tests/24-08-09_lumin
 

Lumïn P1 Mini

09.08.2024 // Wojciech Pacuła

Das Gehäuse

Obwohl Lumïn den P1 Mini als ein Produkt bezeichnet, das etwas mehr bietet als der T3, stimmt das nicht ganz, zumindest wenn es um das Chassis geht. Das Chassis des getesteten Players ist in der Tat ein wenig einfacher. Das heißt nicht, dass es schlecht ist, aber eben einfacher. Es besteht aus gebogenen Aluminiumblechen, auf die eine dickere Front aus flachem Aluminium von vorne aufgeschraubt wurde. Die Drehknöpfe und der Standby-Schalter sind ebenfalls aus Aluminium gefertigt. Das Gerät steht auf vier kleinen, mit Filz beklebten Füßen, ebenfalls aus Aluminium

Die sorgfältig ausgewählten Buchsen befinden sich auf der Rückseite. Zugegeben, der digitale Cinch-Eingang ist eher gewöhnlich, wenn auch vergoldet und verschraubt, aber es ist eine „normale“ Neutrik-Buchse. Die analogen Eingangsbuchsen sind deutlich besser, sie sind ein Produkt der amerikanischen CMC (Charming Music Company). Interessanterweise sind die Cinch-Ausgangsbuchsen anders, sogar besser: Sie sind eine vergoldete Version der FT-908-Buchsen von Furutech. Die XLR-Buchsen hingegen sehen rhodiniert aus, haben aber keine Markierungen, an denen man sie erkennen könnte.

Die Elektronik

Die Elektronik ist auf einer einzigen, großen Platine in SMD-Technik aufgebaut, mit Ausnahme einiger weniger Bauteile in der analogen Schaltung. Es handelt sich um sehr gute Nichicon Muse BP-Kondensatoren im Ausgang, Wima-Polypropylen-Kondensatoren im Audiopfad und Reed-Schalter für die Ausgangstaktung. Dies sind sehr gute passive Komponenten. Es scheint auch, dass die verschiedenen Bereiche durch die Masse voneinander getrennt sind. Auf der rechten Seite befindet sich auf einer zusätzlichen Platine der Hauptprozessor, ein sogenannte SoC. Das ist ein einzelner integrierter Schaltkreis, der alle wesentlichen Komponenten eines Computersystems enthält, wie zum Beispiel Prozessor, Speicher, Grafik, Kommunikation und Sensoren. Daneben befindet sich ein XMOS-Chip, der ein USB-Empfänger und Konverter für II2S ist. Daneben befinden sich ein großer Altera-Cyclone-IV-Chip und zwei temperatur- und mechanisch stabilisierte Crystek-Taktgeber, getrennt für jede der Abtastfrequenzfamilien, 44,1 und 48 Kilohertz. Die betreffende Schaltung dient der präzisen Weiterleitung des Taktsignals an die einzelnen Chips. Es handelt sich um genau die gleiche Schaltung wie im P1.

b_850_0_16777215_10_images_content_tests_24-08-09_lumin_3Y8A0747.jpg

Da die Lautstärkeregelung digital erfolgt, muss das von den Cinch-Buchsen kommende analoge Signal zunächst in ein digitales umgewandelt werden. Dies übernimmt ein 24-Bit-Burr-Brown-PCM9211-Chip mit einer Abtastfrequenz von 192 Kilohertz. Die Verstärkung und Pufferung des Eingangssignals übernehmen die ICs OPA1632 von Burr-Brown und 5532 von JRC.

Auf der linken Seite befindet sich ein schöner großer DAC-Chip. Auch hier handelt es sich um eine Übernahme von dem, was wir bereits im P1 gesehen haben. Der Wandler arbeitet in einem Dual-Mono-Design mit zwei ESS-Technology ES9028PRO-SABRE D/A-Chips, einem pro Kanal. Sowohl die Strom/Spannungs-Wandlung als auch die Pufferung und Verstärkung wurden mit ICs durchgeführt, hauptsächlich mit dem TI OPA1611. Die Pfade für die XLR- und Cinch-Ausgänge sind getrennt angelegt. Im P1 wurde ein Lundahl-LL7401-Übertrager eingesetzt, hier übernehmen die Aufgabe ICs und Kondensatoren. Vor dem BNC-Digitaleingang wurde ein Transformator zur Impedanzanpassung platziert.


  • Dan Clark Audio Aeon Core

    Anfang letzten Jahres stellte ich den Dan Clark Audio Noire X vor, dessen Klangsignatur der meines absoluten Favoriten, dem Stealth, sehr nahe kommt – und das zu einem Viertel des Preises des Dan Clark Audio-Topmodells. Jetzt charakterisiert der kalifornische Kopfhörerspezialist den Aeon Core sehr ähnlich: „Flagship Performance. Breakthrough Price.“ Dazu, wie sich die Hierarchie zwischen Stealth, Noire X und Aeon Core darstellt, möchte ich später kommen, denn bei seiner Arbeit für den Aeon Core ging…
    14.08.2026
  • Oladra Presence

    Die Server und Streamer von Antipodes Audio sind kostspielig. Das ist nicht neu. Sie bieten für's Geld eine hervorragende Klangqualität. Das begann seinerzeit für mich mit dem EX, ging über die S-Serie zum K50 und schließlich sogar bis zum Oladra G4. Jetzt steht der brandneue Oladra Presence bei mir zum Test. Der Oladra Presence kostet enorme 58.000 Euro. Das ist für mich eigentlich Grund genug, mich nicht mit ihm zu befassen. Aber mein Interesse und…
    11.08.2026
  • MSB Technology Cascade DAC – aktuelle Version

    Die Bilder könnten zwar den Anschein erwecken, aber ich recycele hier nicht den Cascade-Test von vor zwei Jahren – auch wenn das bei den Temperaturen im Hörraum ein verlockender Gedanke wäre. Der aktuelle MSB-Wandler unterscheidet sich rein äußerlich nicht von dem, den ich Ihnen bereits vorgestellt habe, in Sachen Technik und Klang aber sehr wohl. Ich habe Jürgen Sachweh, den Inhaber des deutschen MSB-Vertriebs gefragt, was mein damaliges Testmodell von der neuen Version unterscheidet, und…
    04.08.2026
  • MSB Technology The Sentinel DAC

    Hier geht es um einen D/A-Wandler, der zum Aufwändigsten zählt, das in dieser Gerätegattung gebaut wurde – vergleichbar höchstens noch mit dCS' Varèse. Hören konnte ich das Ausnahmegerät zwar nicht in meinem Hörraum, allerdings in einer bereits etwas vertrauten Umgebung. Reicht das, um meine Eindrücke in der Rubrik Tests zu veröffentlichen? Üblicherweise finden Sie die Schilderung meiner in fremden Gefilden bei Firmenbesuchen gemachten Erfahrungen unter dem Menü-Punkt Feuilleton. Aber diesmal ging es nicht um eine…
    31.07.2026
  • SPL Crossover Mk2

    SPL ist nach meinen Informationen der einzige Audiogeräteproduzent, der überhaupt eine aktive Analogfrequenzweiche im Portfolio führt. Mit der Mk2 steht inzwischen eine Überarbeitung der Ur-Version in den Startlöchern. Höchste Zeit, sich dieses HiFi-Einhorns einmal anzunehmen. Der Funktionsumfang der zweiten Generation ist immens angewachsen. Während das Crossover erster Generation lediglich bei der optimalen Einbindung eines Subwoofers in die Stereokette helfen konnte, eröffnet die Mark 2 gänzlich neue Möglichkeiten. Statt der Trennfrequenzen von 50, 60, 70, 85,…
    28.07.2026
  • Matrix Audio mini-i Pro 4

    “Die Matrix ist allgegenwärtig, sie umgibt uns. Selbst hier ist sie, in diesem Zimmer.” Lange habe ich darauf gewartet, einen Testbericht mit einem passenden Filmzitat zu eröffnen. Ähnlich lange habe ich mich auf den Test eines Produkts aus dem Hause Matrix Audio gefreut. Mit dem mini-i Pro 4 ist es endlich so weit. Der Name Matrix Audio beruft sich eigentlich auf das gleichnamige mathematische Konzept, aber bei der Namensverwandtschaft zu dem stilprägenden Film kam ich…
    21.07.2026

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.