auf den Rand der Snare oder des Tom-Toms angehem plastisch zu Gehör. Mit der natürlichen Instrumentierung klassischer Musik kann das Silver Starlight ebenso feinfühlig umgehen. Das zeigte sich bei Tchaikovskys Nussknacker mit dem Kirov Orchestra und Valery Gergiev. Strukturiert, plastisch, körperhaft die Geigen – sehr schön. Das lässt sich genießen. Dennoch kenne ich hier von meinem gewohnten Setup mit dem vielfach teureren Habst DIII noch mehr filigranen Detail-Glamour.


  • Scansonic HD M15.2

    Scansonic HD gehört seit 2013 wie die wohlbekannte dänische Edelschmiede Raidho zur Firmengruppe Dantax. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass in die Lautsprecherlinien von Scansonic immer auch die in der Entwicklung der High-End Lautsprecher von Raidho gewonnenen Erkenntnisse einfließen. Der Bändchenhochtöner der M-Serie kommt folglich nicht von ungefähr. Trotzdem spricht Scansonics M-Serie eine eigene, starke und wie ich finde sehr moderne Designsprache. Für eine Serie, bei der eine besonders attraktive Preisgestaltung eine große Rolle…
    15.05.2026
  • Chord Company ChordMusic Kabel

    Ich hatte schon einiges über die Kabel der englischen Chord Company gehört, aber bisher noch nicht das Vergnügen, eines davon in meiner Anlage zu hören. Deshalb war meine Vorfreude ausgesprochen groß, als ich den Auftrag erhielt, XLR-Verbindungen und Lautsprecherkabel der Top-Linie mit dem Namen ChordMusic einem ausführlichen Test zu unterziehen. Die Chord-Produkte werden seit 2017 von DREI H in Deutschland und Österreich vertrieben. Da ich in Hamburg lebe und der Vertrieb ebenfalls in der Hansestadt…
    13.05.2026
  • Wilson Benesch Prime Meridian System – an approximation

    I reviewed Wilson Benesch's first turntable in 1996, and the second two years later. Getting hold of the third for a review shouldn't have been a big deal, I thought. But it was – for several reasons: It's a really big thing, weighing over 350 kilograms, and the accompanying white paper is 138 pages long. The fact that the Prime Meridian system, if I remember correctly, is the most expensive product ever tested by hifistatement.net…
    11.05.2026
  • Harbeth Super HL5plus XD2

    Der HL5 ist das älteste Modell von Harbeth und gehört nach wie vor zum aktuellen Sortiment. Seine Geschichte reicht fast 50 Jahre zurück und begann 1977, als H.D. Harwood, ein ehemaliger BBC-Ingenieur, als Erster Polypropylen für die Membranen der Treiber einsetzte. Übrigens steht „HL“ für die Vornamen von Harwood und seiner Frau Elisabeth. Vom HL5 zum Super HL5plus XD2 Die originalen HL-Monitor-Modelle, vom Mk 1 bis zum Mk 4, wurden zwischen 1977 und 1988 hergestellt.…
    08.05.2026
  • iFi iDSD Phantom

    Der iDSD Phantom vereint Streamer, DAC und Kopfhörerverstärker in bester iFi-Manier zu einem Alleskönner. iFi erreicht damit die höchstmögliche Ausbaustufe von stationärem HiFi. Abgerundet wird das Paket von einem aufwendigen Gehäuse und sowohl einer Transistor- als auch einer Röhren-Ausgangsstufe. Gerade im mobilen Bereich hat iFi in der Vergangenheit viele Geräte entwickelt, die einen Vergleich mit dem berühmten Schweizer Allzwecktaschenmesser nicht im Geringsten scheuen müssen. Mit dem Phantom hält die – nahezu – unbegrenzte Vielfalt an…
    05.05.2026
  • Pro-Ject Flatten it

    Das Thema thermische Behandlung von Festplatten, Kabeln oder Schallplatten wurde in Hifistatement mehrfach ausführlich behandelt. Heute geht es um den Flatten it Schallplatten-Bügler von Pro-Ject, der dank seines attraktiven Preises ein Angebot für jedermann sein könnte. Dirk Sommer hat an dieser Stelle seit Jahren immer wieder über Kältebehandlungen zur Klangverbesserung explizit bei der Firma CoolTech berichtet. Das liest sich überzeugend, ist aber mit ein wenig Aufwand verbunden, der selbst manch eingefleischtem Audio-Freak zu lästig erscheint.…
    28.04.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.