tests/23-09-08_weiss
 

Weiss DAC204 und PSU102

08.09.2023 // Klaus Schrätz

Allerdings besitzt der Manhattan hier mehr „Punch“ im Bassbereich und groovt ein klein wenig intensiver. Als Nächstes höre ich ein klassisches Musikstück: „Rondo all´Ungarese“ von Haydn, dargeboten vom Norwegian Chamber Orchestra auf dem Album Haydn: Piano Concertos 3,4 & 11. Hier zeigen sich die Qualitäten des Weiss DAC: Die Auflösung der Wiedergabe ist hervorragend, die Höhenwiedergabe exzellent und die Ortbarkeit der Instrumente auf der imaginären Bühne ist sehr gut. Hier gibt es kaum Unterschiede zum Manhattan II, außer dass die Aufnahme hier ein wenig mehr Volumen besitzt. In Sachen Auflösung reicht der Manhattan aber nicht ganz an den Weiss heran. Bis hierher lässt sich also festhalten, dass der Weiss in Punkto Räumlichkeit, Auflösung und Höhenwiedergabe nichts zu wünschen übrig lässt, und das alles mit dem mitgelieferten Standard Schaltnetzteil.

Das Netzteil verfügt über zwei Ausgänge. Die Spannung kann in vier Schritten von fünf bis zwölf Volt eingestellt werden
Das Netzteil verfügt über zwei Ausgänge. Die Spannung kann in vier Schritten von fünf bis zwölf Volt eingestellt werden

Nun lacht mich die ganze Zeit schon dass separat gelieferte Linear-Netzteil PSU102 an und ich verspreche mir davon einen Zugewinn an Klang und Qualität der Musikwiedergabe. Auch dem Netzteil gebe ich ein paar Tage, um sich einzuspielen. Und tatsächlich umgibt die Instrumente jetzt noch ein wenig mehr Luft, bei Bläsersätzen sind feine Anblasgeräusche hörbar, satte Klangfarben, messerscharfe Breaks und ein mächtig grummelnder E-Bass sind ebenfalls wahrnehmbar. Grob- und Feindynamik vom Feinsten – ein Hochgenuss! Die Höhen gewinnen an Geschmeidigkeit, das so wichtige Timing ist wesentlich straffer. Auch in Sachen Räumlichkeit gibt es klare Veränderungen. Die Höhenwiedergabe des Weiss DAC ist fantastisch, die Höhen werden klar akzentuiert aber nie überspitzt wiedergegeben. Gut nachzuvollziehen bei „España, Rhapsody For Orchestra“ von Emmanuel Chabrier mit Anhaltische Philharmonie Dessau, 192 Kilohertz, 24 bit. Die ausdrucksstarken Streichersätze zu Beginn und in der Mitte des Stücks gewinnen erheblich an Strahlkraft und kommen ohne jegliche Schärfe rüber. Nun spielte ich noch ein Stück aus dem Album All the Birds von Marilyn Mazur, und zwar den Opener „Coming Into Life“, 192 Kilohertz, 32 bit.


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