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Keces P14

16.06.2023 // Wolfgang Kemper

Zone IV versorgt die USB-Leitung mit sauberen fünf Volt und isoliert gleichzeitig galvanisch
Zone IV versorgt die USB-Leitung mit sauberen fünf Volt und isoliert gleichzeitig galvanisch

Mag die äußere Erscheinung des P14 auch gefallen, richtig imposant wird es nach Abheben des mit Luftschlitzen und der Keces Logo-Prägung versehenen Deckels. Zum Vergleich mit dem P28 habe ich für Sie ein Foto aus dessen damaligem Test eingefügt. Sie erkennen den hohen Verwandtschaftsgrad. Wie aus den Bezeichnungen P28 und P14 ableitbar ist, vermag der eine insgesamt 28, der neue 14 Ampere zur Verfügung zu stellen. Robert Ross bestätigte meinen Eindruck, dass ansonsten beide technisch identisch seien. Ich vermutete, dass bei dem relativ günstigen Preis des P14 der Schumann Raum-Resonanz-Generator unter den Tisch gefallen wäre, mit dem der P28 ja außer mit sauberem Strom zum audiophilen Wohlbefinden beitragen kann. Aber von Robert Ross erfuhr ich, dass dieser hier nur nicht oben, also beim P28 leicht erkennbar, sondern unterhalb der Netzteil-Platine verbaut sei. Und ja, nach dem Einschalten sieht man auch dazugehörige grüne LEDs leuchten, nur dank dieser Positionierung nicht so auffällig wie beim P28. Dass Transformator-Spezialist Keces hier wie bei allen seinen Modellen einen hochwertigen Ringkerntrafo eingebaut hat, überrascht nicht. Bedeutsam für das klangliche Ergebnis kann die separate Masse für jede Zone sein. Im gesamten technischen Konzept werden keine ICs verwendet. Der Aufbau ist laut Keces ein absolut analoges Design, wie beim P28 ohne Störsignale durch die Netzfrequenz und mit minimaler Restwelligkeit. Interessant ist die bei den beiden Top-Linearnetzteilen angewandte „Quantum Resonance technology“, die sämtliche elektromagnetischen Bauteile in Einklang schwingen lassen und so die Homogenität, und Zeitrichtigkeit optimieren soll.

Der Blick in das Keces P14
Der Blick in das Keces P14

Zum Vergleich das Keces P28
Zum Vergleich das Keces P28

Wie dem auch sei: Wichtig ist, was das Ohr dazu sagt. Das Keces klingt in meinem Umfeld sehr neutral und scheint tonal keinen Einfluss zu nehmen, wie ich dies mit dem Ferrum Hypsos und dem Plixir immer wieder bemerke, was aber im Einzelfall durchaus positiv sein kann. Diese Neutralität zeichnet das Keces aus. Mit ihm bin ich sozusagen auf der sicheren Seite, wenn es um unverfälschte Wiedergabe geht. Bei den anderen Netzteilen kommt es schon mal vor, dass hier das eine, dort das andere ein subjektiv empfunden musikalischeres Ergebnis bringt. Es ist müßig, hier mit Klangbeschreibungen ins Detail zu gehen. Sie wissen selber, lieber Leser oder liebe Leserin, um den Wert einer guten Gleichstromquelle. Das Geld für ein Keces P14 scheint mir sehr gut investiert, weil es seine Fähigkeit zu klanglichen Verbesserungen deutlich und zweifelsfrei hörbar macht. Der saubere Strom sorgt für Nuancenreichtum, Feindynamik, gestaltet das Hörerlebnis noch schöner und spannender. Gegenüber Schaltnetzteilen stellt sich mehr Ruhe und Sauberkeit ein. Das Keces macht ein angeschlossenes Gerät langzeittauglich, weil es Nervosität unterbindet. Der hohe Aufwand für dieses Qualitätsniveau hat seinen Preis. Doch hier stimmt der Gegenwert. Die flexible Ausstattung erlaubt vielseitigen Einsatz, und selbst wenn man nur eine Zone benötigt, ist das weitere Zonen-Angebot eine feine Sache, wenn man dies oder jenes ausprobieren möchte, wo üblicherweise nur ein Steckernetzteil zum Lieferumfang gehört, wie zum Beispiel die Stromversorgung einer Docking-Station für eine externe Festplatte.


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