tests/23-09-26_econik
 

Econik SIX

26.09.2023 // Finn Corvin Gallowsky

Seitdem ich mich das letzte Mal mit einem WiSA-System beschäftigt habe, ist in dem Standard einiges passiert. Verschiedene Hersteller-Presets für die Lautsprecher waren zu dem Zeitpunkt bereits üblich. Eine automatische Einmessung mit dem Stereo Hub allerdings war nur mit iPhones ab Generation 6s möglich. Dies ist jetzt anders. Mit dem Zen Wireless Mikrofon, das separat für 125 Euro bei HifiPilot erhältlich ist, kann eine Einmessung mit jedem beliebigen Android Smartphone und auch älteren Apple iPhones durchgeführt werden. Das eigentlich bahnbrechende Feature ist jedoch die mögliche manuelle Anpassung der Frequenzkurve der Lautsprecher mit vollparametrischen Filtern. Dies ist allerdings nur in Verbindung mit einem Hub möglich. Deshalb halte ich es für wenig sinnvoll, die Lautsprecher ohne ihn zu betreiben. Mit einem Hub kann in der Econik-App sogar gewählt werden, ob man die Lautsprecher mit der automatischen, manuellen oder sogar beiden Einmessungen kombiniert hören möchte.

Der Tiefmitteltöner aus SEAS' Prestige-Reihe ist gleich doppelt vorhanden: Jeweils einmal auf der Vorder- und Rückseite
Der Tiefmitteltöner aus SEAS' Prestige-Reihe ist gleich doppelt vorhanden: Jeweils einmal auf der Vorder- und Rückseite

Bevor ich mich jedoch eingehend mit der erweiterten Funktionalität der Lautsprecher beschäftige, gilt es zunächst, die Grundeinrichtung abzuschließen. Dazu müssen zuallererst die Lautsprecher mit dem Hub verbunden werde. Wie dies genau funktioniert, zeigt Jens Hörmann in einem Video, das sich auf der Econik-Website finden lässt. Anschließend muss ich den Hub in mein WLAN einbinden. Bei einem fabrikneuen oder resetteten Hub geht dies entweder indem man ein Notebook oder Smartphone mit dem WiFi des Hubs verbindet, im Browser über die IP-Adresse 192.168.43.1 auf die grafische Oberfläche des Hubs zugreift und dort die WiFi-Verbindung konfiguriert oder den automatischen Konfigurationsprozess über die Google Home App nutzt. Ist dieser Prozess abgeschlossen, ist die Kombi spielbereit und wird von meinem Roon-Server sofort erkannt. Außer zwei Stromkabeln, dem kleinen Netzteil des Hubs und einem Zuspieler, der auch einfach das Smart- oder iPhone sein kann, ist für den Musikgenuss nichts mehr notwendig. Kein Vorverstärker, keine Endstufe, keine weiteren Kabel, nicht einmal ein Server ist erforderlich, solange man ausschließlich einen Streaming-Dienst nutzen möchte. Dies sollte man sich bei einer Preis-Leistungs-Beurteilung bewusstmachen.

Auf Wunsch kann eine Frontabdeckung in verschiedenen Farben geordert werden
Auf Wunsch kann eine Frontabdeckung in verschiedenen Farben geordert werden

Bei der Positionierung der Lautsprecher wird deutlich, dass bei dem doch recht nahen Hörabstand in meinem Raum ein starkes Einwinkeln auf den Hörplatz insbesondere dem Hochton zuträglich ist. Der starke Winkel ermöglicht es, die Lautsprecher noch etwas näher an die Außenwände zu rücken, ohne sich unangenehme Reflexionen einzuhandeln. Obwohl die Hochtöner direkt auf meine Ohren zielen, sind die Lautsprecher nicht unangenehm als Schallquellen lokalisierbar, sondern das Stereobild erstreckt sich gleichmäßig verteilt über die Lautsprecher und die Phantommitte. Es wirkt sogar etwas auf die Mitte konzentriert und weniger nach außen.


  • Dan Clark Audio Aeon Core

    Anfang letzten Jahres stellte ich den Dan Clark Audio Noire X vor, dessen Klangsignatur der meines absoluten Favoriten, dem Stealth, sehr nahe kommt – und das zu einem Viertel des Preises des Dan Clark Audio-Topmodells. Jetzt charakterisiert der kalifornische Kopfhörerspezialist den Aeon Core sehr ähnlich: „Flagship Performance. Breakthrough Price.“ Dazu, wie sich die Hierarchie zwischen Stealth, Noire X und Aeon Core darstellt, möchte ich später kommen, denn bei seiner Arbeit für den Aeon Core ging…
    14.08.2026
  • Oladra Presence

    Die Server und Streamer von Antipodes Audio sind kostspielig. Das ist nicht neu. Sie bieten für's Geld eine hervorragende Klangqualität. Das begann seinerzeit für mich mit dem EX, ging über die S-Serie zum K50 und schließlich sogar bis zum Oladra G4. Jetzt steht der brandneue Oladra Presence bei mir zum Test. Der Oladra Presence kostet enorme 58.000 Euro. Das ist für mich eigentlich Grund genug, mich nicht mit ihm zu befassen. Aber mein Interesse und…
    11.08.2026
  • MSB Technology Cascade DAC – aktuelle Version

    Die Bilder könnten zwar den Anschein erwecken, aber ich recycele hier nicht den Cascade-Test von vor zwei Jahren – auch wenn das bei den Temperaturen im Hörraum ein verlockender Gedanke wäre. Der aktuelle MSB-Wandler unterscheidet sich rein äußerlich nicht von dem, den ich Ihnen bereits vorgestellt habe, in Sachen Technik und Klang aber sehr wohl. Ich habe Jürgen Sachweh, den Inhaber des deutschen MSB-Vertriebs gefragt, was mein damaliges Testmodell von der neuen Version unterscheidet, und…
    04.08.2026
  • MSB Technology The Sentinel DAC

    Hier geht es um einen D/A-Wandler, der zum Aufwändigsten zählt, das in dieser Gerätegattung gebaut wurde – vergleichbar höchstens noch mit dCS' Varèse. Hören konnte ich das Ausnahmegerät zwar nicht in meinem Hörraum, allerdings in einer bereits etwas vertrauten Umgebung. Reicht das, um meine Eindrücke in der Rubrik Tests zu veröffentlichen? Üblicherweise finden Sie die Schilderung meiner in fremden Gefilden bei Firmenbesuchen gemachten Erfahrungen unter dem Menü-Punkt Feuilleton. Aber diesmal ging es nicht um eine…
    31.07.2026
  • SPL Crossover Mk2

    SPL ist nach meinen Informationen der einzige Audiogeräteproduzent, der überhaupt eine aktive Analogfrequenzweiche im Portfolio führt. Mit der Mk2 steht inzwischen eine Überarbeitung der Ur-Version in den Startlöchern. Höchste Zeit, sich dieses HiFi-Einhorns einmal anzunehmen. Der Funktionsumfang der zweiten Generation ist immens angewachsen. Während das Crossover erster Generation lediglich bei der optimalen Einbindung eines Subwoofers in die Stereokette helfen konnte, eröffnet die Mark 2 gänzlich neue Möglichkeiten. Statt der Trennfrequenzen von 50, 60, 70, 85,…
    28.07.2026
  • Matrix Audio mini-i Pro 4

    “Die Matrix ist allgegenwärtig, sie umgibt uns. Selbst hier ist sie, in diesem Zimmer.” Lange habe ich darauf gewartet, einen Testbericht mit einem passenden Filmzitat zu eröffnen. Ähnlich lange habe ich mich auf den Test eines Produkts aus dem Hause Matrix Audio gefreut. Mit dem mini-i Pro 4 ist es endlich so weit. Der Name Matrix Audio beruft sich eigentlich auf das gleichnamige mathematische Konzept, aber bei der Namensverwandtschaft zu dem stilprägenden Film kam ich…
    21.07.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.