tests/22-05-03_plixir
 

Plixir Elite BDC und Statement DC

03.05.2022 // Wolfgang Kemper und Dirk Sommer

Das Plixir Elite-BDC-2A12V ist mit seinen zwei Ampere für diese Test-Anwendung sicher ausreichend dimensioniert. Dennoch interessierte mich, ob sich das vier Ampere leistende Doppeltnetzteil BDC 4A12VDO klanglich unterscheidet. Dem war aber nicht so. Ich konnte keinen Unterschied bei der Versorgung der D/A-Wandler-Analogplatine hören. Ändert sich der Klang des Doppelt-Netzteils, wenn ich einen zweiten Verbraucher anschließe? Dazu bediente ich mich meines Intel NUC-Computers, den ich um des Stromverbrauchs willen hochfuhr, jedoch nicht als Tonquelle nutzte. Auch hier konnte ich nicht bemerken, dass sich klanglich irgendetwas änderte, wenn der zweite Verbraucher dem Linearnetzteil zusätzlichen Strom abverlangte. Das führt zu dem Resümee, dass das vier Ampere Dual-Netzteil eine gute Investition sein kann, wenn man früher oder später eines weiteres Gerät mit dem gleichen Spannungswert anschließen möchte. Die Plixir Elite Linearnetzteile gibt es übrigens in Ausführungen mit 5, 9, 12, 15, 18, 19 und 24 Volt DC-Ausgangspannung. Stets gibt es die Doppelt-Alternative mit vier oder sechs Ampere für einen überschaubaren Aufpreis. Jedoch gehört auch bei der Dual-Version nur ein DC-Kabel zum Lieferumfang.

Beim Vier-Ampere Dopelnetzteil – hier die zwölf Volt Version – hat der größere Ringkerntrafo zusätzlich einen massiven Deckel
Beim Vier-Ampere Dopelnetzteil – hier die zwölf Volt Version – hat der größere Ringkerntrafo zusätzlich einen massiven Deckel

Auch wenn dieser Test am Analogbord meine PS Audio-DAC sicher aussagekräftig ist, will ich einen zweiten machen. Dazu lasse ich ein Plixir-Netzteil am PS Audio und betreibe meinen Intel NUC mit der Daphile Server/Player-Software statt des Antipodes K50 als Tonquelle mit dem zweiten Plixir Elite. Am DAC verwende ich das Standard DC-Kabel, am NUC das Statement DC-Kabel, da mir nur dieses mit dem hier für nötigen 2,5-Millimeter-Stecker zur Verfügung steht. Das „Concierto de Aranjuez“ von Joaquín Rodrigo in der wunderschönen Phillips-Aufnahme mit Pepe Romero und der Academy of St.Martin-in-the-Fields unter dem Dirigat von Neville Marriner sollte hier Differenzen aufzeigen. Diese gefühlvoll und feindynamisch beeindruckende Darbietung konnte Unterschiede eigentlich nur deshalb hörbar machen, weil aus den vorhergehenden Erprobungen an der Analogplatine meines DACs bekannt war, auf welche Tendenzen zu achten war. Ja, ich konnte das Gras wachsen hören, aber eigentlich und ehrlich agierten die Netzteile von Plixir und Ferrum an dieser Stelle auf gleich hohem klanglichen Niveau und weit besser als mein einfaches China-Direktimport-Linearetzteil. Das Plixir hat hier nur einen kleinen Computer zu speisen, Analoges war nicht dabei. Möglicherweise deshalb sind die Auswirkungen weit geringer. Aber auch mit diesem rein digitalen Partner zeigte das Plixir keinerlei Schwächen und überzeugt auf ganzer Linie.

Ein DC-Kabel mit 2,1 mm oder 2,5 mm Stecker gehört stets zum Lieferumfang
Ein DC-Kabel mit 2,1 mm oder 2,5 mm Stecker gehört stets zum Lieferumfang

STATEMENT

Das Plixir Elite BDC Linearnetzteil ist in der einfachen wie auch in der Ausführung mit zwei Ausgängen eine bestens geeignete Stromquelle, um digitale und erst recht analoge Geräte zu musikalischen Höhenflügen zu bewegen. Dies gilt schon in Verbindung mit dem Standard DC-Kabel, das Statement DC mag noch ein wenig besser gefallen. Für mich besitzt das Plixir-Elite-BDC das beste Preis-Gegenwert-Verhältnis aller mir bekannten Linear-Netzteile – vorausgesetzt, man mag auf die komfortable Ausstattung eines Ferrum Hypsos oder Keces P28 verzichten.

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