tests/22-11-28_cen
 

Cen.Grand DSDAC 1.0 Deluxe Model

28.11.2022 // Roland Dietl

Sie kennen das vielleicht: Manchmal laufen Dinge ganz anders als man das ursprünglich einmal geplant hatte. Beim Test des Top Digital-Analog-Wandlers DSDAC 1.0 Deluxe Model von Cen.Grand DAC ist mir das von Anfang bis Ende passiert.

Doch der Reihe nach: Der Test war bei Hifistatement eigentlich nicht geplant. In seinem Bericht über den Kopfhörerverstärker Cen.Grand 9i-92SA III hatte unser Chefredakteur ganz allgemein auf die „sehr interessanten DACs“ und speziell auf den „ungemein spannenden DSDAC1.0“ aus gleichem Hause hingewiesen. Offenbar hat man diesen Bericht auch im fernen China bei Cen.Grand sehr aufmerksam gelesen, denn es dauerte nicht lange, bis ein solches Gerät bei Hifistatement ankam, mit der Bitte, sich doch einmal damit zu beschäftigen. Daraufhin stellte sich die Frage, wer in der Redaktion das übernehmen sollte, es gibt ja eigentlich auch Planungen. Doch bei solchen Dingen kann unser Chefredakteur sehr charmant sein. Sein Angebot an mich, doch den Test zu übernehmen, verband er geschickt mit dem Stichwort DSD-Upsampling und dem Hinweis, dass ich damit ja große Erfahrung haben müsste, da mein PS Audio DirectStream DAC ähnliches mache. Mein Interesse war geweckt, doch ich gebe gerne zu, dass ich keine so rechte Vorstellung vom dem hatte, was mich erwarten würde. Ich hatte für mich abgespeichert: Irgendein nicht uninteressanter DAC aus China, aber das war’s dann auch schon.

Der Cen.Grand DAC von vorne mit dem großen, bernsteinfarbenen Display
Der Cen.Grand DAC von vorne mit dem großen, bernsteinfarbenen Display

Nun, die erste Überraschung kommt bereits beim Auspacken. Der Cen.Grand DAC präsentiert sich in einem massiven, hervorragend verarbeiteten Gehäuse aus Aluminium und bringt satte 12 Kilogramm auf die Waage. Da meint es jemand wohl richtig ernst, mit dem Anspruch in der Top-Liga mitspielen zu wollen. Die Frontseite wird von einem großen, bernsteinfarbenen Display dominiert, das auch aus größerer Entfernung noch gut ablesbar ist. Links davon befinden sich sechs kleine Taster, mit denen alle Funktionen des DAC gesteuert werden. Darüber hinaus lassen sich alle wichtigen Funktionen des Cen.Grand DAC auch über eine Fernbedienung steuern, die ebenfalls in einem massiven Aluminiumgehäuse verpackt ist. Die zweite Überraschung folgt auf dem Fuße beim Blick auf die Rückseite: „Vielseitigkeit und Flexibilität“ lautet hier das Motto. Wir finden fünf digitale Eingänge für USB, XLR (AES/EBU), Cinch (S/PDIF), BNC (S/PDIF) und TOSLINK (S/PDIF). Der USB-Eingang akzeptiert PCM bis 24 Bit/384 Kilohertz und DSD256 und mit speziellen Treibern sogar DSD512! Die übrigen Eingänge verarbeiten PCM bis 24 Bit/192 Kilohertz sowie DSD64.

Mit der Fernbedienung lassen sich alle wichtigen Funktionen steuern
Mit der Fernbedienung lassen sich alle wichtigen Funktionen steuern


  • Qln – das Interview

    Roland Dietl: Welche Antriebstechnik verwendest Du bevorzugt bei Tief-Mitteltönern? Mats Andersen: Ich bevorzuge eine unterhängende Schwingspulenanordnung. Bei Standard-Treibern hat man eine Schwingspule, die etwa 20 bis 40 Millimeter lang ist, und dann einen Magnetspalt von etwa 5 bis 6 Millimetern. Wenn sich die Schwingspule bewegt, ändern sich die Induktivität und auch die Magnetkraft. Bei unserem Treiber beträgt der Magnetspalt dagegen 20 Millimeter und die Schwingspule ist 11 Millimeter lang. Die Schwingspule bleibt dadurch permanent vollständig…
    07.07.2026
  • SOtM sMS-2000 – ein weiterer Nachtrag

    Endlich ist es soweit: Der SOtM sMS-2000 spielt in der gewünschten Konfiguration: In der Eunhasu-App habe ich teils auf Roland Dietls Rat hin alle klangfördernden Einstellungen vorgenommen, Ethernet- und USB-Karte werden von externen Netzteilen gespeist, die 10-Megahertz-Clock gibt den Takt vor und die Daten kommen von einer kryo-behandelten SSD. Vor rund zweieinhalb Monaten berichtete ich darüber, dass der SOtM sMS-2000 der einzige von mir getestete Streamer ist, bei dem auf einer internen Festplatte gespeicherte Musik-Files…
    03.07.2026
  • Keces Euphony

    Die taiwanesische Marke Keces ist inzwischen nicht allein wegen ihres Portfolios exzellenter Analog-Netzteile bekannt und angesehen. Für die neue Phonostufe und den neuen Switch aus der Essential Serie bekam Keces unlängst ebenfalls viel Applaus. Jetzt steht der brandneue Streaming-DAC Essential Euphony zum Test bereit. Als Dirk Sommer unlängst die Keces Phono-Stufe Ephono+ und den Ewave Switch beschrieb, gefielen mir diese Geräte auch wegen ihrer sinnvollen und beim Ewave sogar sehr fortschrittlichen Ausstattung, nämlich den zu-…
    30.06.2026
  • Aavik Acoustics R-588

    Keces' Vorverstärker S4 war der erste Anlass, mich mit einem DS-Audio-Tonabnehmer zu beschäftigen. Für den Erwerb eines W3 sprachen dann meine sehr positiven klanglichen Erfahrungen damit, aber auch die Tatsache, dass immer mehr hoch interessante Phonostufen einen dafür geeigneten Eingang aufweisen würden. Eine davon ist die Aavik R-588. Schon vor meinem Entschluss, meinen Tonabnehmerfundus um ein photoelektrisches Exemplar zu erweitern, hatten beispielsweise Kato san, Angus Leung und Michael Børresen angekündigt, dass in den in Entwicklung…
    26.06.2026
  • Qln Prestige Three Gen 2

    Mit Lautsprechern der schwedischen Marke Qln haben wir uns bei Hifistatement bisher noch nicht beschäftigt. Ein Versäumnis – wie sich gleich zeigen wird. Also kommen wir schleunigst zum Test der brandneuen QLN Prestige Three Gen 2, einem eleganten Standlautsprecher in klassischer Zwei-Wege-Bestückung mit ambitioniertem Anspruch. Die Ursprünge von Qln reichen bis ins Jahr 1977 zurück. Die fundamentale Zielsetzung der damaligen Gründer ist von Beginn an audiophiler Natur, nämlich einen Lautsprecher zu entwickeln, der die Klangbühne…
    23.06.2026
  • Vertere Ruby one

    Die Beschäftigung mit dem Vertere Xtrax vor beinahe anderthalb Jahren hatte richtig Spaß gemacht. Daher nahm ich das Angebot von Andreas Kayser, dem Inhaber des deutschen Vertere-Vertriebs Beat Audio, das neue Topmodell Ruby one zu testen, gerne an. Dafür habe ich sogar eine meiner selbstauferlegten Regeln für Tests gebrochen. Dazu später mehr. Vorrangig freute ich mich darauf, nach Monaten endlich mal wieder längere Zeit nur Schallplatten zu hören. Außerdem unterscheiden sich Xtrax und Ruby one…
    19.06.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.